Richard Rodgers Theatre
Das Richard Rodgers Theatre (ehemals Chanin's 46th Street Theatre und das 46th Street Theatre) ist ein Broadway-Theater an der 226 West 46th Street im Theater District von Midtown Manhattan in New York City, New York, U.S. Es öffnete 1925, nach den Entwürfen von Herbert J. Krapp, und war gebaut für Irwin Chanin. Es hat ungefähr 1.400 Sitzplätze auf zwei Ebenen und wird von der Nederlander Organization betrieben. Sowohl die Fassade als auch das Auditorium Interior sind New York City Wahrzeichen.
Die Fassade ist geteilt in zwei Teile. Der östliche Teil enthält den Zuschauerraum und ist designt im Stil der Neorenaissance mit weißen Ziegeln und Terracotta. Das Erdgeschoss des Zuschauerraums hat einen Eingang unter einem Vordach; über dem befinden sich eine Loggia mit drei Bögen doppelter Geschosshöhe sowie ein Gebälk und eine Balustrade als oberer Abschluss. Der westliche Teil der Fassade, mit dem Bühnenhaus, ist sieben Stockwerke hoch und mit geblichenem Backstein verkleidet. Der Zuschauerraum weist Details im Stil der Neorenaissance, steil ansteigende Bestuhlung im Parkett, einen großen Rang und eine flache Kuppeldecke auf. Aufgrund der Neigung der Sitzreihen befindet sich der hintere Teil des Parketts eine Etage über dem Erdgeschoss. Es gibt zudem Logenplätze im vorderen Teil des Saals auf zwei Rängen.
Chanin's 46th Street Theatre war das erste Broadway-Theater, das von Irwin S. Chanin entwickelt und unmittelbar nach seiner Eröffnung an die Shubert-Brüder verpachtet wurde. Die Shuberts kauften das Gebäude vollständig im Jahr 1931 und benannten es in 46th Street Theatre um. Im Jahr 1945 wurde das Theater von Robert W. Dowling der City Investing Company übernommen. Im Jahr 1960 wurde es vom Produzenten Lester Osterman erworben, welcher es an die Produzenten Stephen R. Friedman und Irwin Meyer im Jahr 1978 verkaufte. Die Nederlander Organization erwarb die Veranstaltungsstätte im Jahr 1981 und benannte sie zu Ehren des Komponisten Richard Rodgers im Jahr 1990 um. Über die Jahre beherbergte das Richard Rodgers elf mit Tony Award ausgezeichnete Produktionen: Guys and Dolls, Redhead, How to Succeed in Business Without Really Trying, 1776, Raisin, Nine, Fences, Lost in Yonkers, In the Heights und Hamilton. Weitere lang laufende Produktionen im Theater waren unter anderen Panama Hattie und One Touch of Venus.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Richard Rodgers Theatre ist an der 226 West 46th Street, auf dem südlichen Gehweg zwischen Eighth Avenue und Broadway, in der Nähe des Times Square im Theater District von Midtown Manhattan in New York City.[1][2] Das quadratische Grundstück umfasst 1.049,3 m².[2] Das Theater hat eine Front von 34 Metern zur 46th Street und eine Tiefe von 30 Metern.[2][3]
Das Richard Rodgers teilt sich den Block mit dem Music Box Theatre im Süden, dem Imperial Theatre im Westen und den New York Marriott Marquis im Osten. Weitere nahgelegene Gebäude sind das Paramount Hotel (einschließlich Sony Hall) und Lena Horne Theatre im Nordwesten, das Hotel Edison und Lunt-Fontanne Theatre im Norden, One Astor Plaza im Südosten, die Booth und Gerald Schoenfeld Theatres im Süden und die Bernard B. Jacobs und John Golden Theatres im Südwesten.[2] Vor dem Bau des Theaters standen auf dem Grundstück sechs Brownstone-Wohnhäuser.[3]
Architektur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Richard Rodgers Theatre, ursprünglich das 46th Street Theatre, wurde von Herbert J. Krapp im Stil der Neorenaissance entworfen und im Jahr 1924 von den Chanin Brüdern gebaut.[1][4] Die Gestaltung des Innen- und Außenbereiches waren besonders kunstvoll im Vergleich zu anderen Broadway-Theatern, da die 46th Street das erste Theater von Irwin Chanin war.[1][5]
Fassade
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Fassade besteht aus zwei Abschnitten. Der östliche Abschnitt ist breiter und symmetrisch, umfasst den Eingang zum Zuschauerraum. Sie besteht aus weiß glasierten Ziegeln mit weißen Terracotta-Dekorationen.[6][1] Die Obergeschosse des Abschnitts mit Saal und Eingang sind als Säulenreihe mit mittiger Loggia gestaltet.[1] Der westliche Abschnitt umfasst das Bühnenhaus, ist sieben Stockwerke hoch und hat eine Fassade aus gelblichen Ziegeln.[6][1] Frühere Quellen geben auch an, dass die Theaterfassade Kalkstein enthält.[7]
Saal-Abschnitt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Erdgeschoss der Saalfassade ist symmetrisch angeordnet, wenngleich der östliche Abschnitt kürzer ist als seine Breite. Es gibt ein Sockelgesims aus Terrazzo über dem sich Bossenquader befinden. Auf der östlichen Seite der Fassade im Erdgeschoss verbindet eine doppelflügelige Metalltür das Gebäude mit einer Wirtschaftsgasse. Auf der rechten Seite, also im Westen, befinden sich drei Doppeltüren aus Glas und Aluminium die eine Verbindung zum Foyer der Kasse herstellen. Daneben führen Terrazzostufen vom Auditorium zu den Notausgängen. Die westlichste Öffnung besteht aus einer Bühnentür aus Metall. Das Erdgeschoss hat hölzerne Schaukästen und wird von einem Sims abgeschlossen.[1] Über den mittleren drei Öffnungen hängt ein Vordach, es ersetze das ursprüngliche Vordach, das inzwischen entfernt wurde.[7][1]

Im zweiten und dritten Geschoss des Zuschauerraums befinden sich äußere Joche die eine Loggia mit drei Bögen flankieren. Jeder Bogen hat einen Schlussstein mit einer Konsole und wird von Pilastern mit Kapitellen im korinthischen Still und Terrakotta-Schwänen flankiert.[6][1] Im unteren Bereich der mittleren Joche befindet sich ein Eisengeländer.[1] Hinter den Bögen ist eine Feuertreppe und Backsteinmauer mit Lyren, Festons und Glockenblumen aus Terracotta.[6][1] Die äußeren Joche weisen Wandabschnitte aus weißem Backstein auf, die von Festons und rechteckigen Tafeln mit Masken gekrönt sind. Neben jedem der äußeren Joche befinden sich Pilaster und an der östlichsten Buch ist Schild mit dem Namen des Theaters angebracht.[1][8] Über der Fassade verläuft ein Gebälk, das einen Fries mit Tafeln, Wappenschildern und Ranken sowie ein von Terrakotta-Kragsteinen getragenes Gesims umfasst. Das Dach des Saals ist mit einer Terrakotta-Balustrade mit Urnen versehen, die in Joche unterteilt sind. Die mittleren drei Joche der Balustrade sind mit Gitterwerk verziert, während die äußeren Joche Wappenschilde und Blattwerkverzierungen aufweisen. Hinter der Terrakotta-Balustrade verläuft eine weitere Ziegelbrüstung mit Terrakotta-Abdeckung.[1][8]
Bühnenhaus-Abschnitt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Flügel des Bühnenhauses ist zweckmäßig gestaltet.[6][1] Im Erdgeschoss des Bühnenhauses befindet sich ein Sockelgesims aus Terrazzo. Es gibt Öffnungen für den Bühneneingang sowie größere Türen für den Transport von Bühnenbildern und anderen sperrigen Gegenständen. In den oberen Stockwerken befinde sich auf jeder Etage vier Fensteröffnungen sowie Ziegelpilaster.[1][8] Über dem siebten Stockwerk des Bühnenhauses befindet sich ein Gesims mit Konsolen, es besteht aus Blech und ist im Adamstil gestaltet.[1]
Saal
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Saal hat ein Parkett, ein Rang, Logen und eine Bühne hinter dem Proszeniumbogen. Der Saal ist mit Stuckverzierungen im Flachrelief gestaltet.[1] Nach Angaben der Nederlander Organization hat der Saal 1.319 Plätze, die Broadway League gibt hingegen eine Kapazität von 1.400 Plätzen an, während Playbill von 1.321 Plätzen spricht.[9][10][11] Die ursprüngliche Bestuhlung hatte 1.500 Plätze, davon 640 im Parkett und 850 im Rang, sowie acht Logen. Das Theater war ursprünglich in Rot und Gold gehalten.[7] Sowohl der Parkettbereich als auch der Rang sind aus dem gleichen Foyer zugänglich. Diese Anordnung war ein Teil der Bemühungen von Irwin Chanin die Sitzplatzverteilung im Theater zu „demokratisieren“. Aus einem ähnlichen Grund wurde das Richard Rodgers mit nur einem Rang statt der üblichen zwei entworfen, da Chanin der Ansicht war, dass ein zweiter Rang zu weit entfernt sei.[1][4]
Sitzbereiche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im hinteren (östlichen) Ende des Parketts befindet sich eine Promenade, deren Decke mit Zierbändern verziert ist.[1] Das Parkett ist stufenförmig angeordnet, doch die hinteren Reihen fallen steiler ab als die vorderen Reihen.[7][4] Während sich die vorderen Reihen auf Bodenhöhe befinden, befindet sich die hinterste Reihe fast ein Stockwerk höher, sodass das Eingangsfoyer unter dem hinteren Teil des Parketts untergebracht ist.[12][6] Die Anordnung der Sitzplätze sollte angeblich die Sicht und Akustik verbessern, doch aufgrund des steilen Gefälles ist die Sicht von den hinteren Plätzen schlecht.[7][6][12] Von der Mitte des hinteren Bereichs des Parketts führt eine Doppeltreppe in den Rang. Ein teilweiser Quergang und ein schmiedeeisernes Geländer trennen die vorderen vom hinteren Teil des Parketts.[1] Von den teilweise breiten Gängen aus gibt es Notausgänge.[7][1] Zwei Gänge führen von vorne nach hinten im Parkett und münden in die Ausgangstüren.[7] Das Parkett und die Promenade sind mit Stuckverkleidungen versehen. An den Seitenwänden des Parketts befinden sich Bögen die mit flachen Pilastern und Zierleisten versehen sind.[1][6]
Der Rang ragt über das Parkett, wodurch die Sichtbeeinträchtigung aus den hinteren Reihen des Parketts verringert wird.[7][1] Die Rangebene ist ebenfalls durch einen Gang in der Mitte der Tiefe in einen vorderen und hinteren Bereich unterteilt. Die Doppeltreppe, die vom Parkett in den Rang führt, ist von Eisengeländern umgeben. Die Rückwand der Rangpromenade ist, wie auf Parkettebene, mit Stuckpaneelen verkleidet. An der Rückwand ist zudem ein Technikpult angebracht. Die Stuckpaneele setzen sich an den Wänden fort. An der Unterseite des Rang befinden sich Leuchten, Zierleisten und Stuckpaneele. Das vordere Geländer weist geformte Wellenverzierungen und Friese mit Blattmotiven auf, diese werden durch Leuchtkästen verdeckt.[1]
Zu beiden Seiten des Proszeniums befindet sich ein Wandabschnitt mit Segmentbögen und vier Logen, die in zwei Reihen angeordnet sind. Die Vorderseiten der Logen sind nach außen gewölbt und weisen geformte Wellenverzierungen sowie mit Friese mit Blattmotiven auf. An den Unterseiten befinden sich geformte Verzierungen mit Leuchten. Über jedem Bogen befindet sich ein Medaillon mit Girlanden.[1]

Weitere Architekturmerkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Neben den Logen befindet sich ein elliptischer Proszeniumsbogen. Der Torbogen ist von einem profilierten, abgerundeten Band umgeben, das ein Motiv aus spiralförmigen Blättern aufweist. Über der Mitte des Proszeniums befindet sich eine Kartusche. Hinter den Kulissen verfügt das Theater über 16 private Räume und fünf dreifach so große Räume, die über einen Aufzug mit der Bühne verbunden sind.[1]
Über dem Proszeniumsbogen wölbt sich eine Resonanzdecke zur Decke hin, die durch zwei Rippen vom Proszenium und von der Decke getrennt ist. Der Resonanzkörper ist mit Flachreliefs aus Gips und Gitterwerk verziert. Die Decke weist eine flache Kuppel auf, die von einem profilierten Band umgeben ist. Innerhalb der Kuppel selbst befinden sich Bänder, die die Kuppelflächen in Felder unterteilen. In der Mitte der Kuppel befindet sich ein Medaillon aus Stuck, von dem ein Kronleuchter herabhängt. Der übrige Teil der Decke, der die Kuppel umgibt, ist durch Zierleisten in Felder unterteilt. Diese Paneele weisen sowohl Gitter als auch Medaillons im Flachrelief auf.[1]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Times Square wurde das Epizentrum für große Theaterproduktionen zwischen 1900 und der Weltwirtschaftskrise der 1920er/1930er Jahre.[13] Zwischen den 1900er und den 1910er Jahren wurden zahlreiche Theater in Midtown Manhattan von den Shubert Brüdern gebaut, eines der bedeutendsten Theater-Syndikate jener Zeit.[1] Die Chanin Brüder entwickelten eine weitere Gruppe von Theatern Mitte der 1920er.[14] Obwohl sich die Chanins weitgehend auf Immobilien statt auf Theater spezialisiert hatten, hatte Irwin Chanin bereits als mittelloser Student an der Cooper Union Interesse an Theater entwickelt. Er erinnerte sich später daran, dass er sich gedemütigt gefühlt hatte, weil er einen separaten Eingang benutzen musste, wenn er günstige Plätze auf einem oberen Rang gekauft hatte.[1]
Entstehung und frühe Jahre
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Chanin erwarb die Grundstücke von der 226 bis zur 236 West 46th Street im Januar 1924.[15] Zwei Monate später reichte die Chanin Construction Company Baupläne für ein neues Theater an der 46th Street, das 1,1 Millionen US-Dollar kosten sollte.[3] Irwin Chanin war neu in der Broadway-Theater-Branche, also stellte er Herbert Krapp ein, einen erfahrenen Architekten, der mehrere Broadway-Theater für die Shubert Brüder entworfen hatte.[5][1] Krapp entwarf die Theaterfassade auf kunstvollere Weise als seine vorherigen Aufträge. Irwin Chanin, der das Theater mit seinem Bruder baute, hatte sich gewünscht Besucher mit Architektur zu locken, da das Unternehmen noch über keine Buchungskette oder einen etablierten Ruf in der Theaterbranche hatten.[5] Der New York Times gegenüber äußerte Irwin Chanin die Hoffnung mit diesem Theater neues modernes Denken in der Kunst der Theaterwelt zu verwirklichen.[3]
Die Chanins hatten keine Erfahrung im Betreiben von Theatern und stellten Andrew J. Cobe an, um das Theater an einen Betreiber zu verpachten.[16] Im Oktober 1924 pachteten die Shuberts das Chanin's 46th Street Theatre für 21 Jahre für 2 Millionen US-Dollar.[17] Die Theaterbesitzer erhielten einen Kredit über 625.000 US-Dollar im folgenden Januar, woraufhin der Pachtvertrag im selben Monat abgeschlossen wurde.[18] Krapp entwarf das 46th Street Theatre mit kunstvollen Dekorationen, einschließlich Theatermasken, im scharfen Kontrast zu einfacheren Theatern mit Ziegelsteinfassaden, die er für die Shuberts entworfen hatten.[1]
Das 46th Street, wie das Theater genannt wurde, wurde am 7. Februar 1925 offiziell eröffnet. Die erste Produktion war Is Zat So?.[19] Die meisten frühen Spielzeiten bestanden aus Stücken, die aus anderen Theatern übernommen wurden, einschließlich Is Zat So?, welches vom 39th Street Theatre übernommen wurde.[20] The Greenwich Village Follies wurde an der 46th Street ab Dezember 1925 aufgeführt, danach kehrte Is Zat So? in das Theater zurück, um seine Spielzeit zu beenden.[21][22] Es folgte John Coltons The Shanghai Gesture im Jahr 1926 und ein achtwöchiges Engagement von Sacha Guitry und seiner Ehefrau Yvonne Printemps später im Jahr.[23][24] The Spider feierte Premiere im Jahr 1927, gefolgt von einer kurzen Spielzeit von Baby Mine.[25][26] Der erste Hit der 46th Street war Laurence Schwabs Musical Good News, das im September 1927 anlief und 557 Vorstellungen erreichte.[27] Schwab und seine Mitstreiter führten einen weiteren Hit im Jahr 1929 Follow Thru mit 401 Vorstellungen.[28] Das Jahrzehnt endete mit Top Speed, in dem Ginger Rogers ihr Broadway-Debüt gab.[29]
1930er bis 1950er Jahre
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Die frühen 1930er Jahre begannen mit zwei Hits: die Revue Sweet and Low im Jahr 1930 und im folgenden Jahr You Said It.[30][31] Da die Chanins finanzielle Schwierigkeiten hatten, rwarben die Shuberts das Theater im Januar 1931 für rund 1,2 Millionen US-Dollar.[32] Der Name der Chanins wurde vom Theater im Jahr 1932 entfernt und Margaret Sullavan stand im Drama Happy Landing im gleichen Jahr auf der Bühne.[33][34] Darauf folgten zwei Transfers: Of Thee I Sing und Autumn Crocus.[35][36] Die 46th Street führte Howard Lindsays Komödie She Loves Me Not im Jahr 1933, welches 360 Vorstellungen erreichte.[37] The Farmer Takes a Wife, das im folgenden Jahr Premiere feierte, mit Henry Fonda bei seinem Broadway-Debüt an der Seite von Margaret Hamilton.[38] Nachdem Cole Porters Anything Goes an der 46th Street im Jahr 1935 aufgeführt wurde, beherbergte das Theater für mehrere Jahre kurzlebige Produktionen.[39] Olsen und Johnsons Hit Revue Hellzapoppin öffnete an der 46th Street im Jahr 1938, gefolgt von Porters Du Barry Was a Lady im Jahr 1939.[40][41]
Porter produzierte ein weiteres Musical, Panama Hattie, welches im Jahr 1940 öffnete und erreichte 501 Vorstellungen.[42] Während der frühen 1940er Jahre, beherbergte die 46th Street Produktionen wie Junior Miss (1941), Beat the Band (1942) und Sons o' Fun (1943).[43][44][45] Außerdem führte die United States Army 1943 eine einzelne Vorstellung von fünf Stücken geschrieben und vorgeführt von Soldaten, was 100.000 US-Dollar für wohltätige Zwecke sammelte.[46] One Touch of Venus feierte Premiere im Jahr 1944 und lief für 567 Vorstellungen, der Hit Dark of the Moon folgte im nächsten Jahr.[47][48] Das Theater wurde Anfang 1945 an Robert W. Dowlings City Investing Company verkauft, aber die Shuberts erwirkten gerichtlich eine Blockade des Kaufs, bis Dark of the Moon schloss.[49][50] Die nächste Produktion 46th Streets war ein Transfer der Operette The Red Mill.[51] Finian's Rainbow öffnete im Jahr 1947 und spielte letztendlich 725 Vorstellungen.[52] Eine Raucherpromenade öffnete in der angrenzenden Gasse im Jahr 1948, mit Wandgemälde, die acht Produktionen des Theaters darstellen.[53]
Das Theater beherbergte Love Life (1948) und Regina (1949), beide produziert von Cheryl Crawford.[54][55] Im Jahr 1950 zeigte das 46th Street Theatre Arms and the Girl mit Nanette Fabray, für 134 Vorstellungen.[56] Frank Loessers Musical Guys and Dolls begann im selben Jahr mit rund 1.200 Vorstellungen über die nächsten drei Jahre.[57] Die nächste Produktion, die aufgeführt wurde, war Undine im Jahr 1954, im selben Jahr folgten On Your Toes und The Bad Seed.[58][59] Die drei nachfolgenden Produktionen im 46th Street Theatre, von 1955 bis Anfang 1960, trat die Tänzerin und Sängerin Gwen Verdon auf, die für jede dieser Rollen ausgezeichnet wurde.[20] Dazu gehörten Damn Yankees (1955), New Girl in Town (1957) und Redhead (1959).[60][61][62] Drei kurzlebige Produktionen wurden zwischen New Girl in Town und Redhead aufgeführt.[20]
1960er bis 1980er Jahre
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Im März 1960 kaufte Lester Osterman das 46th Street Theatre von der City Investing Company, wie bereits zuvor das Eugene O’Neill Theatre von City Investing.[63] Nach kurzer Spielzeit von Christine und einer Wiederaufnahme von Finian's Rainbow, setzte das Theater die Produktion großer Musicals fort.[64][52] Darunter Tenderloin, das 1960 Premiere feierte mit Maurice Evans in der Hauptrolle.[65] Der nächste Hit war How to Succeed in Business Without Really Trying, das 1961 Premiere feierte und lief für 1.417 Vorstellungen.[66] Zudem richtete das Theater 1962 eine Gedenkfeier aus für Liedtexter Oscar Hammerstein II während 1962.[67] Die 46th Street beherbergte Do I Hear a Waltz?, das 1965 Premiere feierte und war die einzige Zusammenarbeit wischen dem Komponisten Richard Rodgers und dem Liedtexter Stephen Sondheim.[68][20] Die Theaterhits der späten 1960er-Jahre waren Das musikalische Himmelbett, ein Theaterstück aus dem Jahr 1967 mit ausschließlich Mary Martin und Robert Preston und 1776, ein Musical das im Jahr 1969 öffnete.[69][70]
Nachdem 1776 in ein anderes Theater umzog, beherbergte die 46th Street die Wiederaufnahme von No, No, Nanette mit Ruby Keeler im Jahr 1971, das 855 Vorstellungen erreichte.[71] Das Theater beherbergte nachfolgend Clare Boothe Luce’ The Women im Jahr 1973, im selben Jahr folgte Raisin, letzteres lief für 847 Vorstellungen.[72][73] Das nächste Stück war eine Wiederaufnahme von Noël Cowards Private Lives im Jahr 1975, das Musical Chicago wurde ebenfalls später im Jahr wiederaufgenommen und schaffte 898 Vorstellungen.[74][75] Das Theater beherbergte Working kurzfristig im Jahr 1978 und die Produzenten der Produktion, Stephen R. Friedman und Irwin Meyer kauften Ostermans Anteil.[76][77] Die 46th Street führte dann The Best Little Whorehouse in Texas, ein Off-Broadway Transfer für 1.584 Vorstellungen zwischen 1978 und 1982 auf.[78][79]
Meyer und Friedman boten das Theater 1980 zum Verkauf an und wollten das Theater nach Ethel Merman benennen, was aber nicht passierte.[80] Sowohl die Shubert Organization als auch die Nederlander Organization hatten Interesse das Theater zu erwerben.[81] Im Jahr 1981 kauften die Nederlanders einen Fünfzig-Prozent-Anteil am Haus.[82] Das Musical Nine feierte im darauffolgenden Jahr Premiere und lief bis Februar 1984.[83] Jerry Weintraub erwarb ebenfalls einen Betriebsanteil der 46th Street im Jahr 1984.[84] Es folgten Neil Simons Brighton Beach Memoirs im Jahr 1985, dann Joseph Kesselrings Arsenic und Old Lace im Jahr 1986.[85][86] August Wilsons Theaterstück Fences öffnete im Jahr 1987 und lief für 526 Vorstellungen.[87] Die 46th Street beherbergte dann Wiederaufnahmen von Born Yesterday und Der Kaufmann von Venedig im Jahr 1989.[88][89]
Die New York City Landmarks Preservation Commission (LPC) begann 1982 mit der Prüfung des Denkmalstatus für das Gebäude.[90] Die LPC erklärte die Fassade und Innenraum des 46th Street Theatre am 17. November 1987 als Wahrzeichen.[91] Dies war ein Teil der umfassenden Bemühungen der Kommission im Jahr 1987 Broadway-Theatern unter Denkmalschutz zu stellen.[92] Das New York City Board of Estimate bestätigte die Festlegung im März 1988.[93] Die Nederlanders, die Shuberts und Jujamcyn reichten im Juni 1988 gemeinsam Klage gegen die LPC ein, um die Einstufung von 22 Theatern, einschließlich der 46th Street, als denkmalgeschützte Wahrzeichen aufheben zu lassen. Sie begründeten die Klage damit, dass die Einstufung die Möglichkeiten zu baulichen Veränderungen erheblich einschränke.[94] Die Klage wurde bis zum New York Supreme Court und dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten eskaliert, letztendlich wurden aber die Einstufungen 1992 aufrechterhalten.[95]
1990er Jahre bis in die Gegenwart
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 27. März 1990 bei einem Mittagessen zugunsten der New York Public Library for the Performing Arts, benannten die Nederlanders das Theater zu Ehren des Komponisten Richard Rodgers um.[96] Die erste Produktion, die nach der Umbenennung aufgeführt wurde, war Alexander H. Cohen und Hildy Parks Accomplice, später im Jahr 1990 wurde das Musical Oh, Kay! wiederaufgenommen.[97][98] Das Neil Simon Theaterstück Lost in Yonkers öffnete 1991 und lief schlussendlich für 780 Vorstellungen.[99] Der Boys Choir of Harlem tritt 1993 im Richard Rodgers auf, gefolgt im selben Jahr von Fool Moon.[100] Simons Laughter on the 23rd Floor, das ebenfalls Ende 1993 Premiere feierte, erreichte 320 Vorstellungen.[101] How to Succeed in Business Without Really Trying kehrte 1995 ins Richard Rodgers zurück und hatte 548 Vorstellungen.[102] Dies wurde gefolgt von zwei Musicals mit Musik von John Kander und Fred Ebb, der Wiederaufnahme von Chicago (1996) und Steel Pier (1997).[103][104] Ende 1997 wurde das Musical Side Show im Richard Rodgers aufgeführt und floppte trotz positiver Rezensionen.[105] Umgekehrt öffnete Footloose im folgenden Jahr und erreichte 737 Vorstellungen über zwei Jahre hinweg, trotz negativer Rezensionen.[106]
Seussical öffnete 2000 und schloss nach sechs Monaten mit einem Verlust von 10 Millionen US-Dollar.[107] Zahlreiche Broadway-Darsteller und Regisseure veranstalteten 2001 eine Hommage an das Werk von Richard Rodgers im Theater, ein Jahr bevor sein 100. Geburtstag gewesen wäre.[108] Im gleichen Jahr fand die Premiere eines weiteren Hits von Simon, 45 Seconds from Broadway, statt.[109] Es folgten 2002 Private Lives und einer vergleichsweise deutlich längeren Spielzeit von Movin' Out, welches für drei Jahre lief.[110][111] Das Musical Tarzan erschien im Richard Rodgers im Jahr 2006 und das Theater wurde renoviert mit der Ergänzung der Richard Rodgers Gallery, ein Raum mit Erinnerungsstücken an den Komponisten.[112] Gefolgt von Cyrano de Bergerac (2007), dann von Lin-Manuel Mirandas Musical In The Heights von 2008 bis 2011.[113][114] Die anderen Produktionen des Theaters in den frühen 2010er Jahren waren Bengal Tiger at the Baghdad Zoo (2011), Porgy and Bess (2012), Lewis Blacks Running on Empty (2012), Die Katze auf dem heißen Blechdach und The Rascals: Once Upon a Dream (2013).[115][116][117][118][119]

Im Jahr 2013 wurde das Richard Rodgers eine 3,5 Millionen US-Dollar Renovierung unterzogen durchgeführt von EverGreene Architectural Arts. Bis zu 20 Farbschichten wurden entfernt und hellgraue Wandmuster und Proszenium-Wandmalereien wurden hinzugefügt. Zusätzlich wurden alle 1.319 Sitze ersetzt und ein zweiter Bogen vor dem ursprünglichen Proszenium wurde entfernt.[120] Die erste Produktion im renovierten Theater war Romeo and Juliet, wdas nur kurz aufgeführt wurde; es folgte If/Then im Jahr 2014.[121][122] Als Teil einer Einigung mit dem Justizministerium der Vereinigten Staaten im Jahr 2014, stimmten die Nederlanders zu, den barrierefreien Zugang an ihren neun Broadway-Theatern, einschließlich des Richard Rodgers Theatre, zu verbessern.[123] Mirandas Musical Hamilton öffnete 2015 im Theater und spielt seitdem dort.[124] Alle Broadway-Theater schlossen temporär am 12. März 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie.[125] Das Richard Rodgers öffnete wieder am 14. September 2021 mit Vorstellungen von Hamilton.[126] Während der Hamilton Spielzeit, veranstaltet das Theater am 30. Oktober 2026 eine einzelne Benefit-Vorstellung des Musicals Rent.[127]
Produktionen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Richard Rodgers Theatre beherbergte 11 mit Tony Award ausgezeichnete Beste Theaterstücke und Beste Musicals, mehr als jedes andere Broadway-Theater.[128][129] In der Reihenfolge in dem die Produktionen gewonnen haben, sind das Guys and Dolls (Bestes Musical 1951), Damn Yankees (Bestes Musical 1956), Redhead (Bestes Musical 1959), How to Succeed in Business Without Really Trying (Bestes Musical 1962), 1776 (Bestes Musical 1969), Raisin (Bestes Musical 1974), Nine (Bestes Musical 1982), Fences (Bestes Theaterstück 1987), Lost in Yonkers (Bestes Theaterstück 1991), In the Heights (Bestes Musical 2008) und Hamilton (Bestes Musical 2016). Produktionen sind nach ihrem Jahr der ersten Vorstellung aufgelistet.[11]
46th Street Theatre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1925, 1926: Is Zat So?
- 1925: Greenwich Village Follies
- 1927: Good News
- 1929: Follow Thru
- 1930: Sweet and Low
- 1931: You Said It
- 1932: Of Thee I Sing
- 1932: Autumn Crocus
- 1933: Counsellor at Law[130]
- 1934: The Farmer Takes a Wife
- 1935: Anything Goes
- 1938: Right This Way[131]
- 1938: Hellzapoppin
- 1939: Knickerbocker Holiday[132]
- 1939: Du Barry Was a Lady
- 1940: Panama Hattie
- 1941: Junior Miss
- 1942: Beat the Band
- 1943: Sons o' Fun
- 1944: One Touch of Venus
- 1945: Dark of the Moon
- 1945: The Red Mill[133]
- 1947: Finian's Rainbow
- 1948: Love Life
- 1954: Undine
- 1954: On Your Toes
- 1954: The Bad Seed[134]
- 1955: Damn Yankees
- 1957: New Girl in Town
- 1958: Ages of Man[135]
- 1959: Redhead
- 1960: Christine
- 1960: Finian's Rainbow
- 1960: Tenderloin
- 1961: Donnybrook![136]
- 1961: How to Succeed in Business Without Really Trying
- 1965: Do I Hear a Waltz?
- 1965: Pickwick[137]
- 1966: Das musikalische Himmelbett
- 1968: The Price[138]
- 1969: 1776
- 1971: No, No, Nanette
- 1973: The Women
- 1973: Raisin
- 1975: Private Lives
- 1975: Chicago
- 1978: Working
- 1978: The Best Little Whorehouse in Texas
- 1982: Nine
- 1985: Brighton Beach Memoirs
- 1986: Arsenic and Old Lace
- 1987: Fences
- 1989: Born Yesterday
- 1989: Der Kaufmann von Venedig
Richard Rodgers Theatre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1990: Oh, Kay!
- 1991: Lost in Yonkers
- 1993: Fool Moon
- 1993: Laughter on the 23rd Floor
- 1994: A Christmas Carol[139]
- 1995: How to Succeed in Business Without Really Trying
- 1996: Chicago
- 1997: Steel Pier
- 1997: Side Show
- 1998: Footloose
- 2000: Seussical
- 2001: 45 Seconds from Broadway
- 2002: Private Lives
- 2002: Movin' Out
- 2006: Tarzan
- 2007: Cyrano de Bergerac
- 2008: In The Heights
- 2011: Bengal Tiger at the Baghdad Zoo
- 2012: Porgy and Bess
- 2012: Lewis Black: Running on Empty
- 2012: Die Katze auf dem heißen Blechdach
- 2013: The Rascals: Once Upon a Dream
- 2013: Romeo and Juliet
- 2014: If/Then
- 2015: Hamilton
- 2026: Rent
Einspielrekord
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hamilton erreichte den Einspielrekord des Richard Rodgers Theatre. Die Produktion spielte 4.041.493 US-Dollar in der Woche mit Ende des 30. Dezember 2018 ein, mit einem Top-Ticketpreis von $ 849 und 101,87 % des Brutto-Potenzials des Theaters.[140] Hamiltons Umsatz für die Woche des 30. Dezember 2018, war das höchste Einspielergebnis einer Woche für jede Produktion in der Broadway-Geschichte zu jener Zeit.[141]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Webseite (englisch)
- Richard Rodgers Theatre in der Internet Broadway Database (englisch)
Einzelnachweise
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