Peter de Caluwe
Peter de Caluwe (geboren am 23. April 1963 in Dendermonde) ist ein belgischer Dramaturg und Intendant.[1]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Er studierte Literatur- und Theaterwissenschaft an den Universitäten Gent, Brüssel und Antwerpen. 1986 wurde er auf Einladung von Gerard Mortier Dramaturg am Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel und wechselte 1989 an die Nederlandse Opera Amsterdam unter Pierre Audi und Truze Lodder. Hier war er zunächst als Leiter der Innen- und Außenbeziehungen, ab 1994 als Casting Direktor, danach als künstlerischer Direktor tätig und zeichnete ab 1998 gemeinsam mit Pierre Audi für das künstlerische Profil der Oper verantwortlich.[2][3]
Peter de Caluwe wurde 2007 Generaldirektor bzw. Intendant des Théâtre Royal de la Monnaie, das unter seiner Leitung 2011 von der Zeitschrift Opernwelt zum „Theater des Jahres“ gewählt wurde. Im selben Jahr kürten ihn der Klassiksender Radio Klara und das Muziekcentrum Vlaanderen zur Musikerpersönlichkeit des Jahres. Es folgten die Ernennung zum „Manager des Jahres“ (2013) durch die Vlaamse Vereniging voor Bestuur en Beleid, die Auszeichnung mit dem Lobby Magazin Award als „Leader of the Year“ (2014) und die Verleihung des Ehrendoktortitels durch die Université Libre de Bruxelles (2014).[2] 2017 wurde der Vertrag von Intendant Peter de Caluwe am Théâtre Royal de la Monnaie noch einmal von 2019 bis 2025 verlängert.[4]
Zu herausragenden Produktionen in der 18-jährigen Ära unter de Caluwe zählten u. a. Le Grand Macabre von György Ligeti (2009) mit Leo Hussain (Dirigent) und La Fura dels Baus (Regie), Mozarts Mitridate (2016) mit Christophe Rousset und der Nachwuchsplattform „Le Lab“, die Uraufführung The Time of Our Singing von Kris Defoort (2021) mit Kwamé Ryan und Ted Huffman, Les Huguenots von Giacomo Meyerbeer (2022) mit Marc Minkowski und Olivier Py sowie die Monteverdi-Trilogie I grotteschi (2025) mit Leonardo García Alarcón und Rafael R. Villalobos.[5] Im letzten Jahr unter de Caluwe wurde das Theater mit dem Oper! Award als „Bestes Opernhaus“ ausgezeichnet.[6]
Wie im September 2026 bekannt wurde, wird Peter de Caluwe im Oktober 2027 die Intendanz der Salzburger Festspiele übernehmen.[7][8]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stéphane Renard: Peter de Caluwe. Opéra. Passion(s) et controverse(s). Racine, 2019, ISBN 978-2-39025-093-7 (128 S.).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Salzburger Festspiele: De Caluwe kommt, Hammer bleibt. In: Salzburger Nachrichten. 18. September 2026, abgerufen am 18. September 2026.
- 1 2 Peter de Caluwe. In: Staatsoper Stuttgart. Abgerufen am 18. September 2026.
- ↑ Peter de Caluwe. In: RTBF. 18. März 2015, abgerufen am 18. September 2026 (französisch).
- ↑ Jean-Marie Binst: Intendant Peter De Caluwe naar derde termijn in De Munt. In: Bruzz. 5. April 2017, abgerufen am 18. September 2026 (niederländisch).
- ↑ Peter de Caluwe neemt afscheid van De Munt: “Ik word weleens een provocateur genoemd. Dat vind ik een compliment”. In: De Standaard. 30. Mai 2025, abgerufen am 18. September 2026 (niederländisch).
- ↑ OPER! Awards 2025 – La Monnaie crowned Best Opera House of the Year. In: lamonnaiedemunt.de. 21. Februar 2025, abgerufen am 18. September 2026 (englisch).
- ↑ Peter de Caluwe wird neuer Festspielintendant. In: ORF. 16. September 2026, abgerufen am 18. September 2026.
- ↑ Larissa Schütz: Peter de Caluwe: Führt er die Salzburger Festspiele aus der Krise? In: BR Klassik. 17. September 2026, abgerufen am 18. September 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | De Caluwe, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | belgischer Dramaturg und Intendant |
| GEBURTSDATUM | 23. April 1963 |
| GEBURTSORT | Dendermonde |