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Camboriú

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Camboriú
Camboriú (Brasilien)
Camboriú (Brasilien)
Camboriú
Camboriú auf der Karte von Brasilien
Lage von Camboriú in Brasilien
Koordinaten 27° 1′ 30″ S, 48° 39′ 14″ WKoordinaten: 27° 1′ 30″ S, 48° 39′ 14″ W
Basisdaten
Staat Brasilien

Bundesstaat

Santa Catarina
Stadtgründung 5. April 1884
Einwohner 117.324 (2025)
Stadtinsignien
Detaildaten
Fläche 214,5 km
Bevölkerungsdichte 489,5 Ew./km2
Höhe 8 m
Zeitzone UTC−3
Website camboriu.sc.gov.br
Hauptkirche
Hauptkirche
Hauptkirche

Camboriú ist eine Gemeinde im Bundesstaat Santa Catarina im Süden Brasiliens. Sie liegt in der Nähe von Balneário Camboriú, einem beliebten Badeort. Mit Stand der letzten Volkszählung von 2022 hatte Camboriú 103.074 Einwohner.

Camboriú liegt acht Meter über dem Meeresspiegel. Sein Gewässernetz besteht aus dem Einzugsgebiet des Flusses Camboriú, der die Gemeinde durchquert, ihr den Namen gibt und mit Trinkwasser versorgt. Seine Quellflüsse entspringen im äußersten Süden der Gemeinde. Von dort fließt er vierzig Kilometer bis zu seiner Mündung in Balneário Camboriú.

Das Terrain besteht aus einer Flussebene im Zentrum, umgeben von Bergen und sanft hügeligem Gelände. Die Vegetation besteht größtenteils aus Atlantischem Regenwald, dazu kommen Mangroven entlang des Flusses Camboriú, Sümpfe und strauchartige Vegetation.

Bis ins 16. Jahrhundert war die Region von indigenen Völkern bewohnt, bevor die ersten portugiesischen Siedler ankamen. Camboriú wurde am 5. April 1884 von Itajaí abgetrennt und erhielt den Status einer Stadt. Der Verwaltungssitz, der sich zuvor in Barra befand, wurde aufgrund der rasanten Entwicklung bald nach Vila do Garcia verlegt, wo sich heute das Stadtzentrum und der größte Bevölkerungsteil der Gemeinde befindet.[1]

Eine verstärkte wirtschaftliche Entwicklung setzte im 20. Jahrhundert mit dem Kaffeeanbau sowie der Förderung von Marmor und Granit ein. Seit den 1950er Jahren ist die Fischerei und schließlich der Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftssektor aufgestiegen. 1964 wurde die Gemeinde Balneário Camboriú von Camboriú abgespalten und eigenständig, heute ist sie eines der wichtigsten Touristenzentren des Landes. Die in den 1970er Jahren errichtete Autobahn BR-101 umging die Stadt, was zu einem wirtschaftlichen Niedergang führte.

Aufgrund seiner günstigen Lage in Küstennähe hat die Gemeinde sich seit den 1990er Jahren allerdings nachhaltig erholen können und seitdem ein rasantes Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Nach Angaben des Brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik (IBGE) hatte Camboriú im Jahr 2025 117.324 Einwohner. Die Bevölkerungszahl stieg damit gegenüber der Volkszählung 2022 (103.074 Einwohner) deutlich an. Die Bevölkerungsdichte beträgt etwa 500 Einwohner pro km² (2022).[2] Europäischstämmige Brasilianer machten 2022 über 70 Prozent der Bevölkerung aus.[3] Ursprünglich stammten die meisten Einwanderer aus Portugal, später siedelten sich verstärkt Deutsche und Italiener hier an.[1]

Bevölkerungsentwicklung[3]
Zensus Einwohner
1991 25.806
2000 41.445
2010 62.361
2022 103.074

Die vorherrschende landwirtschaftliche Tätigkeit ist der bewässerte Reisanbau und die Fischerei. Außerdem werden Mais, Obst, Gemüse, Bohnen und Maniok produziert, wenn auch in geringerem Umfang. Daneben ist der Bergbausektor (Granit, Marmor, Ton, Keramik) wichtig. Der dominante Wirtschaftssektor bildet allerdings der Tourismus. An den Erholungsgebieten in Küstennähe gibt es noch einige von deutschen Einwanderern errichtete Fachwerkhäuser, die meisten wurden allerdings durch moderne Hochhäuser ersetzt.

Kultur und Religion

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Die Festa do Divino (Fest des Göttlichen), die älter ist als die Stadt selbst, gilt als kulturelles und immaterielles Erbe. In der Stadt findet zudem jährlich ein großes Treffen des Gideonbunds statt.[1]

Der bekannteste Fußballverein der Stadt ist der Camboriú FC, der seine Spiele im Estádio Roberto Santos Garcia austrägt.

Commons: Camboriú – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 A Cidade – Prefeitura de Camboriú. Abgerufen am 4. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. ↑ Camboriú (SC) | Cidades e Estados | IBGE. Abgerufen am 4. April 2026.
  3. 1 2 Camboriú (Gemeinde, Brasilien) - Einwohnerzahlen, Grafiken, Karte und Lage. Abgerufen am 4. April 2026.