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Ulrich Blumenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ulrich Blumenbach (2010)

Ulrich Blumenbach (* 2. Januar 1964 in Hannover) ist ein deutscher literarischer Übersetzer.

Ulrich Blumenbach – aufgewachsen in Lüneburg – studierte Anglistik, Germanistik und Geschichte an den Universitäten Münster, Sheffield und Berlin. 1990 legte er sein 1. Staatsexamen ab. Seit 1993 arbeitet Blumenbach als Übersetzer aus dem Englischen sowie aus dem Amerikanischen Englisch in die deutsche Sprache. Er lehrt als Lehrbeauftragter im Studiengang Literarisches Übersetzen an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und leitet das Zürcher Übersetzertreffen.

Ulrich Blumenbach ist verheiratet und lebt mit seiner Familie (eine Tochter, ein Sohn) in Basel.

Blumenbach hat u. a. Romane, Essays und Erzählungen folgender Autoren übersetzt: Paul Beatty, Truman Capote, Agatha Christie, Giles Foden, Kinky Friedman, Stephen Fry, Arthur Miller, Raja Rao, Will Self, Tobias Wolff. Seit 2022 arbeitet Blumenbach für den Suhrkamp Verlag an einer neuen Übersetzung des Werkes Finnegans Wake von James Joyce.

Von November 2003 bis Dezember 2008 übersetzte Blumenbach für den Verlag Kiepenheuer & Witsch den Roman Infinite Jest von David Foster Wallace. Das Werk erschien unter dem deutschen Titel Unendlicher Spaß im August 2009. Und 2010 veröffentlichte der Rowohlt Verlag Blumenbachs Übersetzung der Urfassung von Jack Kerouacs Roman Unterwegs unter dem amerikanischen Originaltitel On The Road – Die Urfassung. Ab August 2011 übersetzte Ulrich Blumenbach den Roman The Pale King von Wallace. Das Werk aus dem Nachlass des Autors erschien im November 2013.

Blumenbach ist Mitglied im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, VdÜ.

Ein Zitat zum Buch Unendlicher Spaß:

„Leser dürfen sich im Dickicht verirren, dürfen missverstehen, sogar überspringen. Nur der Übersetzer darf sich saloppe Fahrlässigkeit nicht erlauben, und muss der Konstruktion bis in die letzten Verästelungen nachgehen, d.h. zunächst sie verstehen und jedes einzelne Glied umsetzen, selbst wenn kein Leser die Feinstruktur eines ausfächernden Gebildes je bewusst aufnehmen sollte.“

Fritz Senn: Laudatio zum Basler Kulturpreis, in Zs. Übersetzen, 1, 2017[1]

Die Titel sind chronologisch sortiert:

  1. Deutsche Erstausgabe eines jahrzehntelang verschollenen Romans, dessen ungarisches Original unauffindbar ist. Die englische Übersetzung stammt von Frank Gaynor.
  2. Die Neuübersetzung enthält George Orwells Essay The Freedom of the Press.

Einzelnachweise

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  1. Kpl. Laudatio, online. Hg. Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, VdÜ
  2. Hieronymusring | VdÜ – die Literaturübersetzer. Abgerufen am 30. Juli 2019.
  3. Zuger Übersetzer Stipendium: Pressemitteilung vom 27. Januar 2015.
  4. Auszug abgedruckt in Übersetzen, 1, 2017. Ungekürzte Fassung
  5. Pressemitteilung Deutscher Literaturfonds: Paul-Celan-Preis für Ulrich Blumenbach. 14. Juli 2022, abgerufen am 16. Juli 2022.
  6. Internationale Astronomische Union: WGSBN Bulletin Volume 5, #2. (PDF) 3. Februar 2025, abgerufen am 4. Februar 2025 (englisch).
  7. Mitteilung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Abgerufen am 10. Februar 2026.
  8. DNB Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 20. Februar 2026.
  9. Susanne Klingenstein: Die Pointe ist vernichtend. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Februar 2022, S. 10.
  10. Süddeutsche Zeitung: Genderfluider Chevalier: "Die militante Madonna" von Irene Dische. Abgerufen am 30. Oktober 2021.
  11. Guido Graf: Das komische Leben vor dem Tod. In: Deutschlandfunk vom 4. November 2018. Abgerufen am 10. Februar 2026.
  12. Meike Fessmann: Die Traurigkeit der Spottdrossel. Rezension in Süddeutsche Zeitung Nr. 127, 3./4./5. Juni 2017, S. 21.