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HEMA (Unternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
HEMA B.V.
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Rechtsform Besloten vennootschap
Gründung 1926
Sitz Amsterdam, Niederlande
Leitung Saskia Egas Reparaz (CEO)
Mitarbeiterzahl 16.233 (2025/26)[1]
Umsatz EUR 2,3 Mrd. (2025/26)[2]
Branche Einzelhandel
Website www.hema.nl
Stand: 31. Januar 2026
HEMA in Frankfurt

Die Hema B.V. (für niederländisch Hollandse Eenheidsprijzen Maatschappij Amsterdam, deutsch: „Holländische Einheitspreis-Gesellschaft Amsterdam“) ist eine niederländische Warenhauskette mit über 770 Filialen in 6 Ländern (Stand 2025/26).[2] Die erste Filiale in Deutschland eröffnete 2002 in Neuss.[3] Typisch für Hema sind die niedrigen Preise und das Sortiment der Waren, die alle ausschließlich von und/oder für Hema produziert werden.

Innenansicht eines niederländischen Hema-Geschäfts in Zwolle (2007)
Zentrallager in Utrecht (2008)

Die niederländische Warenhauskette De Bijenkorf gründete 1926 die Billiglinie HEMA. Die erste Filiale wurde 1926 auf der Amsterdamer Kalverstraat – der besucherstärksten Einkaufsstraße in den Niederlanden nahe des Dam – gegründet. Zum Konzept gehörte, dass alle Artikel zu Einheitspreisen verkauft wurden.

2007 wurde die HEMA von der Private-Equity-Gesellschaft Lion Capital übernommen; nach mehreren Verkaufsversuchen wurde das Unternehmen im Oktober 2018 an Ramphastos Investments, ein Beteiligungsunternehmen des niederländischen Investors Marcel Boekhoorn, veräußert[4]. Im Zuge der Covid-19-Krise musste das Unternehmen Insolvenz erklären und sich unter den Schutz der US-Insolvenzverfahrens stellen (Chapter 15),[5] um seine Schulden zu restrukturieren; im Rahmen dessen wurde nach einem Käufer für das Unternehmen gesucht. Im Herbst 2020 wurde ein möglicher Verkauf an ein Konsortium aus Parcom Capital, einer Investmentorganisation des bisherigen Eigners Marcel Boekhoorn, und der Eigentümerfamilie des niederländischen Lebensmitteleinzelhändlers Jumbo bekannt gegeben. Die Transaktion wurde zum 1. Februar 2021 abgeschlossen.[6][7]

Hema betreibt über 770 Filialen, überwiegend in den Niederlanden (569), in Belgien (109), Deutschland (17), Luxemburg (4), Frankreich (69), Österreich (7) (Stand 2025)[1]. Mehr als 125 davon wurden in 2025 gemäß dem neuen Store-Konzept renoviert[2]. Das Zentrallager befindet sich in Amsterdam.

Die erste deutsche Filiale besteht seit 2002 im Neusser Stadtzentrum[3]. Es gibt Filialen u. a. in Frankfurt, Stuttgart, Mannheim, Heidelberg, Köln, Hannover, Düsseldorf und Berlin.[8] Der Verwaltungssitz der Hema GmbH & Co. KG befindet sich in Essen. Die Flächenproduktivität liegt in den besten deutschen Filialen bei etwa 2150 Euro/m², in den Niederlanden jedoch gut 1000 Euro darüber.[9]

  • Manon Sikkel, Marion Witter: Ik mis alleen de Hema. Bert Bakker, Amsterdam 2006, ISBN 90-351-3031-6.
  • Stefan Vermeulen: HEMA. De onwaarschijnlijke ontsnapping van een nationaal icoon. Prometheus, Amsterdam 2019, ISBN 978-90-446-3689-5.
Commons: HEMA (Unternehmen) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 2025 in figures. In: hema.com. 31. Januar 2026, abgerufen am 24. Juni 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 Hema reports strong profit growth. In: retaildetail.eu. 19. Mai 2026, abgerufen am 24. Juni 2026 (englisch).
  3. 1 2 Hema will den deutschen Markt erobern. In: fashionunited.de. 2. November 2016, abgerufen am 24. Juni 2026 (deutsch).
  4. Ramphastos Investments übernimmt niederländischen Einzelhändler Hema. In: de.fashionnetwork.com. 25. Oktober 2018, abgerufen am 24. Juni 2026 (deutsch).
  5. Bloomberg: Iconic Dutch Retailer Hema Files for Chapter 15 Bankruptcy, 20. August 2020, abgerufen am 16. Oktober 2020 (englisch).
  6. Retail Detail: Hema goes to Parcom and Jumbo owners, 21. Oktober 2020, abgerufen am 16. Oktober 2020 (englisch).
  7. Press release: Acquisition of HEMA completed. (PDF; 107 kB) In: hema.net. HEMA B.V., 1. Februar 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juni 2021; abgerufen am 12. Juni 2025 (englisch).
  8. HEMA-Filialen. In: hema.com. Abgerufen am 24. Juni 2026.
  9. Discount-Warenhaus. Warum bloß schafft Hema nicht den Durchbruch? In: Immobilien Zeitung, Nr. 26/1, Juli 2010, ISSN 1433-7878, S. 7.