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Halbleiterspeicher

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Verschiedene Halbleiterspeicher und -module

Ein Halbleiterspeicher (englisch semiconductor memory) ist ein auf Grundlage von Halbleitertechnik realisierter Datenspeicher.[1][2][3] Halbleiterspeicher werden mittels mikroelektronischer Verfahren als integrierte Schaltungen (ICs) gefertigt (umgangssprachlich auch Speicherchips genannt) oder sind als Teilfunktionalität in komplexeren ICs enthalten. Die digitalen Daten werden im Halbleiterspeicher in Form von binären Schaltzuständen gespeichert oder ausgelesen.

Speicherzellen-Technologie

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Eine Speicherzelle ist die physikalische Realisierung der kleinsten Einheit eines Speichers von logischen Zuständen. Der Begriff bezeichnet je nach Kontext entweder die Realisierung der kleinstmöglichen Einheit, dem 1-Bit-Speicherelement, oder die Realisierung der kleinsten adressierbaren, das heißt bei einem Zugriff les- bzw. schreibbaren, Einheit, einem sogenannten Wort oder Datenwort, das aus n Bit besteht (n > 1).

Personal Computer arbeiten heutzutage mit einer Wortlänge (auch „Wortbreite“ genannt) von 32 oder 64 Bit. Früher, zum Beispiel bei den ersten Taschenrechnern, waren Speicherzellen 4 Bit (ein Halbbyte bzw. Nibble) groß. Die ersten PCs dagegen hatten 8 Bit breite Speicherzellen. Für einfache Steuerungen (siehe: Mikrocontroller) werden auch heute noch 8 Bit verwendet.

Bei früheren Computern waren auch Wortbreiten von 6 oder 7 Bit gebräuchlich, da man mit 64 bzw. 128 speicherbaren Zeichen eine alphanumerische Bearbeitung durchführen konnte. Diese Speicher waren jedoch noch nicht als Halbleiterspeicher ausgeführt. Die Hollerith-Lochkarte hatte eine Wortbreite von 12 Bit.

Eingeteilt werden die Speicherzellen in flüchtige und nichtflüchtige Speicherzellen. In nichtflüchtigen Speicherzellen bleibt die Information auf Dauer erhalten, auch wenn die Stromversorgung unterbrochen wird. Bei flüchtigen Speicherzellen geht die Information in solch einem Fall verloren.

Das 1-Bit-Speicherelement ist mittels weniger Transistoren und Kondensatoren realisierbar. Bei analogen Speicherzellen ist das elementare Speicherbauteil der Kondensator, und bei digitalen Speicherzellen werden ein (1-T-DRAM) oder mehrere Transistoren benötigt, wie z. B. bei statischem RAM oder bei rückgekoppelten Transistoren, den sogenannten Flipflops.

Wahlfreier Zugriff

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Speicherzellen werden in einer 2R×2C-Matrix angeordnet. Über Wortleitungen und Bitleitungen werden die Speicherzellen adressiert und beschrieben bzw. ausgelesen. Hierzu sind ein Reihen- und ein Spaltendekodierer notwendig. Dadurch ist ein direkter Zugriff auf beliebige Speicherzellen (wahlfreier Zugriff) möglich. Daher wird diese Anordnung als Random-Access Memory (RAM) bezeichnet.

Sequentieller Zugriff

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Hier erfolgt die Adressierung über Befehle, ähnlich wie bei Festplatten. Die Bauformen CompactFlash (CF) und PCMCIA verwenden z. B. den bei Festplatten bewährten ATA/ATAPI-Befehlssatz. Diese Adressierungsart benötigt weniger Kontaktierungsflächen auf dem Chip, dadurch ist ihre Herstellung preisgünstiger.

Die bekanntesten Speichertechnologien sind im Folgenden aufgeführt, markiert mit den Merkmalen:

in Produktion befindlich (Stand etwa 2020er Jahre)
Produktion eingestellt bzw. durch andere Speichertechnologie abgelöst
in Forschung und Entwicklung[4]
Das Symbol gilt implizit für die Gruppe, es sei denn, ein Artikel ist explizit markiert.

Flüchtige Halbleiterspeicher (Volatile-Speicher)

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Nichtflüchtige Halbleiterspeicher (Nonvolatile-Speicher, NVM)

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  • Read-Only Memory (ROM)
    • Mask ROM 1, 2
    • Programmable Read-Only Memory (PROM)
  • Flash-Speicher[5]

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1 
Ein PLE entspricht einem MROM und umgekehrt
2 
Mikrocontroller mit MROM werden immer noch (Stand Ende 2008) in großen Stückzahlen hergestellt.

Weitere Halbleiterspeichertypen

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In Produktion ():

In Forschung und Entwicklung ():

Abkürzungen und Bedeutung

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Bedeutung der wichtigsten Abkürzungen
Abkürzung Bedeutung
RAMRandom Access Memory
ROMRead-Only Memory
SRAMStatischer RAM
DRAMDynamischer RAM
PRAMPhase-change RAM
MRAMMagnetoresistives RAM
M…Masken-programmierbar
P…Programmierbar
EP…Lösch- und programmierbar
EEP…Elektrisch lösch- und programmierbar
SDSynchronous Dynamic (RAM)
DDRDouble Data Rate (RAM)
QDRQuad Data Rate (RAM)
ODROcto Data Rate (RAM)
GDDRGraphics DDR (RAM)
RDRAMRambus DRAM
ZBT SRAMZero Bus Turnaround SRAM
  • Wai-Kai Chen (Hrsg.): The VLSI Handbook (= The Electrical Engineering Handbook Series). 2. Auflage. CRC Press (Taylor & Francis), Boca Raton, FL 2007, ISBN 978-0-8493-4199-1 (englisch, archive.org).
  • Simon M. Sze, Yiming Li, Kwok K. Ng: Physics of Semiconductor Devices. 4. Auflage. Wiley, Hoboken, NJ 2021, ISBN 978-1-119-42911-1 (englisch).
  • Andrea Redaelli, Fabio Pellizzer (Hrsg.): Semiconductor Memories and Systems (= Woodhead Publishing Series in Electronic and Optical Materials). Woodhead Publishing, Cambridge 2022, ISBN 978-0-12-820758-1 (englisch).
  • Massimo Rudan, Rossella Brunetti, Susanna Reggiani (Hrsg.): Springer Handbook of Semiconductor Devices (= Springer Handbooks). Springer International Publishing, Cham 2023, ISBN 978-3-030-79826-0, doi:10.1007/978-3-030-79827-7 (englisch).

Einzelnachweise

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  1. ↑ Shimeng Yu, Tae-Hyeon Kim: Semiconductor Memory Technologies: State-of-the-Art and Future Trends. In: Computer. Band 57, Nr. 4, April 2024, ISSN 0018-9162, S. 150–154, doi:10.1109/MC.2024.3363269 (englisch, ieee.org [abgerufen am 23. Juli 2026]).
  2. ↑ Paolo Fantini, Giorgio Servalli, Paolo Tessariol: Semiconductor Memory Technologies. In: Springer Handbook of Semiconductor Devices. Springer International Publishing, Cham 2023, ISBN 978-3-030-79826-0, S. 37–66, doi:10.1007/978-3-030-79827-7_2 (englisch, springer.com [abgerufen am 23. Juli 2026]).
  3. ↑ Ulrich Tietze, Christoph Schenk, Eberhard Gamm: Semiconductor Memories. In: Electronic Circuits. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-00429-5, S. 689–721, doi:10.1007/978-3-540-78655-9_10 (englisch, springer.com [abgerufen am 23. Juli 2026]).
  4. ↑ An Chen: A review of emerging non-volatile memory (NVM) technologies and applications. In: Solid-State Electronics. Band 125, November 2016, S. 25–38, doi:10.1016/j.sse.2016.07.006 (englisch, elsevier.com [abgerufen am 23. Juli 2026]).
  5. ↑ Seung Soo Kim et al.: Review of Semiconductor Flash Memory Devices for Material and Process Issues (Adv. Mater. 43/2023). In: Advanced Materials. Band 35, Nr. 43, Oktober 2023, ISSN 0935-9648, doi:10.1002/adma.202370310 (englisch, wiley.com [abgerufen am 23. Juli 2026]).