Münchener Rück
| Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0008430026 |
| Gründung | 3. April 1880 |
| Sitz | München, |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | 43.982 |
| Umsatz | 60,4 Mrd. Euro (2025)[2] |
| Branche | Rückversicherungen, Versicherungen, Vermögensverwaltung |
| Website | www.munichre.com |
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (tritt seit 2009 unter dem Markennamen Munich Re, zuvor Münchener Rück, auf) mit Sitz in München ist eine weltweit agierende deutsche Rückversicherungsgesellschaft. Sie gilt als einer der größten Rückversicherer der Welt.[3] Zur Gesellschaft gehört außerdem die Ergo Group, die das Erstversicherungsgeschäft betreibt.
Die Aktien der Gesellschaft sind an allen deutschen Wertpapierbörsen und im elektronischen Xetra-Handel notiert. Sie sind unter anderem Bestandteil des DAX, DivDAX und des Dow Jones Euro Stoxx 50.
Die Münchener Rück erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 gebuchte Bruttobeiträge von 60,4 Mrd. Euro und einen Konzernüberschuss von 6,1 Mrd. Euro[4]. Von den 43.982 Mitarbeitern[5] des Konzerns arbeiten 24.467 bei der Ergo Group und 16.515 in der Rückversicherung. 850 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen beim Vermögensverwalter MEAG.
Im Dezember 2025 verkündete das Unternehmen seine neue Mehrjahresstrategie Ambition 2030[6].
Hauptgebäude
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Hauptgebäude in der Königinstraße 107 entstand 1912/13 nach den Entwürfen der Architekten Oswald Eduard Bieber und Wilhelm Hollweck. Der von ionischen Säulen umstellte Eingangshof und die aufwendige Innenausstattung sollen den Anspruch des Unternehmens repräsentieren. Seit 1973 steht das von Jugendstil und Klassizismus geprägte Gebäude unter Denkmalschutz.[7] Seit 2025 bis voraussichtlich 2028 wird es einer umfassenden Renovierung unterzogen[8].

Geschichte
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1880 gründete Carl von Thieme, seit 1870 bayerischer Generalagent der Versicherungsgesellschaft Thuringia, bei der sein Vater als Direktor fungierte, mit Hilfe des Industriellen und Finanziers Theodor von Cramer-Klett und dessen Vertrauten, vor allem Wilhelm von Finck (Teilhaber des Bankhauses Merck Finck & Co) und Hermann Pemsel (seit 1872 Generalbevollmächtigter von Cramer-Klett), sowie der Darmstädter Bank für Handel und Industrie die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft.[9] 1890 folgte die Gründung der Allianz-Versicherungs-Aktiengesellschaft. Carl von Thieme leitete die Gesellschaft bis 1921, Wilhelm von Finck war bis 1924 Vorsitzender des Aufsichtsrates.
Viel Prestige erwarb die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft durch ihr Verhalten beim San-Francisco-Erdbeben von 1906, bei dem sie zunächst zurückhaltend, später sehr kulant die Schäden regulierte.[9]
Während der Zeit des Nationalsozialismus profitierte die Münchener Rück indirekt von der Verfolgung jüdischer Kunden, die gezwungen waren, Lebensversicherungen mit finanziellen Verlusten vorzeitig aufzulösen sowie Immobilien unter Marktwert zu veräußern.[10] Ab 1940 war das Unternehmen zudem über Rückversicherungen an Geschäften der Allianz mit der SS beteiligt: Die betreffenden Verträge versicherten Baracken und Betriebe in sieben Konzentrations- und Vernichtungslagern.[11] Der spätere Vorstandsvorsitzende Kurt Schmitt trat im Jahr 1933 der SS und NSDAP bei und diente zwischenzeitlich als Reichswirtschaftsminister im Kabinett Hitler.[12] Von 1938 bis Kriegsende war Schmitt Vorstandsvorsitzender der Münchener Rück. Mit Alois Alzheimer war ein weiteres Vorstandsmitglied in der NSDAP. Die übrigen vier Vorstandsmitglieder, die zum Zeitpunkt des Kriegsendes amtieren, waren nicht Mitglieder der NSDAP.[10]
In den 1970er Jahren baute Gerhard Berz den Bereich Elementargefahren auf, der später in GeoRisikoForschung umbenannt wurde und den Ruf eines weltweit führenden Instituts auf dem Gebiet der Georisiko-Forschung in der Versicherungswirtschaft erlangte.
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ist seit 2002 Gesellschafter bei der Extremus-Versicherung, einem deutschen Spezialversicherer für Großschäden durch Terrorismus.[13]
Seit 2009 tritt die Münchener Rück unter der Marke „Munich Re“ auf.[14][15] Der Namensbestandteil „Re“ ist eine Abkürzung des Begriffes „reinsurance“.
Im September 2018 übernahm Münchener Rück das Berliner IoT Sensorik-Startup Relayr für 300 Millionen US-Dollar.[16]
Die Münchener Rück und das Deutsche Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) gaben im Januar 2019 den Erwerb eines Gesellschaftsanteils des DFKI durch die Münchener Rück bekannt.[17] Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
Im Jahr 2025 zog sich Munich Re aus vier Klimaschutzinitiativen zurück. Als Grund dafür wird die Politik Donald Trumps verantwortlich gemacht.[18][19] Im April desselben Jahres hatte der Vorstandschef Joachim Wenning die USA unter Trump als Bedrohung für Europa bezeichnet.[20] Im Juli kündigte er seinen Rücktritt zum Jahresende 2025 an.[21]
Konzernüberblick
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Die Münchener-Rück-Gruppe ist zum einen in der Rückversicherung und zum anderen mit der Ergo-Gruppe in der Erstversicherung tätig. Darüber hinaus betreut die Munich Ergo Assetmanagement GmbH (MEAG) als Vermögensverwalter einen großen Teil der Kapitalanlagen des Unternehmens sowie Vermögen privater und institutioneller Investoren.
Rückversicherung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Münchener Rück übernimmt für weltweit rund 4.000 verschiedene Versicherungen Teile des Risikos und berät sie im Versicherungsgeschäft. Neben ihrem Stammsitz in München unterhält die Münchener Rück mehr als 50 Außenstellen. Rückversichert werden unter anderem Lebens-, Kranken-, Haftpflicht-, Unfall-, Kraftfahrt-, Transport/Luftfahrt/Raumfahrt-, Feuer- und technische Versicherungen. Im Jahr 2025 lagen die gebuchten Bruttobeiträge in der Sparte Rückversicherung bei rund 38,7 Mrd. Euro (2016: 31,5 Mrd. Euro).[4] Die Münchener Rück hält 16,27 Prozent Stimmrechtsanteile an der Nürnberger Versicherung.
Teilweise werden firmenintern Erstversicherungsunternehmen der Rückversicherungssparte zugeordnet, dies betrifft insbesondere Spezialversicherer. Diese fallen in den Zuständigkeitsbereich des Anfang 2023 neu eingeführten Vorstandsressorts „Global Specialty Insurance“ (GSI) und umfassen insbesondere die American Modern Insurance Group (AMIG), die Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company (HSB), Munich Re Specialty Insurance, Munich Re Syndicate und Aerospace und die Great Lakes Insurance (GLISE).[22]
- Münchener Rück
Ergo Group
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ergo Group bietet als Erstversicherer alle Formen der Lebens- und Krankenversicherung sowie die meisten Formen der Schadens- und Unfallversicherungen an. Die Ergo ist in mehr als 20 Ländern vertreten und betreut rund 35 Mio. Kunden. Zur Ergo Group gehören unter anderem die Versicherungs-Tochtergesellschaften DKV, ERGO Reiseversicherung sowie ERGO Next[23]. Mit gebuchten Bruttobeiträgen von rund 21,7 Milliarden Euro (2016: 17,4 Milliarden Euro)[4] ist die Ergo Group 2025 einer der größten Erstversicherer in Deutschland und Europa.
- Ergo
MEAG
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1999 gründeten die Münchener Rück und die Ergo Gruppe den Vermögensverwalter Munich Ergo Assetmanagement GmbH (MEAG). Die MEAG betreut weltweit Vermögen in Höhe von 368 Mrd. Euro (2025).[4]
Aktie und Anteilseigner
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgeteilt in rund 131 Millionen nennwertlose Namensaktien.[24] Der Streubesitz liegt bei 100 %. Die Zahl der im Aktienregister eingetragenen Aktionäre beträgt 366.000 (Stand: 31. Dezember 2025).[24] Private Anleger halten 24,1 % am Grundkapital und institutionelle Anleger 75,9 %. Nach einer Verdopplung des Anteils privater Anleger innerhalb von zehn Jahren seit 2010 (10,5 %), stabilisierte sich deren Anteil bei über 20 %.[24]
Die Aktionärsstruktur setzt sich wie folgt zusammen:[25]
| Anteil | Anteilseigner (Stand: 29.06.2026) |
|---|---|
| 8,21 % | BlackRock |
| 3,87 % | Goldman Sachs |
| 3,05 % | Amundi |
| 3,05 % | The Capital Group |
| 3,05 % | J.P. Morgan |
| 78,77 % | Übriger Streubesitz |
Die Aktionäre befinden sich hauptsächlich in Deutschland (44,2 %), dem Rest Kontinental-Europas (19,9 %), Nordamerika (18,5 %) und Großbritannien (16,5 %).[24]
Dividendenpolitik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Münchener Rück zählt zu den zuverlässigsten Dividenden-Zahlern unter den in Deutschland börsennotierten Unternehmen.[26] Die Gesellschaft gibt an, die Dividende jährlich steigern zu wollen, sie zumindest aber auf der Höhe des Vorjahres zu halten.[27] Tatsächlich hat die Münchener Rück seit 1970 keine Kürzung der Ausschüttung vorgenommen oder diese ausgesetzt.[28] Selbst in Jahren mit Gewinnrückgängen wurde die Dividende im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten.[29][30] In den vergangenen zehn Jahren wurde die Ausschüttung acht Mal angehoben und zwei Mal konstant gehalten.[31] Aufgrund der über die Jahre konstant überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite ist die Aktie der Münchener Rück seit September 2005 bis heute ununterbrochen im DivDAX vertreten.[32]
Geschäftszahlen für den Konzern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gebuchte Bruttobeiträge (Mrd. Euro) | 38,2 | 37,4 | 37,3 | 37,8 | 41,4 | 45,5 | 49,6 | 52,0 | 51,1 | 48,8 | 50,4 | 48,9 | 49,1 | 49,1 | 51,5 | 54,9 | 59,6 | 67,1 | 57,9 | 60,8 | 60,4 |
| Operatives Ergebnis (Mio. Euro) | 4.156 | 5.877 | 5.573 | 3.834 | 4.721 | 3.978 | 1.180 | 5.350 | 4.409 | 4.027 | 4.819 | 4.025 | 1.241 | 3.725 | 3.430 | 1.986 | 3.517 | 3.582 | 5.702 | 7.998 | 8.876 |
| Ertragsteuern (Mio. Euro) | 1.014 | 1.648 | 801 | 1.372 | 1.264 | 692 | 552 | −878 | −108 | 312 | −476 | −760 | 298 | −576 | −483 | −269 | −552 | −580 | −936 | -2.100 | -2.507 |
| Konzernergebnis (Mio. Euro) | 2.751 | 3.519 | 3.923 | 1.579 | 2.564 | 2.430 | 712 | 3.211 | 3.342 | 3.171 | 3.122 | 2.581 | 392 | 2.275 | 2.707 | 1.211 | 2.932 | 3.419 | 4.597 | 5.690 | 6.121 |
| Kapitalanlagen (Mrd. Euro) | 177,2 | 176,9 | 176,2 | 174,9 | 182,2 | 193,1 | 201,7 | 213,8 | 209,5 | 218,9 | 215,1 | 219,4 | 217,6 | 216,9 | 228,8 | 233,0 | 240,3 | 219,8 | 218,5 | 230,7 | 222,7 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen (Mrd. Euro) | 154,0 | 153,9 | 152,4 | 157,2 | 163,9 | 171,1 | 181,2 | 186,1 | 187,7 | 198,4 | 198,5 | 202,2 | 205,8 | 208,3 | 217,9 | 221,5 | 234,0 | 232,5 | 72,4 | 76,4 | 73,5 |
| Eigenkapital (Mrd. Euro) | 24,3 | 26,3 | 25,3 | 21,1 | 22,3 | 23,0 | 23,3 | 27,4 | 26,2 | 30,3 | 31,0 | 31,8 | 28,2 | 26,5 | 30,6 | 30,0 | 30,9 | 21,2 | 29,8 | 33,0 | 33,0 |
| Eigenkapitalrendite (%) | 12,5 | 14,1 | 15,3 | 7,0 | 11,8 | 10,4 | 3,3 | 12,6 | 12,5 | 11,3 | 10,0 | 8,1 | 1,3 | 8,4 | 11,7 | 5,3 | 12,6 | 13,5 | 15,8 | 18,2 | 18,3 |
| Mitarbeiter am 31. Dezember (Anzahl) | 37.953 | 37.210 | 38.634 | 44.209 | 47.249 | 46.915 | 47.206 | 45.437 | 44.665 | 43.316 | 43.554 | 43.428 | 42.410 | 41.410 | 39.662 | 39.642 | 39.281 | 41.389 | 42.812 | 43.584 | 43.982 |
| Dividende (Euro je Aktie) | 3,10 | 4,50 | 5,50 | 5,50 | 5,75 | 6,25 | 6,25 | 7,00 | 7,25 | 7,75 | 8,25 | 8,60 | 8,60 | 9,25 | 9,80 | 9,80 | 11,00 | 11,60 | 15,00 | 20,00 | 24,00 |
Generaldirektoren/Vorstandsvorsitzende
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Amtszeit | Name |
|---|---|
| 1880–1922 | Carl von Thieme |
| 1922–1938 | Wilhelm Kißkalt |
| 1938–1945 | Kurt Schmitt |
| 1945–1950 | Eberhard Reininghaus |
| 1950–1969 | Alois Alzheimer |
| 1969–1993 | Horst Jannott |
| 1993–2004 | Hans-Jürgen Schinzler |
| 2004–2017 | Nikolaus von Bomhard |
| 2017–2025 | Joachim Wenning[33] |
| 2026– | Christoph Jurecka |
Munich Re Art Collection
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Geschichte der Munich Re Art Collection[34][35][36] beginnt mit der Firmengründung durch Carl von Thieme, der für die Ausgestaltung des 1912/13 neu errichteten Unternehmenssitzes an der Königinstraße in München Künstler wie Reinhold Max Eichler und Fritz Erler beauftragte.[37][38] Die von Beginn an auf zeitgenössische Kunst ausgerichtete Sammlung wurde im Lauf der Jahrzehnte sukzessive mit Werken bedeutender Künstler erweitert. Dazu gehören beispielsweise Werke von Rudolf Belling[39], Barbara Hepworth[40], Rupprecht Geiger[41] („Konkav gerundet“, 1973), Norbert Kricke[42] und Joseph Beuys.[43]
Ab Mitte der 1990er-Jahre wurde die Sammlungstätigkeit intensiviert. Seit 1995 steht der Walking Man von Jonathan Borofsky vor einem Geschäftsgebäude der Münchener Rück an der Leopoldstraße. Er ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen Münchens geworden. Im öffentlichen Raum finden sich aus der Munich Re Art Collection auch Skulpturen und Installationen von Künstlern wie Ólafur Elíasson[44] und Roxy Paine[44].
Für das weitverzweigte Netz aus unterirdischen Passagen, welche die Gebäude des Unternehmens in München-Schwabing miteinander verbinden, haben Künstler wie Angela Bulloch[45] und Keith Sonnier[46][47] Lichtinstallationen entworfen.
Die heute über 3.000 Werke umfassende Sammlung wird stetig erweitert und in den Münchener Geschäftsgebäuden des Unternehmens präsentiert.[35] Auch Mitarbeiter können sich Kunstwerke aus der Sammlung für ihr Büro ausleihen. Neben international bekannten Künstlern wie Jenny Holzer[48], Olaf Metzel[49], Andy Hope 1930[50], Wolfgang Tillmans[51] und Katharina Gaenssler[52] werden auch Arbeiten von Nachwuchskünstlern für die Sammlung erworben. Im Geschäftsgebäude an der Berliner Straße, das vom Architekturbüro Sauerbruch Hutton entworfen wurde, finden in regelmäßigen Abständen Wechselausstellungen zur zeitgenössischen Kunst statt.[53]
- Jonathan Borofsky: „Walking Man“ (1995)
- Rupprecht Geiger: „Konkav gerundet“ (1973)
- Roxy Paine: „Discrepancy“ (2011)
Investments
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Oktober 2019 investierte Munich Re 250 Millionen US-Dollar in NEXT Insurance Inc. in einer Finanzierungsrunde, die den Versicherungsanbieter für kleine Unternehmen auf mehr als 1 Milliarde US-Dollar bewertete.[54]
Im Oktober 2022 erwarb Munich RE die API Business Operations Plattform apinity[55][56] von der Allianz Gruppe. Die beiden Parteien gaben den Betrag nicht bekannt.
Die Kapitalanlagen der Munich Re sind ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells und dienen vor allem der Bedeckung versicherungstechnischer Verpflichtungen. Auf Gruppenebene fungiert Group Investment Management als Asset Owner und verantwortet die strategische Ausrichtung der Kapitalanlagen, einschließlich der Festlegung von Anlagegrundsätzen, Risikobudgets sowie der Steuerung im Rahmen des Asset-Liability-Managements.[4]
Die operative Umsetzung der Anlagestrategie erfolgt überwiegend durch die konzerneigene Vermögensverwaltung MEAG, die einen Großteil der Kapitalanlagen der Gruppe verwaltet und daneben auch Mandate institutioneller externer Investoren betreut. Das Kapitalanlageportfolio der Gruppe erreicht ein Volumen von über 200 Mrd. EUR und ist über verschiedene Anlageklassen diversifiziert. Ein wesentlicher Anteil entfällt traditionell auf festverzinsliche Wertpapiere; ergänzt wird das Portfolio unter anderem durch Anlagen in Aktien, Immobilien und andere alternative Investments wie Infrastruktur- oder Forstinvestments.[4]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johannes Bähr, Christopher Kopper: Munich Re. Die Geschichte der Münchener Rück 1880–1980. Verlag C.H. Beck, München 2015,[57] ISBN 978-3-406-68361-9.
- Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Hg.): Talking Images. Munich Re Art Collection, München 2012.
- Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Hg.): Münchener Rück. Bauen und Gestalten, München 1993.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website der Munich Re
- Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zu Münchener Rück in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Impressum | Munich Re. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Geschäftsbericht 2025. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Top 50 Global Reinsurance Groups - Reinsurance News. Abgerufen am 2. April 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 5 6 7 Annual report 2025 | Munich Re. Abgerufen am 29. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Annual Report 2025. Munich Re, archiviert vom am 29. Juni 2022; abgerufen am 2. April 2026 (Dokumentation der Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Personalentwicklung, Diversität und Arbeitsbedingungen.).
- ↑ Neue Mehrjahresstrategie „Ambition 2030“: Munich Re zielt auf weiter steigende Gewinne und hohe Gewinnbeteiligung der Aktionäre | Munich Re. Abgerufen am 29. Juni 2026.
- ↑ BauNetz: Energetisch - Verwaltungsgebäude in München von Baumschlager & Eberle umgebaut. 7. Mai 2002, abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Munich Re erneuert Prestigebau und Arbeitsstrukturen. In: Versicherungswirtschaft-heute. 21. April 2025, abgerufen am 29. Juni 2026 (deutsch).
- 1 2 Reinhard Spree: Two Chapters on early history of the Munich Reinsurance Company: The Foundation / The San Francisco Earthquake. Januar 2010, abgerufen am 2. April 2026 (englisch).
- 1 2 Zäsur 2: Münchener Rück in der NS-Zeit (1933 bis 1945). Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Johannes Bähr, Christopher Kopper: Munich Re – The Company History 1880–1980. C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-69823-1, S. 227.
- ↑ Deutsche Biographie: Schmitt, Kurt - Deutsche Biographie. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ 16 deutsche Versicherer gründen im Jahr 2002 den Spezialversicherer EXTREMUS. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Bernhard Bocquel: Die Münchener Rück kommt nur noch englisch daher. Bocquel-News, 11. Dezember 2014, abgerufen am 2. April 2026 (Bericht über die Einführung von Englisch als alleiniger Konzernsprache bei der Munich Re.).
- ↑ münchener rückversicherungsGesellschaft Hauptversammlung 2010. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Pressemitteilung: Munich Re setzt auf digitale Transformation. Munich Re, 4. September 2018, archiviert vom am 18. August 2019; abgerufen am 2. April 2026 (Offizielle Bekanntmachung zu strategischen Partnerschaften und technologischen Innovationen im Rückversicherungsgeschäft.).
- ↑ Munich Re neuer DFKI-Gesellschafter. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Globale Investorenbündnisse ade: So erklärt Munich Re den Austritt aus vier Klimainitiativen. tagesspiegel.de, 11. Juni 2025, abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Munich Re verlässt Klimainitiativen. sueddeutsche.de, 10. Juni 2025, abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ München: Deutliche Worte an Trump - Munich Re-Chef: USA zählt zu größten Widersachern Europas. t-online.de, 30. April 2025, abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Rückversicherung: Munich Re-Chef Wenning geht. sueddeutsche.de, 23. Juli 2025, abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Munich Re schafft neues Vorstandsressort. In: Versicherungswirtschaft-heute. 15. Dezember 2022, abgerufen am 2. April 2026 (deutsch).
- ↑ ERGO NEXT Insurance. Abgerufen am 29. August 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 Münchener Rückversicherung: Die Aktie. In: munichre.com. 31. Dezember 2025, abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Stimmrechtsmitteilungen | Munich Re. Abgerufen am 29. Juni 2026.
- ↑ Daniel Eckert: Zinstief: Das Geheimnis der ewigen Dividende. 15. November 2014 (welt.de [abgerufen am 2. April 2026]).
- ↑ Aktionärsbrief | Munich Re. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Häufig gestellte Fragen - Aktie | Munich Re. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Münchener Rück beklagt Rekordschäden: Gewinn weggefegt, doch die Dividende steht. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Dividenden-Könige: Diese Papiere zahlen jährlich hohe Ausschüttungen. FOCUS Online, 20. Januar 2019, archiviert vom am 20. Januar 2019; abgerufen am 2. April 2026 (Analyse der Munich Re als stabilen Dividendenwert mit kontinuierlichen Ausschüttungen über Jahrzehnte.).
- ↑ Dividende im Überblick. In: munichre.com. 2022, abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Historical Index Compositions of the DAX. (PDF; 0,5 MB) Deutsche Börse AG, 18. März 2019, archiviert vom am 7. April 2019; abgerufen am 2. April 2026 (Offizielle historische Auflistung der DAX-Zusammensetzung seit der Index-Einführung 1988.).
- ↑ Lebenslauf: Dr. rer. pol. Joachim Wenning. Munich Re, archiviert vom am 27. April 2017; abgerufen am 2. April 2026 (Offizielle Vita des Vorstandsvorsitzenden zum Zeitpunkt seiner Ernennung am 27. April 2017.).
- ↑ Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Hrsg.): Münchener Rück. Bauen und Gestalten. München 1993.
- 1 2 Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Hrsg.): Talking Images. Munich Re Art Collection. München 2012.
- ↑ Die Kunstsammlung der Munich Re: Engagement für zeitgenössische Kunst. Munich Re, archiviert vom am 30. Juli 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Dokumentation der Munich Re Art Collection und deren Bedeutung für die Unternehmenskultur am Standort München.).
- ↑ Enno Burmeister: Königinstraße 107. In: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Hrsg.): Münchener Rück. Bauen und Gestalten. München 1993, S. 20–67.
- ↑ Heidi C. Ebertshäuser, Beate Menke: Rudolf Belling und Fritz Erler: Beispiele künstlerischer Strömungen in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Hrsg.): Münchener Rück. Bauen und Gestalten. München 1993, S. 282–299.
- ↑ Künstler der Sammlung: Rudolf Belling. Munich Re, archiviert vom am 23. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Dokumentation des Werkes „Dreiklang“ (1919/1924) von Rudolf Belling in der Konzernzentrale der Munich Re.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Barbara Hepworth. Munich Re, archiviert vom am 22. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der Werke der britischen Bildhauerin Barbara Hepworth in der internationalen Kunstsammlung der Munich Re.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Rupprecht Geiger. Munich Re, archiviert vom am 23. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der Werke von Rupprecht Geiger in der Kunstsammlung der Munich Re, die insbesondere für seine großformatigen Farbfeldmalereien bekannt sind.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Norbert Kricke. Munich Re, archiviert vom am 23. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der Raumplastiken von Norbert Kricke in der Kunstsammlung der Munich Re, die seine charakteristischen Linienstrukturen aus Metall zeigen.).
- ↑ Otto Herbert Hajek: Aufgaben der Kunst im öffentlichen Raum – Kunst in der Münchener Rück. In: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Hrsg.): Münchener Rück. Bauen und Gestalten. München 1993, S. 192–231.
- 1 2 Künstlerindex der Munich Re Art Collection. Munich Re, archiviert vom am 2. April 2019; abgerufen am 2. April 2026 (Vollständiges Verzeichnis der in der Sammlung vertretenen Künstlerinnen und Künstler zum Stand April 2019.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Angela Bulloch. Munich Re, archiviert vom am 23. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der Werke der Installationskünstlerin Angela Bulloch in der Munich Re Art Collection.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Keith Sonnier. Munich Re, archiviert vom am 1. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der Lichtinstallationen des US-amerikanischen Künstlers Keith Sonnier, insbesondere des Projekts „Lightway“ im Verbindungstunnelsystem der Munich Re in München.).
- ↑ Künstler der Sammlung: James Turrell. Munich Re, archiviert vom am 23. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der Lichtinstallationen von James Turrell in der Sammlung der Munich Re, die Architektur und Lichtwahrnehmung thematisieren.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Jenny Holzer. Munich Re, archiviert vom am 23. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der konzeptuellen Textarbeiten und Installationen von Jenny Holzer in der Kunstsammlung der Munich Re.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Olaf Metzel. Munich Re, archiviert vom am 22. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der Werke des deutschen Bildhauers Olaf Metzel in der Kunstsammlung der Munich Re.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Andy Hope 1930. Munich Re, archiviert vom am 23. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der Werke des deutschen Künstlers Andy Hope 1930 in der Kunstsammlung der Munich Re.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Wolfgang Tillmans. Munich Re, archiviert vom am 23. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der fotografischen Arbeiten von Wolfgang Tillmans in der Munich Re Art Collection.).
- ↑ Künstler der Sammlung: Katharina Gaenssler. Munich Re, archiviert vom am 22. Dezember 2016; abgerufen am 2. April 2026 (Nachweis der fotografischen und raumgreifenden Arbeiten von Katharina Gaenssler in der Kunstsammlung der Munich Re.).
- ↑ Kunstprojekte der Munich Re. Munich Re, archiviert vom am 29. Juli 2015; abgerufen am 2. April 2026 (Dokumentation der ortsspezifischen Kunstprojekte und der Integration von Kunst in die Architektur der Konzerngebäude.).
- ↑ Yuliya Chernova: Next Insurance Raises $250 Million From Munich Re. In: Wall Street Journal. 7. Oktober 2019, ISSN 0099-9660 (wsj.com [abgerufen am 2. April 2026]).
- ↑ Munich Re übernimmt Insurtech Apinity von der Allianz. Abgerufen am 2. April 2026.
- ↑ Munich Re buys API-focused insurtech | Munich Re. Abgerufen am 2. April 2026 (englisch).
- ↑ Rezension. Abgerufen am 2. April 2026.
Koordinaten: 48° 9′ 22,3″ N, 11° 35′ 18,4″ O
