August von Grolman
Johann August von Grolman (* 5. April 1805 in Gießen; † 9. Mai 1848 ebenda) war ein deutscher Kirchenrechtler.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]August von Grolman, aus der Familie Grolman, Sohn des späteren hessischen Ministers und Ministerpräsidenten Karl Ludwig Wilhelm von Grolman und Neffe des Gerichtspräsidenten Franz Joseph von Arens,[1] begann an der Hessischen Ludwigs-Universität Rechtswissenschaft zu studieren. Er gehörte zu den ersten Mitgliedern des Corps Starkenburgia und war auch im Corps Hassia Gießen aktiv.[2] Als Inaktiver wechselte er an die Georg-August-Universität Göttingen, die ihn mit einer Dissertation zum Eherecht zum Dr. iur. utr. promovierte. Anschließend habilitierte er sich in Göttingen. 1828 wurde er 23-jährig zum außerordentlichen Professor an die Universität Gießen berufen. Wissenschaftlich arbeitete er auf dem Gebiet des Kirchenrechts. Er starb zur Zeit der Deutschen Revolution 1848/49 im Alter von 43 Jahren.
Grolmann heiratete am 4. April 1830 Franziska Josephine Amalie Hofheim (* 30. März 1810; † 15. Mai 1885)[3], eine Tochter des aschaffenburgischen Landrichters Karl Joseph Hofheim.[4] Das Paar hatte zwei Kinder:
- Franz (1831–1838)
- Anna Louise Karoline Ernestine Bertha (* 12. Oktober 1832; † 26. Februar 1855) ⚭ 1850 Maximilian Georg Konrad Adolph Langenbeck (* 11. Januar 1818; † 2. Mai 1877)
Die Witwe heiratete 1856 den Professor Georg Karl Neuner.
Schriften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nonnullae de statutaria conjugum portione observationes, 1827. (Dissertation, Digitalisat)
- Grundriß zu Vorlesungen über das katholische und protestantische Kirchenrecht, 1828.
- Grundsätze des allgemeinen katholischen und protestantischen Kirchenrechts, 1832. (Digitalisat)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Herman Haupt, Georg Lehnert: Chronik der Universität Gießen, 1607–1907. Alfred Tölpelmann, Gießen 1907, S. [65] (Digitalisat).
- Albert Teichmann: Grolman, Joh. Aug. von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 713.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Grolman, Johann August von. Hessische Biografie. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Vgl. Widmung seiner Dissertation (S. 3)
- ↑ Kösener Korpslisten 1910, 51, 167; 57, 9
- ↑ Marcelli Janecki, Handbuch des preussischen Adels, Band 2, S. 292
- ↑ Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, 1883, S. 202
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grolman, August von |
| ALTERNATIVNAMEN | Grolman, Johann August von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 5. April 1805 |
| GEBURTSORT | Gießen |
| STERBEDATUM | 9. Mai 1848 |
| STERBEORT | Gießen |