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Borckescher Kreis

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Der Borckesche Kreis war ein Kreis, der vom 17. Jahrhundert bis 1817 in Pommern bestand.

Borckescher Kreis im Osten

Im Herzogtum Pommern-Stettin wurde unter Herzog Philipp II., der von 1606 bis 1618 regierte, eine erste Kreiseinteilung vorgenommen. Zunächst waren elf Kreise vorgesehen, von denen der elfte Kreis den Gutsbesitz der wichtigsten Adelsfamilien, der sogenannten burg- und schlossgesessenen Geschlechter, umfassen sollte. In der Verwaltungspraxis wurden Gebiete für die Vereinnahmung von Steuern, der sogenannten Kontributionen, benötigt. Diese wurden anfangs als „Quartiere“ oder „Distrikte“ bezeichnet, ab etwa 1690 dann als Kreise. Hierbei erwies sich aber der elfte Kreis, in dem mehrere adlige Familien zusammengefasst waren, als zu groß.[1]

So wurden kleinere Einheiten geschaffen, in denen jeweils der Gutsbesitz von nur einer oder zwei adligen Familien zusammengefasst wurde, die sogenannten Familienkreise. In diesem Zug wurde das Gebiet der adligen Familien von Borcke zum Borckenschen Kreis zusammengefasst.

Zu Ende 1817 wurden im Rahmen einer Kreisreform in Pommern der Borckesche Kreis und ein großer Teil des Ostenschen Kreises in den Kreis Regenwalde umgewandelt.

  • Fritz Curschmann: Die Landesteilung Pommerns im Mittelalter und die Verwaltungseinteilung der Neuzeit, in: Pommersche Jahrbücher (Rügisch-Pommerscher Geschichtsverein, Hrsg.), Band 12, Greifswald 1911, S. 159–337, insbesondere S. 273–278 (Google Books).
  1. ↑ Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern. Band 7. Anklam 1872, S. 572. (Online).