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Otto Mitlacher

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General

Otto Mitlacher (* 12. April 1907 in Wien; † 24. Dezember 1986 ebenda) war ein österreichischer Offizier, der sowohl im Bundesheer der Ersten und Zweiten Republik als auch in der deutschen Wehrmacht diente. Zuletzt bekleidete er den Rang eines Generals der Infanterie im österreichischen Bundesheer.

Herkunft und Ausbildung

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Otto Mitlacher wurde 1907 in Wien als Sohn des späteren Generalmajors Alfred Mitlacher geboren. Nach dem Besuch einer Realschule legte er dort 1924 die Reifeprüfung ab. Anschließend absolvierte er ein sechssemestriges Studium an der Technischen Hochschule Graz. Aus wirtschaftlichen Gründen musste er das Studium vorzeitig beenden und war in der Folge als Angestellter bei einem Großunternehmen in Graz tätig.

Militärische Laufbahn bis 1945

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Im März 1929 trat Mitlacher freiwillig in das Bundesherr der Ersten Republik in Graz ein. Nach seiner Offiziersausbildung wurde er am 24. September 1933 in der Wiener Hofburg als Fähnrich ausgemustert und am 2. Januar 1934 zum Leutnant befördert. Im Jahr 1937 folgte seine Übernahme in die deutsche Wehrmacht im Rang eines Oberleutnants. Nach der Generalstabsausbildung wurde er 1938 zum Hauptmann im Generalstab ernannt. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam Mitlacher 1939 als Dritter Generalstabsoffizier (Ic), zuständig für Feindaufklärung und Abwehr, während des Polenfeldzugs in Galizien sowie an der Westfront zum Einsatz. Zwischen 1940 und 1942 diente er als Zweiter Generalstabsoffizier (Ib) im Bereich der Versorgung. In dieser Verwendung wurde er 1941 zum Major im Generalstab befördert. Von 1942 bis 1944 fungierte er als Erster Generalstabsoffizier (Ia) und war damit für die Operationsführung verantwortlich, ab 1943 in der 302. Infanterie-Division. Am 1. Mai 1943 erhielt er die Beförderung zum Oberstleutnant im Generalstab. Im Jahr 1944 wurde er zum Oberquartiermeister der neu aufgestellten 6. Armee ernannt.

Nachkriegszeit und Zweites Bundesheer

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Mitlacher im Jahr 1945 zunächst als Konsulent bei der Kärntner Landesregierung tätig. Von 1946 bis 1955 arbeitete er im Bundesministerium für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung. Mit der Wiederaufstellung des österreichischen Bundesheeres nach Abschluss des Staatsvertrages wurde Mitlacher 1955 im Rang eines Obersts des höheren militärischen Dienstes (dhmD) übernommen. Im Jahr 1957 stieg er zum Leiter der Sektion III im Bundesministerium für Landesverteidigung auf. Ein Jahr später, 1958, wurde er zum Mitglied des Landesverteidigungsrates ernannt. In den folgenden Jahren folgten die Beförderungen zum Generalmajor (1959) und zum General der Infanterie (1962). Im Jahr 1966 trat Mitlacher in den dauernden Ruhestand.

Militärische Beförderungen

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  • 1929: Eintritt als freiwilliger Rekrut (Österreichisches Bundesheer der Ersten Republik)[1]
  • 1933: Fähnrich (Ausmusterung an der Wiener Hofburg)[2]
  • 1934: Leutnant (Bundesheer der Ersten Republik)[3]
  • 1937: Oberleutnant (Übernahme in die Deutsche Wehrmacht)[4]
  • 1938: Hauptmann im Generalstab (Deutsche Wehrmacht)[5]
  • 1941: Major im Generalstab (Deutsche Wehrmacht)[6]
  • 1943: Oberstleutnant i. G. (Deutsche Wehrmacht)[7]
  • 1955: Oberst des höheren militärischen Dienstes (Wiedereintritt in das Bundesheer der Zweiten Republik)[8]
  • 1957: Generalmajor (Ernennung im Zuge der Berufung zum Sektionsleiter im BMLV)[9]
  • 1962: General der Infanterie (höchster aktiver Dienstgrad vor dem Ruhestand)[10]

Tod und Vermächtnis

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Otto Mitlacher verstarb am 24. Dezember 1986 in seiner Geburtsstadt Wien. Sein militärischer Nachlass wird im Kriegsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs verwahrt.[11]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA): AT-OeStA/KA NL 1384 (B) MITLACHER, Otto, 1907.04.12-1986.12.24 (Bestand), Nachlass-Bestandsverzeichnis des Kriegsarchivs.
  2. ↑ Siehe Bestandsverzeichnis des Kriegsarchivs (AT-OeStA/KA NL 1384).
  3. ↑ Siehe Bestandsverzeichnis des Kriegsarchivs (AT-OeStA/KA NL 1384).
  4. ↑ Siehe Bestandsverzeichnis des Kriegsarchivs (AT-OeStA/KA NL 1384).
  5. ↑ Siehe Bestandsverzeichnis des Kriegsarchivs (AT-OeStA/KA NL 1384).
  6. ↑ Siehe Bestandsverzeichnis des Kriegsarchivs (AT-OeStA/KA NL 1384).
  7. ↑ Siehe Bestandsverzeichnis des Kriegsarchivs (AT-OeStA/KA NL 1384).
  8. ↑ Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV): Die Generale des Österreichischen Bundesheeres der Zweiten Republik, S. 9.
  9. ↑ Vgl. Liste der Sektionsleiter (Sektion III)
  10. ↑ Siehe Bestandsverzeichnis des Kriegsarchivs (AT-OeStA/KA NL 1384).
  11. ↑ Eintrag zu MITLACHER, Otto im Archivinformationssystem des Österreichischen Staatsarchivs, Signatur: AT-OeStA/KA NL 1384 (B), abgerufen am 2. Oktober 2026 (Online-Verzeichnis).