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Hartmut Goldschmidt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hartmut Goldschmidt (* 22. Oktober 1956 in Forst (Lausitz)) ist ein deutscher Internist und Hämatologe/Onkologe. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Optimierung von Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms.[1][2]

Hartmut Goldschmidt machte 1975 sein Abitur an der Erweiterten Oberschule in Forst (Lausitz). 1982 schloss er sein Medizinstudium mit seiner Diplomarbeit „Die Diagnostik und Therapie der aplastischen Anämien“ an der Humboldt-Universität zu Berlin ab und erwarb seine Approbation als Arzt. 1984 verteidigte er seine Promotion zum Thema „Zur Klinik der autoimmunhämolytischen Anämien“. 1988 erlangte er seine Anerkennung zum Internisten und war bis 1990 als Facharzt an der Universitätsklinik für Innere Medizin der Charité Berlin tätig. 1991 erhielt er die Anerkennung der Teilgebietsbezeichnung Hämatologie und internistische Onkologie. Hartmut Goldschmidt habilitierte 1997 an der Ruprecht-Karls Universität in Heidelberg und war dort von 1999 bis 2005 als Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik V tätig. Von 2005 bis 2022 war Hartmut Goldschmidt Leiter der Sektion Multiples Myelom, Medizinische Klinik V, Universitätsklinikum und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. Seit Juni 2018 hat Goldschmidt eine W3 Stiftungsprofessur „Translationale Myelomforschung“ am Universitätsklinikum Heidelberg inne.

Hartmut Goldschmidt gründete 1996 die German-speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG) Studiengruppe und war von März 2021 bis März 2026 Präsident des Vereins GMMG e.V. In der GMMG wurden mehr als 5400 Myelompatienten in prospektiven Studien behandelt und neue Therapiestandards entwickelt.

Im Februar 2018 wurde Goldschmidt der Deutsche Krebspreis für klinische Krebsforschung verliehen. Im Oktober 2024 wurde er mit dem Hector-Forschungspreis Onkologie der H.W. & J. Hector Stiftung zu Weinheim für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der onkologischen Forschung geehrt. Im Juni 2026 erhielt er die Johann-Georg-Zimmermann-Medaille für sein außergewöhnliches Lebenswerk und seine Verdienste in der Erforschung und Bekämpfung des Multiplen Myeloms. Er ist Träger des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik.

Goldschmidt ist verheiratet und hat zwei Söhne. Sein jüngerer Bruder Jürgen Goldschmidt war zwischen 2006 und 2015 Bürgermeister von Forst.

Schriften (Auswahl)

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  • Goldschmidt, H., Cremer F. Das Multiple Myelom (Plasmozytom) – Diagnose und Therapie. Uni-Med Verlag AG, Bremen, London, Boston 2002 (1st Edition)
  • Goldschmidt, H., Merz, M. Das Multiple Myelom (Plasmozytom) – Diagnose und Therapie. Überarbeitete Neuauflage (2), Uni-Med Verlag AG, Bremen, London, Boston 2011 (2nd Edition)
  • Goldschmidt, H. Das Multiple Myelom – Diagnose und Therapie. Überarbeitete Neuauflage, (3) Uni-Med Verlag AG, Bremen, London, Boston 2023 (3rd Edition)
  • Moehler T., Goldschmidt, H. (Eds.) Multiple Myeloma, Series: Recent Results in Cancer Research, Vol. 183, Schlag, P.M., Senn H.-J. (Managing Eds.), Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2011

Einzelnachweise

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  1. ↑ Lebenslauf von Hartmut Goldschmidt. (PDF; 91 KB) Paul-Martini-Stiftung, 25. April 2003, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Dezember 2015; abgerufen am 24. August 2026.
  2. ↑ CV von Hartmut Goldschmidt. Universitätsklinikum Heidelberg, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Dezember 2015; abgerufen am 24. August 2026.