Gheorghe Petrașcu

Gheorghe Petrașcu (geb. als Gheorghe Petrovic; * 20. November 1872 in Tecuci/damaliger Kreis Tecuci, Fürstentum Rumänien; † 1. Mai 1949 in Bukarest) war ein rumänischer Maler.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Petrașcu war einer von drei Söhnen des Landwirts Costache Petrovici und dessen Frau Elena. Sein Bruder Nicolae Petrașcu wurde als Schriftsteller bekannt, Vasile schlug eine Laufbahn als Arzt ein. George Petrașcu studierte nach dem Abschluss des Gymnasiums von 1893 bis 1898 an der Școala Națională de Arte Frumoase (heute: Nationale Universität der Künste Bukarest, Universitatea Națională de Arte București) bei George Demetrescu Mirea. Nach dem Abschluss mit sieben Bronzemedaillen und drei Auszeichnungen gewährte ihm der Minister Spiru Haret auf Empfehlung von Nicolae Grigorescu ein Stipendium für Paris. Von 1898 bis 1902 setzte er sein Studium an der Académie Julian bei William Adolphe Bouguereau fort und knüpft dabei Kontakte zu anderen bekannten Lehrern jener Zeit: Jean-Joseph Benjamin-Constant, Jean-Paul Laurens und Gabriel Ferrier.
Als junger Künstler wie auch später als etablierter Maler unternahm er ausgedehnte Reisen ins Ausland, um Kunstgalerien und Denkmäler in London, Den Haag, Amsterdam, Berlin, München, Wien sowie u. a. in Ägypten, Griechenland, Italien und Spanien zu besuchen. Gemeinsam mit anderen jungen Rumänen, die zum Studium nach Paris gekommen waren, darunter Ștefan Popescu, Kimon Loghi, Ipolit Strâmbu und Frederic Storck, gründete er 1900 die Künstlervereinigung Tinerimea artistică (Künstlerische Jugend). Im selben Jahr hatte er seine erste Einzelausstellung im Bukarester Athenäum. In den folgenden Jahren beteiligte er sich mehrfach an Ausstellungen der Tinerimea artistică und hatte weitere Einzelausstellungen im Athenäum. 1910 und 1911 war er außerdem bei Ausstellungen der Gesellschaft Arta vertreten. Weitere Einzelausstellungen hatte er später u. a. im Căminul Artei und in der Casa de Artă.
1914 wurde er zum Kurator der staatlichen Pinakothek im Parcul Carol ernannt. 1924, 1936, 1938, 1940, 1942, 1946 (und posthum 1960) war er mit seinen Werken bei der Biennale di Venezia vertreten. Im Jahr 1925 wurde er mit dem Nationalpreis für Malerei ausgezeichnet. Bei der Exposició Internacional de Barcelona 1928 und bei der Weltfachausstellung Paris 1937 gewann er jeweils einen Großen Preis.
1929 wurde er zum Direktor der Staatlichen Kunstgalerie (Pinacoteca București) ernannt. Die Position bekleidete er bis zu seiner Pensionierung 1940. Die französische Regierung zeichnete ihn 1932 als Ritter der Ehrenlegion aus. Anlässlich seines 60. Geburtstages fand 1933 eine Retrospektive seiner Werke in der Sala Dalles statt. Mit Iosif Iser, Eustatiu Stoenescu, Ștefan Popescu, Jean Alexandru Steriadi, Nicolae Dărăscu und anderen gründete er 1937 die Gruppe Arta. An deren erster Ausstellung im Folgejahr war er mit achtzehn Werken beteiligt.
Aufgrund fortschreitender Krankheit schuf Petrașcu nach 1942 keine neuen Werke mehr, beteiligte sich aber mit älteren Werken weiterhin an Ausstellungen (u. a. Spania in pictura romaneasca, 1943; Lumina si culoare in pictura romana contemporana und Figura si interior in der Casa de Artă, 1943; Maestrii picturii romane contemporane, 1944). 1948 wurde er zum Mitglied der Rumänischen Akademie ernannt. Seine Tochter Marina Petrașcu wurde ebenfalls als Malerin bekannt.
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- askART: Gheorghe Petrașcu
- Romania Culture - Fine Arts: Gheorghe Petrașcu
- Romania online: Gheorghe Petrașcu
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Petrașcu, Gheorghe |
| ALTERNATIVNAMEN | Petrovic, Gheorghe |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänischer Maler |
| GEBURTSDATUM | 20. November 1872 |
| GEBURTSORT | Tecuci |
| STERBEDATUM | 1. Mai 1949 |
| STERBEORT | Bukarest |