Meena Alexander

Meena Alexander (Hindi मीना अलेक्ज़ेंडर; * 17. Februar 1951 in Allahabad; † 21. November 2018 in New York) war eine indisch-US-amerikanische Dichterin, Schriftstellerin, Essayistin und Literaturwissenschaftlerin, deren Werk sich mit Migration, Erinnerung, Trauma, Feminismus, Postkolonialismus und Zugehörigkeit auseinandersetzte.[1]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alexander wurde in Allahabad geboren und wuchs in Kerala sowie in Khartum im Sudan auf.[2] Sie reiste mit fünf Jahren mit ihrer Mutter von Indien in den Sudan.[3] Sie erwarb an der Universität Khartum einen Bachelorabschluss in Französisch und Englisch und promovierte an der University of Nottingham in England.[2] Später lehrte sie an der University of Delhi, der University of Hyderabad, der Columbia University und schließlich als Distinguished Professor of English am Hunter College und am Graduate Center der City University of New York.[4] Alexander war mit dem Historiker David Lelyveld verheiratet und hatte zwei Kinder.[4] Sie starb im Alter von 67 Jahren in Manhattan an einem Endometriumkarzinom vom serösen Typ.[1]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alexanders Veröffentlichungen umfassen zahlreiche Gedichtbände, zwei Romane, Essays, literaturwissenschaftliche Arbeiten und die Memoiren Fault Lines, die 1993 erschienen und 2003 erweitert neu herausgegeben wurden.[5] Ihre Lyrik umfasste die Bände Stone Roots, House of a Thousand Doors, Illiterate Heart, Raw Silk, Quickly Changing River, Birthplace with Buried Stones und Atmospheric Embroidery.[6] Für Illiterate Heart erhielt sie 2002 den PEN Open Book Award.[6] Die Academy of American Poets nennt als wichtiges Anliegen ihrer Gedichte Exil und Identität; ihre Arbeiten wurde in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Malayalam, Hindi, Arabisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Deutsch und Schwedisch.[2] In ihren Prosawerken veröffentlichte sie die Romane Nampally Road und Manhattan Music, den Essayband The Shock of Arrival: Reflections on Postcolonial Experience sowie literaturwissenschaftliche Studien wie Women in Romanticism: Mary Wollstonecraft, Dorothy Wordsworth and Mary Shelley und The Poetic Self: Towards a Phenomenology of Romanticism.[5] Ihre Memoiren Fault Lines von Publishers Weekly wurden zu den besten Büchern des Jahres 1993 gezählt und ihre Arbeiten berührten neben Identitätsfragen auch politische Themen.[7] Ihre Schreibweise war häufig autobiografisch geprägt und bezog sich thematisch auf Feminismus, Migration, Trauma, Erinnerung und Identität.[8] Nennenswert sind zudem transnationale Migration, Südasien, Global Feminism, Kosmopolitismus, autobiografisches Schreiben, Erinnerung und Identität als Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre.[9] Alexanders Werk war Gegenstand des Sammelbandes Passage to Manhattan: Critical Essays on Meena Alexander und wurde dort als Kombination aus westlich-romantischer Lyrik und Traditionen der Bhakti- und Sufi-Dichtung beschrieben.[1] 2009 erhielt sie den Distinguished Achievement Award in Literature der South Asian Literary Association, und 2014 wurde sie National Fellow am Indian Institute of Advanced Study in Shimla.[6]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Meena Alexander, Poet Who Wrote of Dislocation, Dies at 67. In: The New York Times. 26. November 2018, abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
- 1 2 3 About Meena Alexander. In: Academy of American Poets. Abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Biography - Meena Alexander. In: Meena Alexander – CUNY Academic Commons. Abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
- 1 2 'The Angels Will Call on Me' – Meena Alexander, Indian-American Poet, Dies at 67. In: The Wire. 22. November 2018, abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
- 1 2 Meena Alexander. In: Poetry Foundation. Abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
- 1 2 3 Poet, essayist Meena Alexander dies at 67. In: Scroll.in. 22. November 2018, abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
- ↑ 'Memory is all you have'. In: The Indian Express. 23. November 2018, abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
- ↑ GC Mourns the Loss of Professor Meena Alexander. In: CUNY Graduate Center. 26. November 2018, abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
- ↑ In Memoriam: Meena Alexander. In: Roosevelt House Public Policy Institute at Hunter College. Abgerufen am 12. Juni 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Alexander, Meena |
| KURZBESCHREIBUNG | indisch-US-amerikanische Dichterin, Schriftstellerin, Essayistin und Literaturwissenschaftlerin |
| GEBURTSDATUM | 17. Februar 1951 |
| GEBURTSORT | Allahabad |
| STERBEDATUM | 21. November 2018 |
| STERBEORT | New York |