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Maidie Norman

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Maidie Norman (1951, Fotograf: Carl Van Vechten)

Maidie Norman (* 16. Oktober 1912 in Villa Rica, Georgia als Maidie Ruth Gamble; † 2. Mai 1998 in San Jose, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Universitätsdozentin.

Norman wuchs in Lima, Ohio auf, wo sie bereits in ihrer Jugend an Shakespeare-Theaterproduktionen mitwirkte. Sie schloss einen Master in Speech und Drama an der Columbia University ab.[1][2] In den 1940er-Jahren spielte sie Theater am Actors' Laboratory Theatre in Los Angeles,[2] zudem hatte sie Auftritte in bekannte Radioserien wie Amos 'n' Andy und The Jack Benny Program.[1] 1947 gab sie ihr Filmdebüt in dem B-Movie-Rassismusdrama Ku Klux Klan – Banditen in Maske.

Norman spielte bald darauf in Filmen an der Seite von Weltstars wie Ginger Rogers, William Holden, Dean Martin, Barbara Stanwyck und Dorothy Lamour, blieb aber oftmals auf kleinere bis mittlere Nebenrollen beschränkt. Eine Ausnahme war das Drama Stadt in Aufruhr, in dem sie eine der Hauptrollen als Mutter eines Mädchens hat, das auf dem Weg zur Schule in einen verdeckten Brunnenschacht fällt. Einen ihrer bekanntesten Filmauftritte hatte Norman im Jahr 1962 neben Bette Davis und Joan Crawford als deren Haushälterin Elvira Stitt im Horrorfilm Was geschah wirklich mit Baby Jane?. Ihren letzten Kinoauftritt hatte sie 1983 als Krankenschwester in Halloween 3.

Ab den 1960er-Jahren stand sie fast ausschließlich für Fernsehserien wie Perry Mason, Daktari, Die Straßen von San Francisco, Unsere kleine Farm oder Roots – Die nächsten Generationen vor der Kamera. Ein Grund war, dass sie die Rollen für schwarze Schauspieler dort ansprechender als beim Kino fand.[2] Ende der 1980er Jahre zog sie sich von der Schauspielerei zurück, insgesamt umfasst ihr filmisches Schaffen über 115 Film- und Fernsehproduktionen. Neben ihrer eigentlichen Schauspiellaufbahn hatte sie ab den 1960er-Jahren eine zweite Karriere als Hochschuldozentin, sie unterrichtete Kurse über afroamerikanisches Theater an renommierten Institutionen wie der Stanford University und der University of California, Los Angeles.[2]

Ähnlich wie fast alle schwarze Schauspieler ihrer Zeit blieb Norman in Hollywood lange vor allem auf Nebenrollen als Bedienstete von weißen Personen beschränkt. Sie setzte sich aber für vielfältigere Rollen für schwarze Schauspieler ein, was im späteren Verlauf ihrer Schauspielkarriere auch zunehmend der Fall wurde.[3] Teilweise, so auch im Fall von Was geschah wirklich mit Baby Jane?, setzte sie durch, ihre Dialoge umschreiben zu können, um stereotypische Elemente aus ihren Figuren zu nehmen.[4]

Maidie Norman war zweimal verheiratet und hatte einen Sohn. Sie starb 1998 an Lungenkrebs.[4]

Filmografie (Auswahl)

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Kino

Fernsehen

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Maidie Norman. In: Find A Grave. Abgerufen am 6. Juni 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 Maidie Norman. In: Regenerationblackcinema. Abgerufen am 6. Juni 2026.
  3. ↑ Los Angeles Times: FILM, TV ACTRESS MAIDIE NORMAN DIES. In: The Washington Post. 10. Mai 1998, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 6. Juni 2026]).
  4. 1 2 The Associated Press: Maidie Norman, 85, Maid in 'Baby Jane'. In: The New York Times. 12. Mai 1998, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 6. Juni 2026]).