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Valentin Timaru

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Valentin Timaru (2008)

Valentin Timaru (* 16. Oktober 1940 in Sibiu/Județul Sibiu) ist ein rumänischer Komponist und Musikpädagoge.

Timaru studierte von 1959 bis 1964 an der Musikakademie Gheorghe Dima in Cluj Musiktheorie, Solfège und Formenlehre bei Vasile Herman, Dirigieren bei Lucian Surlașiu und Dorin Pop, Musikgeschichte bei Gheorghe Merișescu und Romeo Ghircoiașiu, Harmonielehre bei Erwin Junger und Cornel Țăranu, Kontrapunkt bei Max Eisicovici und Liviu Comes, Folklore bei Ioan Remus Nicola und Traian Mârza, Chorsatz bei Tudor Jarda, Instrumentation bei Wilhelm Demian, Klavier bei George Ciolac und Eva Radeș, Gesang bei Mircea Breazu und Partiturlesen bei Petre Sbârcea. Er setzte sein Studium von 1965 bis 1968 am Konservatorium Ciprian Porumbescu (heute Nationale Musikuniversität Bukarest) bei Alfred Mendelsohn und Anatol Vieru (Komposition), Tudor Ciortea, Carmen Petra und Ștefan Niculescu (Formenlehre), Aurel Stroe (Instrumentation), Vinicius Grefiens (Partiturlesen) und Zeno Vancea (Kontrapunkt) und nach einer Unterbrechung von 1970 bis 1972 in Cluj bei Sigismund Toduță (Komposition), Max Eisicovici (Fuge) und Gábor Jodál (Instrumentation) fort. 1982 promovierte er bei Romeo Ghircoiașiu mit einer Arbeit über die Sinfonik von George Enescu.

Nach einer Tätigkeit als Musiklehrer an einer allgemeinbildenden Schule und am Gymnasium von Buftea (1964–68) und Musikinspektor beim Kulturkomitee des Kreises Cluj (bis 1970) unterrichtete er an der Musikakademie in Cluj als Assistent (bis 1976) und als Dozent (bis 1990) Musiktheorie und Solfège, Formenlehre und Instrumentation. Ab 1990 war er hier Professor für musikalische Formenlehre und Musikanalyse. Er verfasste wissenschaftliche Beiträge und Berichte und wirkte an Hörfunk- und Fernsehsendungen mit. Außerdem veröffentlichte er Studien, Essays und Rezensionen in Zeitschriften wie Muzica, Lucrări de muzicologie, Făclia, Adevărul de Cluj, Steaua, Actualitatea muzicală und Artes und hielt Vorträge bei den internationalen George-Enescu-Symposien.

Das kompositorische Werk Timarus umfasst Kammermusik, Chorwerke und Lieder, sinfonische Werke, Kantaten, Oratorien und Opern. 1986, 1993, 1995 und 2003 erhielt er Preise des Verbandes der rumänischen Komponisten und Musikwissenschaftler (Uniunea Compozitorilor și Muzicologilor din România), 2004 den rumänischen Kultur-Verdienst-Orden. 1993 erhielt er den Preis der Rumänischen Akademie. 1996 wurde er mit einer Ehrenprofessur der Universität Transilvania Brașov geehrt.

Commons: Valentin Timaru – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien