Carl Planer
Friedrich Wilhelm Carl Adolf Planer (* 1. Mai 1850 in Lützen; † nach 1917) war ein deutscher Architekt.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Carl Planer war ein Sohn des Zimmermeisters und Lützener Stadtverordneten Gustav Adolph Planer und dessen zweiter Ehefrau Henriette, geb. Sack, Schwester der ersten Ehefrau Christiane Friederike. Seine ältere Schwester Marie Henriette Friederike starb schon als Kind. Sein jüngerer Bruder Oskar Planer (1853–1931) stieg in den Holzhandel seines Vaters ein. Carl Planer blieb nicht beim Holzhandel, sondern machte Karriere im Baugeschäft. Er ging als Bauunternehmer und Architekt nach Leipzig, wo auch sein Vater und sein Bruder einen Holzhandel hatten. Ab 1879 hatte er ein Atelier für Architektur und Kunstgewerbe in der Dorotheenstraße 10. Seine bekanntesten Werke in Leipzig sind der 1881 als Eisen-Glas-Konstruktion errichtete Krystallpalast, das 1881–1883 errichtete Wohnhaus Riemannstraße 35/37 (Denkmalobjekt Nr. 09297227 in der Liste der Kulturdenkmale in Leipzig-Zentrum-Süd, L–Z) und das Wohn- und Geschäftshaus Thomaskirchhof 11, das 1882–1883 im Stil des Historismus für den Berliner Juwelier Richard Heine erbaut wurde (Denkmalobjekt Nr. 09298428 in der Liste der Kulturdenkmale in Leipzig-Zentrum, N–Z). Am bekanntesten wurde Planer durch den Bau von Panoramen. 1884 baute er in Berlin auf dem von ihm erworbenen Grundstück Friedrichstraße 236 und Wilhelmstraße 10 einen freistehenden zwölfeckigen Zentralbau mit Kuppeldach in Eisenfachwerk in dem ein Kolonialpanorama gezeigt wurde (nach 1891 abgebrochen). Planer ließ sich seitdem in Berlin nieder und hatte dort bis 1913 ein Atelier für Architektur und Bauausführungen.[1] Wann und wo er gestorben ist kann nicht ermittelt werden.
Carl Planer heiratete 1879 Alma Martha Hauffe, die Schwester der Frau seines Bruders Oskar. 1880 wurde der Sohn Kurt Adolf Karl Hermann geboren, der Kaufmann wurde.[2]
- Werkbeispiele
- Miethaus Leipzig, Riemannstraße 35, 37
- Wohn- und Geschäftshaus Leipzig, Thomaskirchhof 11
- Kolonialpanorama Berlin, Friedrichstraße 236
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Maik Reichel: Oskar Planer. In: Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V., Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Konnex 2026: Zeitschrift für Heimat- und Regionalforschung in Sachsen-Anhalt. Waxmann, 2026, S. 54 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Planer, Carl, Architekt. In: Berliner Adreßbuch, 1913, 1, S. 2349. „Atelier f. Architektur u. Bauausführungen usw., begr. 1879“ (letztmalige Erwähnung).
- ↑ Standesamt Berlin 12b, Heirats-Register 1917; Urkunde Nr. 272. In: Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Heiraten, 1874–1944 [Datenbank online]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Planer, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Planer, Friedrich Wilhelm Carl Adolf (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt |
| GEBURTSDATUM | 1. Mai 1850 |
| GEBURTSORT | Lützen |
| STERBEDATUM | nach 1917 |