Philipp Schmidt (General)
August Eduard Philipp Schmidt (* 10. Oktober 1835 in Lehnin, Landkreis Zauch-Belzig; † 21. Juni 1901) war ein preußischer Generalmajor.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schmidt besuchte das Kadettenkorps und wurde am 29. April 1854 als charakterisierter Portepeefähnrich dem 22. Infanterie-Regiment der Preußischen Armee überwiesen. Bis Mitte April 1856 avancierte er zum Sekondeleutnant und war vom 1. Mai bis zum 1. August 1850 als Hilfslehrer an die Divisionsschule in Neiße kommandiert. Am 1. September 1859 folgte seine Kommandierung zum Landwehr-Stamm-Bataillon Gleiwitz (1. Bataillon des 22. Landwehr-Bataillons), aus dem sich zum 1. Juni 1860 das 3. Oberschlesische Infanterie-Regiment Nr. 62 formierte. Schmidt stieg bei der 1. Kompanie Mitte Mai 1862 zum Premierleutnant auf und war im Juni/Juli 1862 sowie im Juni/Juli des Folgejahres zum Pionier-Bataillon Nr. 6 kommandiert. Vom 1. April 1865 bis 8. Mai 1866 folgte eine Kommandierung zur Militärschießschule. Während des folgenden Deutschen Krieges befand Schmidt sich vom 13. Juli bis 7. September 1866 als Führer der 3. Kompanie beim Ersatz-Bataillon.
Vom 1. April bis 1. Oktober 1867 war er als Hilfslehrer zur Militärschießschule kommandiert und wurde am 25. September 1867 zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er am 17. Februar 1870 zur Dienstleistung als Kompanieführer bei der Militärschießschule kommandiert. Bei der Mobilmachung anlässlich des Krieges gegen Frankreich kehrte Schmidt zu seinem Regiment zurück, nahm an der Belagerung von Paris teil und erhielt für sein Wirken das Eiserne Kreuz II. Klasse.
Nach dem Friedensschluss avancierte Schmidt am 22. September 1877 zum überzähligen Major und wurde am 12. Juli 1879 zum etatmäßigen Stabsoffizier ernannt. Am 11. März 1882 folgte seine Ernennung zum Kommandeur des Füsilier-Bataillons im Infanterie-Regiments Nr. 128. Unter Beförderung zum Oberstleutnant rückte Schmidt am 14. Juli 1885 zum etatmäßen Stabsoffizier auf und wurde in dieser Eigenschaft anlässlich der Herbstübungen des I. Armee-Korps im September 1887 mit dem Kronen-Orden III. Klasse ausgezeichnet.[1] Unter Stellung à la suite beauftragte man ihn am 14. Juni 1888 mit Führung des Regiments.[2] Unter Beförderung zum Oberst erfolgte am 4. August 1888 seine Ernennung zum Regimentskommandeur und in dieser Eigenschaft erhielt Schmidt anlässlich des Ordensfestes im Januar des Folgejahres den Roten Adlerorden III. Klasse mit der Schleife.[3] In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde er am 18. November 1890 unter Verleihung des Charakters als Generalmajor mit Pension zur Disposition gestellt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bogislav von Kleist: Die Generale der Königlich Preußischen Armee von 1840–1890. Helwig, Hannover 1891, S. 1070, Nr. 2112. (Digitalisat)
- [Gottfried] Steuer: Geschichte des Danziger Infanterie-Regiments Nr. 128. 1881 bis 1906. Mittler & Sohn, Berlin 1906, S. 118, Nr. 53. (Digitalisat)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 81 vom 28. September 1887, S. 1773.
- ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 57 vom 27. Juni 1888, S. 1207.
- ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 7 vom 23. Januar 1889, S. 139.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmidt, Philipp |
| ALTERNATIVNAMEN | Schmidt, August Eduard Philipp (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Generalmajor |
| GEBURTSDATUM | 10. Oktober 1835 |
| GEBURTSORT | Lehnin, Landkreis Zauch-Belzig |
| STERBEDATUM | 21. Juni 1901 |