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Genesis, Reception, Dissemination and Diversification
Volume Editors: and
Images of the Emperor and his family members were ubiquitous symbols of Roman power which surrounded the inhabitants of the Empire informing every aspect of daily life. This cultural phenomenon of unparalleled scale and impact in the ancient world is the focus of the essays gathered in this volume, which explore Roman visual and material culture from different perspectives and methodological approaches, from traditional iconographic studies to classical reception and AI, to discuss the variety of ways imperial images were understood, reproduced and replicated in all corners of the Empire, reflecting both the artist’s interpretive process and the audience’s reaction to it.
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„Es ist nichts, was den gesunden Verstand der Menschen mehr kultiviert und bildet, als Geographie.“ – Immanuel Kant Neben der richtungweisenden und fundamentalen Bedeutung des Kant’schen Schaffens für Epistemologie und Moralphilosophie scheint die Bedeutung seiner geographischen Werke eher nebensächlich. Für Kant selbst allerdings war das wohl nicht so. So gab er fast 40 Jahre lang Geographievorlesungen. Innerhalb der Geographie gilt Kant als einer der Disziplinbegründer. Dies geht vorrangig auf seine Beweisführung und die disziplinbestimmende Einleitung zur „physischen Geographie“ zurück. Was aber ist es für Kant, das die Geographie so wichtig macht, und welche Bedeutung hat dies für heutige Fragestellungen? Der vorliegende Band eröffnet einen eingehenden Blick darauf, welche zentrale Bedeutung Kant selbst der Geographie beigemessen hat, und zeigt ein Verständnis von Geographie, das insbesondere für aktuelle transdisziplinäre Ansätze als höchst aktuell und relevant gelten kann.
Quantitative Approaches to Mediterranean Mobility
Specific source types provide access to medieval maritime history. This volume assesses them comprehensively. Case studies from the Western, Central and Eastern Mediterranean reveal these records’ potential and ways to exploit them by using quantitative methods. This volume presents papers from an international conference organised at Heidelberg University in 2024. Its aim is to approach mobility in the medieval Mediterranean in a novel manner: by systematically focussing on administrative sources and by discussing ways of mining them with the help of computational tools. The authors present new technological and methodological means of collecting, retrieving, reassembling, and visualising data. The contributions compellingly reveal the minutia of harbours and ports, navigation and taxation, shipping and sailors. The combination of a close reading of medieval sources and computational methods proves to be an extremely effective way of “Accessing the Sea”.
Die Versorgung der Ruhrindustrie mit Eisenerzen im 18. und 19. Jahrhundert
Author:
Die Entwicklung des Ruhrgebiets zur größten Industrieregion Europas wird vor allem auf die Steinkohlevorkommen des Reviers zurückgeführt. Kaum untersucht ist dagegen die Rolle des Rohstoffs Eisenerz. Diese Lücke will diese Studie schließen und untersucht daher die Versorgungsstrategien der Hochofenwerke des 18. und 19. Jahrhunderts. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie technische Anforderungen der Hochöfen und stoffliche Eigenschafen der Erze diese Strategie formten. So kommt Daniel Sobanski zu einer Einschätzung darüber, welche Bedeutung die Rohstoffe anderer Erzreviere für die Ruhrindustrie hatten und welcher Wert dem „anderen schwarzen Gold“ des Ruhrgebiets, dem Kohleneisenstein beigemessen werden kann. Dadurch verbindet die Arbeit das aktuelle Forschungsfeld der Stoffgeschichte mit regionaler Industriegeschichte.
The Berlin Africa Conference of 1884/1885 was and remains a controversial event of global significance. At the invitation of the German Chancellor Otto von Bismarck and the French Prime Minister Jules Ferry, ambassadors from 13 European powers and the United States gathered in Berlin to negotiate free trade on the Niger and Congo rivers, the suppression of the slave trade, the legal terms of territorial acquisition, and the settlement of international disputes. 140 years on, this anthology sheds light on the interests of some of the powers and actors involved in the conference, including the Ottoman Empire, which has often been overlooked in this context. Above all, however, the essays in this collection examine the immediate and long-term consequences of the conference for the African regions which were the subject of the negotiations but not represented in Berlin.
Religious Communities and the Secret Police in 20th Century Romania
How do persecuted communities survive under regimes determined to erase them? This study uncovers the creative resistance of two homegrown Romanian religious communities as seen through the archives of the secret police that directly targeted them. Spanning 1918 to 1989, the book traces the Old Calendarists and the Tudorists across a succession of political regimes, from interwar democracy and royal dictatorship to fascism, Antonescu’s military rule, and communism, each with its own way of regulating and repressing religious life. Facing surveillance and persecution, these communities produced icons, photographs, handwritten songbooks, letters, and postcards that expressed both faith and defiance. Confiscated as incriminating evidence, these objects now testify to the wrongdoings of the regimes that targeted them. Reading the archive through its material and visual traces rather than its text alone, Iuliana Cindrea-Nagy reveals how constraints can become an engine of boundless creativity.
Zur Geschichte von Reparatur, Instandhaltung und Innovation in Lissabon in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
In dieser Studie untersucht Felipe Beuttenmüller Lopes Silva Reparatur, Instandhaltung und Innovation als miteinander verflochtene Praktiken, die die Stabilität und Veränderung kritischer Infrastrukturen prägen. Das Buch zeigt, dass Infrastrukturen nicht allein durch Innovation entstehen, sondern durch kontinuierliche Pflege, Anpassung und Wiederherstellung funktionsfähig bleiben. Reparatur wird dabei als analytische Kategorie gefasst, die Zirkulation ermöglicht, Unterbrechungen begrenzt und die Kritikalität technischer Systeme sichtbar macht. Am Beispiel des Verkehrssystems in Lissabon wird dieser theoretische Zugang konkretisiert und in seiner Bedeutung für die Analyse soziotechnischer Transformationen urbaner Räume veranschaulicht.
Eine Fallstudie aus Montpellier im späten 13. Jahrhundert
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Montpellier, 1293/94: Dieses Buch holt die Frauen aus dem Schatten mittelalterlicher Wirtschaftsgeschichte. Im ältesten überlieferten Notariatsregister der Stadt tauchen sie ganz selbstverständlich als Vertragspartnerinnen, Schuldnerinnen, Gläubigerinnen und Vormundinnen auf – häufig entgegen den Bestimmungen des geltenden Rechts. In konkreten Fallbeispielen und anhand systematischer quantitativer Auswertungen zeigt die Studie, wie Frauen trotz formaler Einschränkungen auf den städtischen Finanzmärkten aktiv waren. So entsteht ein eindrucksvolles Bild städtischer Wirtschaftspraxis, in dem rechtliche Norm und gelebte Realität oft weit auseinanderklafften. Quellennah, analytisch und anschaulich erzählt, korrigiert dieses Buch gängige Vorstellungen von Geschlecht, Recht und Ökonomie im Mittelalter – und öffnet ein neues Fenster in den Alltag einer Handelsstadt am Mittelmeer.
Author:
Was ist der Grund für die Krise der Gleichheit und damit der modernen Demokratie?
Das vorliegende Buch geht systematisch dieser Frage nach.
Die moderne Demokratie hebt alle vormodernen Hierarchien auf und zielt auf Gleichheit, jedoch nicht im Sinne einer bloßen Gleichmachung; es geht um eine Bewahrung der subjektiven Besonderheiten bei gleichzeitiger Erhebung derselben zur gleichen Gültigkeit. In diesem Prinzip der Gleich-Gültigkeit liegt jedoch ein Spannungsverhältnis: Indem subjektive Besonderheiten zur gleichen Gültigkeit erhoben werden, werden sie immer auch vergleichgültigt. Die moderne Gleichheit nivelliert also Differenzen und produziert dadurch systematisch Ungleichheit. Dieses Spannungsverhältnis verspiegelt sich in unserer Gegenwart in äußerster Schärfe: Ökonomisch sind wir ungleicher denn je, zugleich vereint dennoch nur eine Sehnsucht nach Differenz alle politischen Richtungen. Diese Sehnsucht gründet in der Einheit des entgegengesetzten Empfindens, dass alle Differenzen gleichgültig geworden sind; für manche heißt Gleichgültigkeit ein Verlust der Identität, für andere Verlust der Vielfalt; geteilt ist nun die Sehnsucht, die Gleichgültigkeit zu überwinden.
Muss aber die Idee der Gleichheit preisgegeben werden, um die Gleichgültigkeit zu überwinden? Dieses Buch plädiert dafür, dass es gerade heute Zeit und höchste Zeit ist, die Gleichheit neu zu denken, und arbeitet die Idee einer Gleichheit ohne Gleichgültigkeit heraus.
Theoretische und praktische Perspektiven
Der Band befasst sich mit dem ontologischen, epistemologischen, normativen und juristischen Status kollektiver Personen. Folgende Fragen werden dabei diskutiert: Wie existieren kollektive Personen, falls sie überhaupt existieren? Worin besteht die Identität kollektiver Personen? Können kollektive Personen etwas wissen? Inwiefern können kollektive Personen handeln und zur Rechenschaft gezogen werden? Wie ist kollektives Handeln im Sinne der Mensch-Maschine-Interaktion zu verstehen?