Mediengeschichte
Unter Historikern ist mittlerweile unumstritten, dass Medien in der Zeitgeschichte eine zentrale Rolle spielen. Sie werden nicht einfach als virtueller Spiegel von etwas âRealemâ aufgefasst, sondern als integraler Teil sozialer Wirklichkeiten. Das gilt etwa fĂŒr ihre materielle Dimension, ihre jeweilige alltĂ€gliche Nutzung und ihren Einfluss auf Wahrnehmungen und soziale Praktiken. Insofern erscheint es gerade in der Zeitgeschichtsforschung bei den meisten Themen unumgĂ€nglich, die jeweilige Bedeutung von Medien analytisch einzubeziehen. Ăber eine Geschichte der Medien hinaus steht entsprechend die MedialitĂ€t der Geschichte und damit die Bedeutung von Medien fĂŒr historische Entwicklungen zunehmend im Vordergrund zeithistorischer Untersuchungen.[1]
1. Zur Entwicklung des Forschungsfelds
Die Mediengeschichte ist ein Forschungsgebiet, das von verschiedenen Disziplinen betrieben wird. Neben der Geschichtswissenschaft wird sie vor allem von der Kommunikationswissenschaft und der Medienwissenschaft untersucht sowie darĂŒber hinaus von der Soziologie und der Politikwissenschaft, wobei die ForschungsansĂ€tze bei allen Disziplinen stark differieren. Die akademische Reflexion ĂŒber Medien und ihre Geschichte hat freilich eine lĂ€ngere Tradition. Bereits Ende des 17. Jahrhunderts erschienen mehrere Studien (und auch die erste Dissertation) zum damals noch recht neuen Medium Zeitung, die ihre Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung diskutierten.[2] Kulturwissenschaftler mit einem weiten Medienbegriff setzen den Beginn medienhistorischer Texte sogar in der griechischen Antike an.[3] Seit Mitte des 19. Jahrhunderts erschienen aus verschiedenen Disziplinen Darstellungen vor allem zur Geschichte der Presse und der Flugpublizistik, die hĂ€ufig die Kraft des gedruckten Worts betonten.[4] UniversitĂ€r institutionalisiert wurde diese pressehistorische Forschung in Deutschland seit den 1910er/20er-Jahren durch die frĂŒhe Zeitungswissenschaft, die sich in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften umbenannte und erweiterte. In diesem Fach dominiert dabei bis heute ein enger Medienbegriff, der Medien vor allem als jene technischen Mittel fasst, âdie zur Verbreitung von Aussagen an ein potentiell unbegrenztes Publikum geeignet sind (also Presse, Hörfunk, Film, Fernsehen)â.[5] Insofern konzentrieren sich ihre Mediengeschichten vor allem auf die Druckmedien seit dem 16. Jahrhundert und die elektronischen Massenmedien des 20. Jahrhunderts.[6] Bremsend wirkten beim Ausbau dieser Forschung sicherlich kulturkritische Ressentiments gegenĂŒber der PopulĂ€rkultur in den deutschen Geistes- und Sozialwissenschaften. Einflussreich waren hierbei besonders die Protagonisten der Frankfurter Schule, die die Begriffe âMasseâ und âKulturâ als einander ausschlieĂend begriffen und deshalb Massenmedien per se als kulturlos empfanden. Vor allem das Fernsehen und verschiedene Formen populĂ€rer Musik, deren Aufstieg Theodor W. Adorno und Max Horkheimer im US-amerikanischen Exil verfolgten, wurden in den 1950er- und 60er-Jahren einer systematischen Kritik unterzogen.[7]
Der wachsende sozialwissenschaftliche Einfluss fĂŒhrte in den Kommunikationswissenschaften seit den 1970er-Jahren zu einem Paradigmenwechsel, durch den quantitative Gegenwartsanalysen zunehmend an Bedeutung gewannen, wĂ€hrend medienhistorische Arbeiten innerhalb dieses Fachs, gerade im letzten Jahrzehnt, zunehmend an Bedeutung verloren. Aber auch bei medienhistorischen Analysen neigt die Kommunikationswissenschaft hĂ€ufig dazu, Medieninhalte und deren Organisationsformen quantifiziert zu erfassen. Methodisch und disziplinĂ€r davon zu trennen ist die Mediengeschichtsschreibung der Medienwissenschaften, die sich in Deutschland seit den 1980er-Jahren aus den Film-, Theater- und Literaturwissenschaften heraus entwickelte. Ihre Referenzpunkte bilden einerseits die frĂŒhen medienbezogenen Reflexionen der deutschen Geisteswissenschaften der 1920/30er-Jahre; vor allem die Texte von Walter Benjamin[8], des Filmkritikers Siegfried Kracauer[9] sowie der Kunsthistoriker Erwin Panofsky und Aby Warburg.[10] Andererseits knĂŒpft ihr medienhistorischer Zugang stark an die AnsĂ€tze von Marshall McLuhan an, der 1964 eine Theorie der Medien vorlegte, die Medien nicht im Hinblick auf ihren Inhalt, sondern auf ihre Form und Funktionsweise fĂŒr die Weltwahrnehmung und- gestaltung ihrer Zeit betrachtet.[11] An McLuhan schlieĂt auch der weit gefasste Medienbegriff vieler Medienwissenschaftler an, der neben Apparaten wie Telefon oder Computer auch BewegungsablĂ€ufe wie Sport oder Tanz bzw. den Körper[12] selbst einschlieĂt, sofern sie Informationen speichern, Botschaften ĂŒbertragen und damit im semiotischen Sinne als Zeichen fĂŒr etwas anderes fungieren.[13] Entsprechend umschlieĂen ihre mediengeschichtlichen Studien auch âMenschmedienâ (wie Narren, Boten oder die Frau als gebĂ€rendes Wesen),[14] âKörperextensionenâ[15] oder so Unterschiedliches wie die Oblate, die Stimme, das Geld, Feuer, Masken, Tafeln oder Archive.[16] Neben Ă€sthetischen Analysen von Einzelmedien (insbesondere einzelner Filme) steht bei den Medienwissenschaften stĂ€rker der Wandel von Wissensordnungen und Deutungen im Vordergrund, die ĂŒber Medien artikuliert wurden.[17] Ihre kulturwissenschaftlich ausgerichtete Forschung analysiert zudem oft zeitgenössische Diskurse ĂŒber diese Medien oder einzelne Medienprodukte, kaum hingegen deren serielle Inhalte. AuffĂ€lligerweise hat diese Trennung in Medien- und Kommunikationswissenschaften kein vergleichbar scharf getrenntes Pendant in den meisten anderen LĂ€ndern, wo allenfalls kulturwissenschaftliche âFilm Studiesâ oder die âCultural Studiesâ allgemein der deutschen Medienwissenschaft entsprechen.
Die medienhistorischen Forschungen der Geschichtswissenschaft stehen in gewisser Weise zwischen beiden Disziplinen. Einerseits haben Historiker/innen, Ă€hnlich wie die Kommunikationswissenschaftler/innen, in den letzten hundert Jahren zahlreiche inhalts-, akteurs- und organisationsgeschichtliche Arbeiten vorgelegt, die sich vornehmlich auf Printmedien bezogen und deren Interaktion mit der Politik betrachteten, etwa in Form von Propaganda und Zensur oder in der Person parteinaher Verleger.[18] WĂ€hrend die Konzentration auf Massenmedien und deren Inhalte, Organisation und Nutzung an die Tradition der Kommunikationswissenschaft erinnert, bildeten die Historiker/innen dadurch ein eigenes Profil aus, dass sie durch die Medienanalyse einen breiteren historischen Sachverhalt erklĂ€ren wollten und archivgestĂŒtzt die interne Einbettung der Medien analysierten. Die Geschichtswissenschaft (wie auch die Mediensoziologie[19]) fragte dabei eher nach der sozialen und politischen Funktion der Medien. WĂ€hrend zeithistorische Studien Medien zunĂ€chst meist nur als Quellen fĂŒr die Erforschung klassischer historischer Felder ansahen, entstanden in den vergangenen Jahren zunehmend geschichtswissenschaftliche Arbeiten, die Medien zum integralen Forschungsobjekt machten. Sie betrachten Medien nicht mehr nur als âMittlerâ oder âTrĂ€gerâ von Informationen, sondern als âAkteureâ mit eigener Agenda.[20] Der Ansatz der geschichtswissenschaftlichen Mediengeschichte ist damit ein doppelter: Zum einen analysiert sie die historische Entwicklung der Medien und alle damit verbundenen Praktiken (Medienökonomie, -technik, -inhalte, -nutzungen, -wirkungen). Zum anderen steht sie fĂŒr das Postulat, dass prinzipiell jeder historische Vorgang und auch die Erinnerung daran medial geprĂ€gt werden. Diese âMedialitĂ€t der Geschichteâ lĂ€sst sich analysieren, indem die eigenstĂ€ndigen Logiken von Medien und ihre Funktionsweise berĂŒcksichtigt werden.[21]
Der Begriff âMedienâ ist, trotz seiner vielfĂ€ltigen Verbreitung heute, vergleichsweise jung und fand in Deutschland erst seit den 1950er-Jahren eine öffentliche Verwendung. So gebrauchte das Nachrichtenmagazin der âSpiegelâ den Begriff um 1950 noch ausschlieĂlich im Sinne spiritistischer Medien oder in Bezug auf Personen, die Mittler waren.[22] Auch die Erforschung des Begriffs konzentrierte sich bislang besonders auf die Zeit, als der Singular âMediumâ noch nicht auf Massenmedien verwies, sondern die Funktion des âMittlersâ im Spiritismus, in der Philosophie oder der Physik bezeichnete.[23] Im 17. Jahrhundert wanderte er aus dem Lateinischen in die deutsche bzw. englische Wissenschaftssprache und bezeichnete auch das âMittlereâ, den âMittelpunktâ bzw. denjenigen âOrtâ, an dem âetwas öffentlich vorgelegt, verhandelt wird, wo jemand öffentlich auftrittâ.[24] Seit den 1920er-Jahren bezeichnet der englische Plural âMediaâ vor allem Massenmedien wie die Zeitung, das Radio, den Film und spĂ€ter das Fernsehen. Seit den 1960er-Jahren differenzierte sich dann, wie dargestellt, der Begriff in der Forschung je nach Disziplin aus. Eine genauere Erforschung der Etablierung des Medienbegriffs in den 1950er- und 60er-Jahren dĂŒrfte Auskunft darĂŒber geben, welche Vorstellungen ĂŒber den Wandel der modernen Kommunikation bestanden und inwieweit der Gebrauch des neuen Worts selbst wirkungsmĂ€chtige Vorstellungen ĂŒber die Rolle der Kommunikationsmittel aufbrachte.
Um die zunehmende gesellschaftliche Durchdringung durch Medien sowie die wechselseitige Interaktion zwischen der Medien- und Gesellschaftsentwicklung zu fassen, hat sich in der deutschen Kommunikations- und Geschichtswissenschaft der Begriff der âMedialisierungâ bzw. âMediatisierungâ etabliert.[25] Zudem untersuchten zahlreiche Historiker/innen Medien als Teil einer breiteren Geschichte der Ăffentlichkeit, um diese in andere kommunikative Praktiken zu integrieren.[26] Nicht allein die kritische Abarbeitung an JĂŒrgen Habermas' Postulaten zum Strukturwandel der bĂŒrgerlichen Ăffentlichkeit, sondern auch die ForschungsansĂ€tze der französischen Annales-Schule zur Geschichte des Lesens und des Drucks im 18. Jahrhundert dĂŒrften dabei wichtige Impulse gegeben haben.[27]
2. Geschichte von Einzelmedien
Eine groĂe Zahl mediengeschichtlicher Untersuchungen konzentriert sich auf Einzelmedien. Ein starker Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der Massenkommunikationsmedien Buch,[28] Bild,[29] Presse,[30] Radio,[31] Fernsehen[32] oder Film.[33] GrundsĂ€tzlich lĂ€sst sich die Geschichte der Einzelmedien aus unterschiedlichen Perspektiven schreiben: Im Vordergrund stehen entweder die HistorizitĂ€t der Form und Funktion eines Mediums oder die Inhalte bzw. deren Rezeption in verschiedenen historischen Kontexten, wobei in der Praxis Mischformen ĂŒblich sind. So kann eine Geschichte des Fernsehens unter besonderer BerĂŒcksichtigung der technischen und Ă€sthetischen VerĂ€nderungen des Mediums,[34] aber auch als nationale Fernsehgeschichte,[35] als Programm-[36] oder Personengeschichte,[37] als Rezeptionsgeschichte,[38] als Geschichte verschiedener Fernsehgenres (wie Nachrichtenmagazin, Krimi, Serie etc.) oder als Institutionengeschichte (z.B. eines Fernsehsenders[39]) geschrieben werden. Dabei hĂ€ngt es von der jeweiligen Fragestellung ab, ob eher die Entwicklung des Mediums oder diejenige einzelner Protagonisten im Vordergrund steht. Obgleich die Analyse von Einzelmedien seit langem eine DomĂ€ne der Kommunikationswissenschaft war, sind die zeithistorischen Forschungsdesiderate unĂŒbersehbar. So verfĂŒgen wir beispielsweise ĂŒber keine quellenfundierte Geschichte zentraler Medien wie der âBILDâ-Zeitung oder des âSpiegelsâ, obwohl in beiden FĂ€llen deren zentrale Bedeutung fĂŒr die Geschichte der Bundesrepublik unĂŒbersehbar ist.[40] Biografische Studien zu herausragenden Verlegern und Journalisten liegen nur vereinzelt vor, neuerdings etwa fĂŒr Axel Springer und Gerd Bucerius, wobei deren verlegerische Arbeit hier nicht im Mittelpunkt steht.[41] Gruppenbiografische Studien zum Journalismus, wie es sie fĂŒr das 19. Jahrhundert gibt,[42] fehlen fĂŒr das 20. Jahrhundert. Ebenso liegen nur ĂŒber wenige herausragende Journalisten Arbeiten vor.[43] VernachlĂ€ssigt wurde, auch von der Geschichtswissenschaft, zudem die Erforschung von Medien, die der Einzelkommunikation dienen. So ist etwa die zentrale Rolle, die die Verbreitung des Telefons in den 1960/70er-Jahren hatte, bisher kaum als Teil der Zeitgeschichte analysiert worden. Denn wĂ€hrend sich das Telefon in der Bundesrepublik in diesem Zeitraum massenhaft verbreitete, blieben sein Besitz und seine Verwendung in der DDR eng mit der Ăbernahme von politischen Aufgaben verbunden. Ebenso fehlen wirtschaftshistorische Untersuchungen zum Telefax, das in den 1970er-Jahren dem Aushandeln von internationalen VertrĂ€gen eine neue Grundlage gab und damit den Prozess der Globalisierung beschleunigte. Ăhnlich geringe Aufmerksamkeit fanden Medien und mediale Techniken, die nicht der Information, sondern eher der Unterhaltung dienten, wie die Schallplatte[44] oder der Kassettenrekorder.[45]
3. Integrale Mediengeschichte
Eine integrale Mediengeschichte untersucht nicht eine reine Abfolge oder Summe von Einzelmedien, sondern die historische Entwicklung komplexer intermedialer Konstellationen. In den jeweils neuen Kombinationen der Basismedien Schrift, Bild, Ton und Zahl treten neue Medien âals Katalysatoren des Wandels der Basismedienâ auf.[46] Derartige Mediengeschichten versuchen, das Erhaltene jeweils als Weiterentwicklung des Bekannten zu deuten und so eine gestufte Geschichte zu konstruieren, in der bestimmte mediale Neuerungen sukzessive aufeinander aufbauen, aber eben auch das Nicht-Speichern bzw. das Löschen von VorgĂ€ngen einschneidende und irreversible VerĂ€nderungen nach sich ziehen: Das Buch folgt auf die Schrift, der Film auf die Fotografie, der Computer ersetzt die Lochkarte, das Video speichert Programme, die in der FrĂŒhzeit des Fernsehens nur live ĂŒbertragen wurden und der Nachwelt damit verloren gingen,[47] das Internet eröffnet neue Möglichkeiten, digitale bzw. digitalisierte Daten auf öffentlich zugĂ€nglichen Servern abzulegen.
Warum neue Medien ĂŒberhaupt entstehen oder sich durchsetzen, wurde auf diverse BedĂŒrfnisse zurĂŒckgefĂŒhrt: nach neuen Geschwindigkeiten als Machtressource (Paul Virilio), neuen Kriegstechniken (Friedrich A. Kittler), einer stĂ€rkeren Sinnesfokussierung (Jochen Hörisch) oder nach einer verbesserten Funktion der bisherigen Medien.[48] TatsĂ€chlich gibt es EtappensprĂŒnge, die eine RĂŒckkehr zu den vorhergehenden Stadien quasi unmöglich machen. Von elementarer Bedeutung ist dabei der Ăbergang von der MĂŒndlichkeit zur Schriftlichkeit, den Walter Ong (im Anschluss an Arbeiten von Eric A. Havelock) als Wandel von einer Welt der Töne zu einer Welt der (visuellen) Zeichen beschreibt â wobei er allerdings auch darauf hinweist, dass noch in der Gegenwart orale und literale Kulturen nebeneinander existieren.[49] Medienwissenschaftliche Studien leiten aus diesen SprĂŒngen entsprechende kulturelle und soziale VerĂ€nderungen ab.[50] Gerade die Geschichte des Buchdrucks liefert starke Indizien dafĂŒr, dass nicht nur die technische Neuerung einen Umbruch erzeugt, sondern dass umgekehrt neue BedĂŒrfnisse und Weltsichten technische Neuerungen hervorrufen.[51] Ăhnlich lĂ€sst sich auch die EinfĂŒhrung visueller, akustischer und audiovisueller Speichermedien im 19. Jahrhundert als ein Versuch beschreiben, dem wachsenden Bedarf bĂŒrgerlicher Schichten an Bildern (stillen und bewegten) sowie Tönen (Musik) zu begegnen. Auch hier handelt es sich um einen Prozess der Pluralisierung der Medienproduktion und -rezeption, die einerseits als popularisierend und ĂŒberreizend abgewertet, andererseits aber auch als unterhaltsam empfunden wurde und der man grundsĂ€tzlich auch demokratisierende Effekte unterstellte. So erstaunt es kaum, dass der Ăbergang in das Computerzeitalter von Ă€hnlichen Hoffnungen und Bedenken begleitet wird wie frĂŒhere MedienumbrĂŒche. Diese jĂŒngste âMedienrevolutionâ ist gekennzeichnet durch die Umwandlung von Text in Hypertext, von der Umstellung eines Buchstabensystems auf Algorithmen und von der Integration von Text, Bild, Ton und Zahl in einem einzigen Medium. Es scheint dies eine Reaktion darauf zu sein, dass die Welt als zunehmend komplexe Netzwerkstruktur wahrgenommen wird: Dies gilt fĂŒr Verkehrsnetze ebenso wie fĂŒr soziale und kommunikative Vernetzungen oder die Umstellung von linear zu lesenden BĂŒchern auf Hypertexte, in denen der Rezipient von Information zu Information springt.[52] Offen bleibt auch hier die Frage, ob wir es mit einem âFortschrittâ der Medien zu tun haben, die neue Wissens- und Kommunikationsformen produzieren und dadurch neue BedĂŒrfnislagen schaffen, oder doch eher mit einer Modifikation Ă€lterer Medien, die auf neue BedĂŒrfnisse reagieren (MobilitĂ€t, Schnelligkeit, Erreichbarkeit, Vernetzung, Reproduzierbarkeit etc.).
Eine integrale zeithistorische Mediengeschichte steht bisher noch aus. So liegt fĂŒr die Mediengeschichte der DDR bislang nur eine unzureichende Gesamtdarstellung vor, die sich in ĂŒberzogener Weise auf die Durchherrschung der Medien durch die SED-FĂŒhrung beschrĂ€nkt und die Umsetzung der Vorschriften und verschiedene Praxen der Mediennutzung ausblendet.[53] Aber auch fĂŒr die Bundesrepublik finden sich derzeit nur Arbeiten zu Teilaspekten, die weniger integrale Mediengeschichte bieten als Untersuchungen zur Kulturgeschichte insgesamt[54] oder zur Rolle unterschiedlicher Medien in spezifischen historischen Kontexten.[55] Und wĂ€hrend fĂŒr viele andere historische Felder bereits erste Synthesen in gesamteuropĂ€ischer Perspektive vorliegen, steht die Mediengeschichte hier noch ganz am Anfang.[56] FĂŒr die transnationale und globale Ebene liegen bislang erste Ăberblicksdarstellungen vor, jedoch nicht mit einem Schwerpunkt auf der Zeitgeschichte.[57]
4. Geschichte der medialen Ăffentlichkeit(en)
Innerhalb der Geschichtswissenschaft verbindet sich Mediengeschichte â im Anschluss u.a. an die Arbeiten von JĂŒrgen Habermas[58] und Niklas Luhmann[59] â mit der Untersuchung von Ăffentlichkeit(en) in historischer Perspektive.[60] Ăffentlichkeit gilt als prinzipiell zugĂ€nglicher Kommunikationsraum, in dem Informationen und Meinungen ausgetauscht und soziale, politische oder kulturelle Fragen so verhandelt werden, dass die interessierte Bevölkerung daran zumindest passiv teilhaben kann. In der neueren und neuesten Geschichte wird die Medienöffentlichkeit â oft durchaus normativ â als integraler Bestandteil demokratischer Staaten und Gesellschaften behandelt, wĂ€hrend umgekehrt die staatliche Kontrolle öffentlicher Diskurse (z.B. in Form von Zensur oder Verknappung von Ressourcen wie Druckpapier, Verfolgung Oppositioneller, Zentralisierung des Pressewesens) als Indiz fĂŒr die Abwesenheit von Demokratie gewertet wird. Dies gilt vor allem fĂŒr die faschistischen und totalitĂ€ren Staaten des 20. Jahrhunderts. Arbeiten zur Mediengeschichte des Nationalsozialismus, die hier beispielhaft genannt seien, verweisen darauf, dass die Kontrolle der Medien ein integraler Bestandteil des nationalsozialistischen Herrschaftssystems war.[61] Die Medienkontrolle betraf die Produktion (Gleichschaltung der Presse, EinfĂŒhrung des Fernsehens) ebenso wie die Rezeption (Verbot des Hörens von âFeindsendernâ, BĂŒcherverbrennung etc.). Gerade im Zeitalter der Diktaturen, aber auch fĂŒr Demokratien erwies sich die Erforschung von Ăffentlichkeiten als produktiv, um Medien in Verbindung mit situativen Ăffentlichkeiten (GesprĂ€che in Warteschlangen, KneipengesprĂ€che u.Ă.) oder Versammlungsöffentlichkeiten (Proteste u.Ă.) zu fassen und damit nicht nur auf die offiziellen Medien zu beschrĂ€nken.
Neben jĂŒngeren Forschungen zur Bedeutung medialer Ăffentlichkeit(en) in ausgewĂ€hlten Nationalstaaten, die in diachroner Perspektive ĂbergĂ€nge von der Demokratie zur Diktatur bzw. umgekehrt untersuchen,[62] nehmen vergleichende Arbeiten zu, die die Medien(systeme) von Demokratien und Diktaturen perspektivisch aufeinander beziehen, wobei der Vergleich westlicher Demokratien mit sozialistischen Diktaturen in Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg besonders prominent ist.[63] Auch hier wird generell angenommen, dass die jeweiligen Mediensysteme entscheidend den Charakter der Gesellschaft und der politischen Institutionen prĂ€gten. Allerdings verweisen jĂŒngere Arbeiten zunehmend auf Ăhnlichkeiten in der Medienentwicklung, vor allem im Bereich der populĂ€ren Medien. Dies gilt fĂŒr Massenmedien wie Film und Fernsehen, aber auch fĂŒr die Medien der Popkultur (die, so JĂŒrgen Danyel und ĂrpĂĄd von KlimĂł, populĂ€re Kulturen oft auch ironisch verfremdet haben[64]) bzw. der verschiedenen Sub- und Jugendkulturen. WĂ€hrend letztere in westlichen Demokratien vor allem eine Kritik der vermeintlichen Dekadenz bĂŒrgerlicher Gesellschaften formulierten, konfrontierten sie sozialistische Gesellschaften mit ihrer tendenziellen UnfĂ€higkeit, moderne BedĂŒrfnisse in den Bereichen Konsum und Medienrezeption (Schallplatten, Zeitschriften, Radioprogramm) zu befriedigen â eine UnfĂ€higkeit, die möglicherweise entscheidend zum Scheitern des Staatssozialismus in Osteuropa beitrug. Neuere Untersuchungen legen die Vermutung nahe, dass Medien nicht nur Subsysteme verschiedener Herrschaftsformen sind, sondern dass der Prozess der Medialisierung aller Lebensbereiche das Potenzial entfaltet, Diktaturen von innen zu zersetzen.[65] Einen Sonderfall im Bereich des Systemvergleichs bildet die deutsch-deutsche Mediengeschichte, die es erlaubt, die Entwicklung einer Nation in zwei Staaten und Systemen vergleichend zu untersuchen.[66] Dabei gilt es indes zu berĂŒcksichtigen, dass der Systemkonflikt nicht nur die beiden deutschen Staaten bzw. die politisch, militĂ€risch und ökonomisch zusammengehörigen Blöcke trennte, sondern auch quer durch die jeweiligen Gesellschaften verlief.[67] Werden freie Medien von Diktaturen tendenziell als Bedrohung empfunden bzw. Medien von Seiten des Staats als Propagandainstrument genutzt, dienen sie in demokratischen Gesellschaften in so starkem MaĂ einem Prozess öffentlicher Meinungsfindung, dass bereits die Frage in den Raum gestellt wurde, ob von der Aufwertung der Medien zur âVierten Gewaltâ bzw. von der Entstehung einer âMediokratieâ als neuer Staatsform die Rede sein kann.[68]
UnabhĂ€ngig von der Untersuchung solcher âSystemfragenâ werden verschiedene Teilbereiche der historischen Forschung um eine mediengeschichtliche Perspektive erweitert, zum Beispiel die Erforschung von GeschlechterverhĂ€ltnissen,[69] Protestbewegungen,[70] dem Wandel der Religion[71] und nicht zuletzt der Bereich der Erinnerungskultur und Geschichtsaufarbeitung.[72] Diese Entwicklung verlĂ€uft analog zu frĂŒheren Entwicklungen, in denen jeweils neue Perspektiven (z.B. der Sozialgeschichte, der Geschlechtergeschichte oder der postkolonialen Geschichte) zunĂ€chst innerhalb eines Teilbereichs erprobt wurden, um dann sukzessive auf weite Teile der Forschung auszustrahlen und von diesen integriert zu werden.
Zuweilen löst die Erweiterung der Fragen und Methoden der Mediengeschichte Kontroversen aus, die sich in erster Linie um den jeweiligen Gegenstand, in zweiter Linie aber auch um Sinn und Nutzen der Mediengeschichte drehen. Ein Beispiel hierfĂŒr ist die Debatte ĂŒber die sogenannte RAF-Ausstellung, in der die Berliner Kunst-Werke 2005 Bilder, Skulpturen und Installationen prĂ€sentierten, die sich mit dem Linksterrorismus in der Bundesrepublik auseinandersetzen. WĂ€hrend Kritiker/innen befĂŒrchteten, im Schatten der Ausstellung werde die RAF zum âMythosâ stilisiert und ihre historische Bedeutung in unangemessener Weise aufgewertet, nahmen BefĂŒrworter/innen die Kunstschau zum Anlass, in die Auseinandersetzung um den Terrorismus auch medienhistorische und -theoretische Aspekte einzubeziehen bzw. ĂŒberhaupt eine medienhistorische Perspektive auf den Terrorismus der 1970er-Jahre zu entwickeln.[73] Seither ist eine ganze Reihe von Publikationen erschienen, die diesen Fragen mit den Methoden der Diskursforschung, der Medienwissenschaft, der Geschichts-, Literatur- und Bildwissenschaft nachgehen.[74] Ob dies der Ausstellung zu verdanken ist oder ob umgekehrt die Ausstellung einen bereits vorhandenen Trend zur Mediengeschichte aufgriff, sei dahingestellt.
5. Ausblick: Fragen und Felder der Mediengeschichte im 21. Jahrhundert
In der deutschsprachigen Zeitgeschichtsforschung setzten sich medienhistorische Perspektiven zwar spĂ€ter als im angelsĂ€chsischen Raum durch, sie nehmen aber mittlerweile im europĂ€ischen Vergleich eine avancierte Stellung ein. In Ost- und SĂŒdeuropa spielt die BerĂŒcksichtigung von Medien in der Zeitgeschichtsforschung bisher noch kaum eine Rolle, sodass auch dichte Analysen zur europĂ€ischen Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts bislang noch nicht vorliegen. Dagegen zeichnen sich im westeuropĂ€ischen und amerikanischen Raum vielfĂ€ltige Erweiterungen der AnsĂ€tze ab. Seit den 1990er-Jahren ist neben der âĂ€sthetischenâ und der âsoziopolitischenâ Mediengeschichte eine starke kulturwissenschaftliche Erweiterung des Felds zu beobachten. Eine wachsende Zahl von Publikationen verbindet Mediengeschichte (als Geschichte medialer Ăffentlichkeit/en) mit kulturhistorischen AnsĂ€tzen wie der historischen Emotionsforschung,[75] der Raumforschung[76] oder der PerformativitĂ€tsforschung.[77]
Besonders stark nimmt seit Beginn des Iconic Turn â mit dem seit Mitte der 1990er-Jahre eine paradigmatische Wende von der Schrift zum Bild als kulturellem Leitmedium diagnostiziert wurde â[78] das Interesse an der Visual History zu, die die historische Erforschung von statischen und bewegten Bildern als neues Feld an der Schnittstelle zwischen Geschichts- und Medienwissenschaft etabliert. So waren âGeschichtsbilderâ das Thema des Historikertags 2006 in Konstanz â wobei als Geschichtsbilder indes nicht nur Visualisierungen, sondern auch nicht-visuelle âVorstellungenâ fungieren können.[79] Gefördert wurde dies durch Kontroversen um den Umgang mit Bildern als historischen Quellen. Eine von ihnen wurde durch eine Ausstellung des Hamburger Instituts fĂŒr Sozialforschung entfacht, die 1995 unter dem Titel Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944 eröffnet und nach massiver Kritik am Umgang mit fotografischen Quellen in den Jahren 1999 bis 2001 grĂŒndlich ĂŒberarbeitet wurde.[80] Deutlich wurde, dass das âLesenâ von Bildern andere Kompetenzen und Methoden erfordert als das Lesen von Texten und dass Fehldeutungen fatale Folgen haben können. Insbesondere die umstrittene Visualisierung der Irak-Kriege dĂŒrfte dazu gefĂŒhrt haben, dass auch zahlreiche medienhistorische Arbeiten ĂŒber die Visualisierung von Krieg und Gewalt entstanden,[81] die durch Arbeiten zur Rolle journalistischer Akteure[82] oder zur Organisation von Kriegspropaganda ergĂ€nzt wurden.[83] Damit zeigt sich erneut, wie stark historische Forschungen gerade in der Mediengeschichte durch gegenwĂ€rtige Erfahrungen geprĂ€gt werden.
DarĂŒber hinaus besteht enormer Nachholbedarf im Bereich der historischen Rezeptionsforschung. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in der Kommunikationswissenschaft eine ausgefeilte Medienwirkungsforschung, die mit vielfĂ€ltigen theoretischen Modellen und empirischen Erhebungen arbeitet.[84] KĂŒnftige Zeithistoriker/innen werden diese Rohdaten sicherlich als Quellen neu heranziehen können und zugleich die Wirkung der Daten selbst herausarbeiten. So sehr Historiker/innen an der Rezeption von Medien interessiert sind, so schwierig ist jedoch die Erhebung eigener reprĂ€sentativer Quellen, je weiter die zu erforschenden RezeptionsvorgĂ€nge in der Vergangenheit liegen. Die historische Medienrezeptionsforschung ist deshalb wie bei anderen Themen auch auf schriftliche Quellen wie Leserbriefe, Briefe und TagebĂŒcher, Observations- und Stimmungsberichte, aber auch auf nachtrĂ€gliche Interviews mit Zeitzeugen angewiesen.[85] Diese Form der Rezeptionsforschung untersucht vor allem die unmittelbare Wirkung von Medien (etwa fĂŒr das Wahlverhalten, fĂŒr Vorstellungswelten, Meinungsbildung oder Gewalttaten). DarĂŒber hinaus wĂ€re in kĂŒnftigen historischen Analysen die indirekte Wirkung von Medien stĂ€rker zu erforschen. Denn die eigentliche Wirkung von Medien besteht oft darin, dass sie Handlungen auslösen, weil Menschen von der Wirkung von Medien ĂŒberzeugt sind und darauf vorab reagieren. Politiker oder soziale Gruppen verhalten sich z.B. anders, wenn eine Kamera dabei ist, weil sie mögliche Wirkungen von ĂŒbertragenen Bildern vorab mit einkalkulieren.[86] Auch Formen von Zensur, die ausgeĂŒbt werden, weil etwa von bestimmten Medien eine Wirkung auf Jugendliche erwartet wird, sind selbst als eine indirekte Wirkung aus Wirkungsannahmen zu fassen.
Medienwirkungen lassen sich zudem sozialhistorisch ausmachen. Wichtige Impulse gaben medienhistorische AnsĂ€tze im Kontext der Stadtgeschichte. So wurde einerseits mit Blick auf die Mediennutzer herausgearbeitet, wie Massenmedien die Erfahrung und Orientierung in GroĂstĂ€dten prĂ€gten und Sensationen schufen, an denen die Stadtbewohner aktiv partizipierten und ihnen eigene Deutungen verliehen.[87] Andererseits entstanden in letzter Zeit vermehrt Studien zur Angebotsseite, die akteursbezogen Medien als zentralen Bestandteil der groĂstĂ€dtischen Geschichte analysierten â vor allem am Beispiel der Medienmetropole Hamburg.[88] Dies verweist generell auf AnsĂ€tze der Mediengeschichte, die sozialhistorische Entwicklungen diskutieren â etwa zur Bedeutung von Massenmedien fĂŒr die VerĂ€nderung von Klassen,Schichten und Milieus.[89] In Verbindung mit sozialgeschichtlichen AnsĂ€tzen stehen auch Studien, die den medialen Wandel im Kontext von Jugendkulturen oder der Freizeitgestaltung im weiteren Sinne betrachten.[90] Entsprechend wird kĂŒnftig zu untersuchen sein, welche Rolle Medien im Ăbergang von der industriellen zur postindustriellen Gesellschaft spielten, insbesondere mit der EinfĂŒhrung des dualen Rundfunks und der Computerisierung.[91] Die Mediengeschichte ist durch diesen Medienumbruch der letzten Jahrzehnte expandiert â und selbst zum Gegenstand der Zeitgeschichte geworden. Da die EinfĂŒhrung neuer Medien im digitalen Zeitalter fast alle gesellschaftlichen Bereiche folgenreich verĂ€nderte â von der Arbeit ĂŒber Konsum und Freizeit bis hin zur Verwaltung und Wissenschaft â, wird auch kĂŒnftig die Mediengeschichte als integraler Bestandteil der Zeitgeschichte an Bedeutung gewinnen.
Anmerkungen
- â Zum VerhĂ€ltnis von historischer Medienwissenschaft und Medien untersuchender Geschichtswissenschaft vgl. z.B. Fabio Crivellari u.a., Einleitung: Die MedialitĂ€t der Geschichte und die HistorizitĂ€t der Medien, in: ders. u.a. (Hrsg.), Die Medien der Geschichte. HistorizitĂ€t und MedialitĂ€t in interdisziplinĂ€rer Perspektive, Konstanz 2004, S. 9-45.
- â Vgl. die Texte von Ahasver Fritsch (âVom Gebrauch und MiĂbrauch der Zeitungenâ 1676), Christian Weise (1676), Tobias Peucer (âĂber Zeitungsberichteâ 1690) oder Kaspar von Stieler (âZeitungs Lust und Nutzâ, 1695) in: Karl Kurth (Hrsg.), Die Ă€ltesten Schriften fĂŒr und wider die Zeitung, BrĂŒnn u.a. 1944.
- â Besonders Platons Ăberlegungen zu Stimme und Schrift bilden in Quellensammlungen oft Ausgangspunkte; vgl. Detlev Schöttker (Hrsg.), Von der Stimme zum Internet, Göttingen 1999, S. 33-39; GĂŒnter Helmes/Werner Köster (Hrsg.), Texte zur Medientheorie, Stuttgart 2002, S. 26-30.
- â Vgl. etwa fĂŒr Frankreich die Werke von LĂ©onard Gallois, Histoire des journaux et des journalistes de la rĂ©volution française, Paris 1845, und EugĂšne Hatin, Histoire politique et littĂ©raire de la presse en France, 8 Bde., Paris 1859/61; fĂŒr England: Frederick Knight Hunt, The Fourth Estate, London 1850; fĂŒr Deutschland: Robert Prutz, Geschichte des deutschen Journalismus, Hannover 1845.
- â JĂŒrgen Wilke, GrundzĂŒge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. Von den AnfĂ€ngen bis ins 20. Jahrhundert, Köln 2000, S. 1.
- â Vgl. ebd.; JĂŒrgen Wilke (Hrsg.), Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 1999; Rudolf Stöber, Deutsche Pressegeschichte. Von den AnfĂ€ngen bis zur Gegenwart, 2. ĂŒberarb. Aufl., Konstanz 2005; breiter: ders., Mediengeschichte. Die Evolution âneuerâ Medien von Gutenberg bis Gates, Wiesbaden 2003. Ăhnlich im Ausland, auch wenn hier die disziplinĂ€ren Trennungen nicht so ausgeprĂ€gt sind: Georg Boyce/James Curran/Pauline Wingate (Hrsg.), Newspaper History from the Seventeenth Century to the Present Day, London 1978.
- â Vgl. z.B. Theodor W. Adorno, Prolog zum Fernsehen, in: ders., Gesammelte Schriften, Bd. 10.1, Frankfurt a.M. 1977, S. 507-517; ders., RĂ©sumĂ© ĂŒber Kulturindustrie, in: Claus Pias u.a. (Hrsg.), Kursbuch Medienkultur: Die maĂgeblichen Theorien von Brecht bis Baudrillard, Stuttgart 2000, S. 202-208.
- â Von Bedeutung ist hier vor allem Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (zuerst 1936), Frankfurt a.M. 1963.
- â Etwa Siegfried Kracauer, Von Caligari bis Hitler. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Films, Hamburg 1958.
- â Vgl. dazu u.a. die Schriften zur Ikonografie und Ikonologie bzw. zur Filmanalyse: Erwin Panofsky, Studien zur Ikonologie. Humanistische Themen in der Kunst der Renaissance, Köln 1980; ders., Stil und Medium im Film und die ideologischen VorlĂ€ufer des Rolls-Royce-KĂŒhlers, Frankfurt a.M. 1999; Aby Warburg, Gesammelte Schriften, 2 Bde., hrsg. von Gertrud Bing, Leipzig/Berlin 1932.
- â Marshall McLuhan, Understanding Media (zuerst 1964), London 2001, S. 7f.
- â Vgl. Mathias Gutmann, Medienphilosophie des Körpers, in: Mike Sandbothe (Hrsg.), Systematische Medienphilosophie, Berlin 2005, S. 99-111.
- â Semiotik ist die von Charles Sanders Peirce begrĂŒndete Lehre vom Wesen und Gebrauch der Zeichen, derzufolge neben den Buchstaben auch Bilder Zeichen sind bzw. als solche gelesen werden mĂŒssen. Vgl. z.B. Dieter Mersch (Hrsg.), Zeichen ĂŒber Zeichen: Texte zur Semiotik von Peirce bis Eco und Derrida, MĂŒnchen 1998.
- â Vgl. Werner Faulstich, Geschichte der Medien, 5 Bde., Göttingen 1996-2004; vor allem die ersten BĂ€nde bis zur FrĂŒhen Neuzeit gehen von menschlichen Medien aus.
- â Marshall McLuhan, Die magischen KanĂ€le âUnderstanding Media, Frankfurt a.M. 1970, S. 94.
- â Vgl. etwa Jochen Hörisch, Eine Geschichte der Medien. Von der Oblate zum Internet, Frankfurt a.M. 2004. Einen guten Einblick in AnsĂ€tze und differente Methodik bietet das âArchiv fĂŒr Mediengeschichteâ, das seit 2001 in Weimar erscheint.
- â Eine reine Analyse der Diskurse ĂŒber neue Medien bietet daher etwa als âMediengeschichteâ Albert KĂŒmmel/Leander Scholz/Eckhard Schumacher (Hrsg.), EinfĂŒhrung in die Geschichte der Medien, Paderborn 2004; zu den ZugĂ€ngen vgl. auch Helmut Schanze (Hrsg.), Handbuch der Mediengeschichte, Stuttgart 2001.
- â Seit den 1970er-Jahren nahmen derartige Studien zu; vgl. als Beispiel fĂŒr organisations- und akteursbezogene Ă€ltere Studien: Dankwart Guratzsch, Macht durch Organisation. Die Grundlegung des Hugenbergschen Presseimperiums, DĂŒsseldorf 1974.
- â Vgl. Niklas Luhmann, Die RealitĂ€t der Massenmedien, 2. erw. Aufl., Opladen 1996; Peter Ludes, Mediensoziologie, in: Schanze (Hrsg.), Handbuch der Mediengeschichte, S. 119-139.
- â Vgl. einfĂŒhrend zu den Forschungsfeldern: Frank Bösch, Mediengeschichte. Vom asiatischen Buchdruck zum Fernsehen, Frankfurt a.M. 2011.
- â Vgl. dazu Crivellari u.a. (Hrsg.), Die Medien der Geschichte.
- â Vgl. die ErwĂ€hnung des Begriffs âMedienâ in: Spiegel: Conan Doyle ist nicht tot, 30.4.1949; Die Nacht der langen Messer fand nicht statt, 19.5.1949; Quacksalber: Supermann in zwei Lektionen, 9.1.1952.
- â Steffen Hoffmann, Geschichte des Medienbegriffs, Hamburg 2002.
- â Jochen Schulte-Sasse, Medien/medial, in: Karlheinz Barck/Martin Fontius/Dieter Schlenstedt (Hrsg.), Ăsthetische Grundbegriffe, Bd. 4, Stuttgart 2002, S. 1-39, hier S. 1.
- â Vgl. zur theoretischen Debatte ĂŒber den Begriff und die damit verbundenen AnsĂ€tze: Michael Meyen, Medialisierung, in: Medien und Kommunikation 57 (2009), S. 23-38.
- â Jörg Requate, Ăffentlichkeit und Medien als GegenstĂ€nde historischer Analyse, in: Geschichte und Gesellschaft 25 (1999), S. 5-32.
- â Wegweisend hier etwa: Robert Darnton, Literaten im Untergrund. Lesen, Schreiben und Publizieren im vorrevolutionĂ€ren Frankreich, MĂŒnchen u.a. 1985.
- â Elisabeth L. Eisenstein, The Printing Press as an Agent of Change. Communications and Cultural Transformations in Early-Modern Europe, Bd. 1, Cambridge 1979; Michael Giesecke, Der Buchdruck in der frĂŒhen Neuzeit. Eine historische Fallstudie ĂŒber die Durchsetzung neuer Informationstechnologien, Frankfurt a.M. 1994.
- â Helmut Schanze/Gerd SteinmĂŒller, Mediengeschichte der BildkĂŒnste, in: ders. (Hrsg.), Handbuch der Mediengeschichte, S. 373-397.
- â Siehe etwa Astrid Blome, Presse und Geschichte. Leistungen und Perspektiven der historischen Presseforschung, Bremen 2008.
- â Dazu u.a. Klaus Arnold/Christoph Classen (Hrsg.), Zwischen Pop und Propaganda. Radio in der DDR, Berlin 2004.
- â FĂŒr einen ersten Ăberblick: Helmut Kreuzer/Christian W. Thomsen (Hrsg.), Geschichte des Fernsehens in der Bundesrepublik Deutschland, 5 Bde., MĂŒnchen 1994.
- â Wolfgang Jacobsen/Anton Kaes/Hans Helmut Prinzler (Hrsg.), Geschichte des deutschen Films, Stuttgart 2004.
- â Joan Kristin Bleicher, Mediengeschichte des Fernsehens, in: Schanze (Hrsg.), Handbuch der Mediengeschichte, S. 490-518.
- â Knut Hickethier, Geschichte des Deutschen Fernsehens, Stuttgart 1998.
- â RĂŒdiger Steinmetz/Reinhold Viehoff, Deutsches Fernsehen Ost. Eine Programmgeschichte des DDR-Fernsehens, Berlin 2008.
- â Michael E. Geisler, Nazis into Democrats? The Internationale FrĂŒhschoppen and the Case of Werner Höfer, in: Tel Aviver Jahrbuch fĂŒr Deutsche Geschichte 31 (2003), S. 231-252; Peter Merseburger, Rudolf Augstein. Biographie, MĂŒnchen 2007.
- â Michael Meyen, Einschalten, Umschalten, Ausschalten?, Leipzig 2003.
- â Liane Rothenberger, Von elitĂ€r zu populĂ€r? Die Programmentwicklung im deutsch-französischen Kulturkanal arte, Konstanz 2008.
- â Vgl. bislang neben linkskritischen sozialwissenschaftlichen Publikationen oder Studien zu Einzelaspekten nur Karl Christian FĂŒhrer, Erfolg und Macht von Axel Springers âBildâ-Zeitung in den 1950er-Jahren, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 4 (2007), H. 3, online unterhttp://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208786/default.aspx (18.1.2012); Gudrun Kruip, Das âWeltâ-âBildâ des Axel-Springer-Verlags. Journalismus zwischen westlichen Werten und deutschen Denktraditionen, MĂŒnchen 1999.
- â Hans Peter Schwarz, Axel Springer. Die Biographie, Berlin 2008; Merseburger, Rudolf Augstein; Ralf Dahrendorf, Liberal und unabhĂ€ngig. Gerd Bucerius und seine Zeit, MĂŒnchen 2000.
- â Jörg Requate, Journalismus als Beruf, Entstehung und Entwicklung des Journalistenberufs im 19. Jahrhundert. Deutschland im internationalen Vergleich, Göttingen 1995.
- â Manfred Görtemaker, Ein deutsches Leben. Die Geschichte der Margret Boveri 1900-1975, MĂŒnchen 2005; Dagmar Bussiek, Benno Reifenberg (1892-1970). Eine Biographie, Göttingen 2011.
- â Vgl. hierzu einfĂŒhrend Jutta Lieb, âSchallplatte/CDâ, in: Werner Faulstich (Hrsg.), Grundwissen Medien, MĂŒnchen 1994, S. 275-295.
- â Vgl. hierzu als eingebettete Analyse: Detlef Siegfried, Time is on my Side. Konsum und Politik in der westdeutschen Jugendkultur der 60er Jahre, Göttingen 2006.
- â Helmut Schanze, Integrale Mediengeschichte, in: ders. (Hrsg.), Handbuch der Mediengeschichte, S. 207-283, hier S. 212.
- â Vgl. Werner Faulstich, Geschichte der Medien, 5 Bde., Göttingen 1996-2004; Rudolf Stöber, Mediengeschichte. Die Evolution âneuerâ Medien von Gutenberg bis Gates. Eine EinfĂŒhrung, Bd. 1: Presse â Telekommunikation, Bd. 2: Film â Rundfunk â Multimedia, Wiesbaden 2003.
- â Vgl. zum Letzteren: Stöber, Mediengeschichte, Bd. 2, S. 216.
- â Vgl. Walter J. Ong, Orality and Literacy, London 1982; ders., Literacy and Orality in our Times, in: Thomas J. Farrell/Paul A. Soukup (Hrsg.), An Ong Reader: Challenges for Further Inquiry, Cresskill, NJ 2002, S. 465-478; vgl. auch Gernot Grube/Werner Kogge/Sybille KrĂ€mer (Hrsg.), Schrift. Kulturtechnik zwischen Auge, Hand und Maschine, MĂŒnchen 2005.
- â Marshall T. Poe, A History of Communications. Media and Society from the Evolution of Speech to the Internet, New York 2011.
- â Giesecke, Der Buchdruck in der frĂŒhen Neuzeit, S. 33.
- â Vgl. z.B. Hartmut Böhme, EinfĂŒhrung: Netzwerke. Zur Theorie und Geschichte einer Konstruktion, in: JĂŒrgen Barkhoff/Hartmut Böhme/Jeanne Riou (Hrsg.), Netzwerke. Eine Kulturtechnik der Moderne, Köln 2004, S. 17-36.
- â Gunter HolzweiĂig, Die schĂ€rfste Waffe der Partei. Eine Mediengeschichte der DDR, Köln 2002.
- â Vgl. den Ăberblick im Rahmen einer breiteren Kulturgeschichte bei Axel Schildt/Detlef Siegfried, Deutsche Kulturgeschichte. Die Bundesrepublik von 1945 bis zur Gegenwart, MĂŒnchen 2009; zudem zu einzelnen Dekaden Werner Faulstich, Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, 9 Bde., Paderborn 2002ff.
- â Vgl. z.B. Christina von Hodenberg, Konsens und Krise. Eine Geschichte der westdeutschen Medienöffentlichkeit 1945-1973, Göttingen 2006; Daniela MĂŒnkel, Willy Brandt und die âVierte Gewaltâ. Politik und Massenmedien in den 50er bis 70er Jahren, Frankfurt a.M. 2005.
- â Vgl. Ute Daniel/Axel Schildt (Hrsg.), Massenmedien im Europa des 20. Jahrhunderts, Köln 2010. Im Rahmen der Sektion âCommunication Historyâ der ECREA wird derzeit von internationalen Autorenteams eine europĂ€ische Mediengeschichte seit dem spĂ€ten 19. Jahrhundert konzipiert.
- â Vgl. Bösch, Mediengeschichte; Jane Chapman, Comparative Media History: An Introduction. 1789 to the Present, London 2005; Asa Briggs/Peter Burke, A Social History of the Media: From Gutenberg to the Internet, Cambridge u.a. 2002.
- â Wegweisend ist hier nach wie vor JĂŒrgen Habermas, Strukturwandel der Ăffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bĂŒrgerlichen Gesellschaft, Frankfurt a.M. 1962.
- â Luhmann, RealitĂ€t.
- â Vgl. Karl Christian FĂŒhrer/Knut Hickethier/Axel Schildt, Ăffentlichkeit â Medien â Geschichte. Konzepte der modernen Ăffentlichkeit und ZugĂ€nge ihrer Erforschung, in: Archiv fĂŒr Sozialgeschichte 41 (2001), S. 1-38.
- â Vgl. z.B. Michael Wildt, Geschichte des Nationalsozialismus, Göttingen 2008, S. 40-50; Clemens Zimmermann, Medien im Nationalsozialismus: Deutschland, Italien und Spanien in den 1930er und 1940er Jahren, Wien u.a. 2007; Bernd Heidenreich/Sönke Neitzel (Hrsg.), Medien im Nationalsozialismus, Paderborn 2010.
- â Z.B. von Hodenberg, Konsens; Frank Bösch/Norbert Frei (Hrsg.), Medialisierung und Demokratie im 20. Jahrhundert, Göttingen 2006; Bernd Weisbrod (Hrsg.), Die Politik der Ăffentlichkeit âdie Ăffentlichkeit der Politik: Politische Medialisierung in der Geschichte der Bundesrepublik, Göttingen 2003.
- â Vgl. z.B. David Caute, The Dancer Defects. The Struggle for Cultural Supremacy during the Cold War, Oxford 2003; Uta Poiger, Jazz, Rock, and Rebels. Cold War Politics and American Culture in a Divided Germany, Berkeley 2000.
- â Vgl. ĂrpĂĄd von KlimĂł/JĂŒrgen Danyel (Hrsg.), Pop in Ost und West. PopulĂ€re Kultur zwischen Ăsthetik und Politik. AufsĂ€tze und Materialien in: Zeitgeschichte online, ĂŒberarb. 2011, online unter http://www.zeitgeschichte-online.de/md=Pop-Inhalt (8.6.2012).
- â Vgl. z.B. Thomas Lindenberger (Hrsg.), Massenmedien im Kalten Krieg: Akteure, Bilder, Resonanzen, Köln 2006.
- â Jens Ruchatz (Hrsg.), Mediendiskurse deutsch/deutsch, Weimar 2005.
- â Vgl. z.B. Lindenberger (Hrsg.), Massenmedien im Kalten Krieg.
- â So z.B. Thomas Meyer, Mediokratie. Die Kolonisierung der Politik durch das Mediensystem, Frankfurt a.M. 2004.
- â Etwa Susanne Regener, Das verzeichnete MĂ€dchen. Zur Darstellung des bĂŒrgerlichen MĂ€dchens in Photographie, Puppe, Text im ausgehenden 19. Jahrhundert, Marburg 1988.
- â Siehe u.a. Kathrin Fahlenbrach, Protestinszenierungen. Visuelle Kommunikation und kollektive IdentitĂ€ten in Protestbewegungen, Wiesbaden 2002.
- â Frank Bösch/Lucian Hölscher (Hrsg.), Kirche â Medien â Ăffentlichkeit. Transformationen kirchlicher Selbst- und Fremddeutungen seit 1945, Göttingen 2009.
- â So z.B. Sabine Horn/Michael Sauer, Geschichte und Ăffentlichkeit. Orteâ Medien â Institutionen, Göttingen 2009; Moshe Zuckermann (Hrsg.), Medien â Politik â Geschichte (= Tel Aviver Jahrbuch fĂŒr deutsche Geschichte; 31), Göttingen 2003.
- â Vgl. Zeitgeschichte-online, Thema: Die RAF als Kunst-Werk, Februar 2005, online unter http://www.zeitgeschichte-online.de/md=RAF-Inhalt(25.5.2012).
- â Vgl. etwa Klaus Weinhauer/Jörg Requate/Heinz-Gerhard Haupt (Hrsg.), Terrorismus in der Bundesrepublik: Medien, Staat und Subkulturen in den 1970er Jahren, Frankfurt a.M. 2006; Nicole Colin u.a. (Hrsg.), Der âDeutsche Herbstâ und die RAF in Politik, Medien und Kunst, Nationale und internationale Perspektiven, Bielefeld 2008; Hanno Balz, Von Terroristen, Sympathisanten und dem starken Staat. Die öffentliche Debatte ĂŒber die RAF in den 70er Jahren, Frankfurt a.M. 2008; Andreas Elter, Propaganda der Tat. Die RAF und die Medien, Frankfurt a.M. 2008; Sonja Glaab, Medien und Terrorismus. Auf den Spuren einer symbiotischen Beziehung, Berlin 2007; Inge Stephan (Hrsg.), NachBilder der RAF, Köln 2008.
- â Frank Bösch/Manuel Borutta (Hrsg.), Die Massen bewegen. Medien und Emotionen in der Moderne, Frankfurt a.M. 2006.
- â Siehe z.B. Margaret Wertheim, The Pearly Gates of Cyberspace. A History of Space from Dante to the Internet, Virago 1999 (dt.: Die HimmelstĂŒr zum Cyberspace. Eine Geschichte des Raumes von Dante zum Internet, ZĂŒrich 2000).
- â Frank Bösch/Patrick Schmidt (Hrsg.), Medialisierte Ereignisse. Performanz, Inszenierung und Medien seit dem 18. Jahrhundert, Frankfurt a.M. 2010.
- â Vgl. Hubert Burda/Christa Maar (Hrsg.), Iconic Turn. Die neue Macht der Bilder, Köln 2004.
- â Vgl. Matthias Bruhn, Historiografie der Bilder. Eine EinfĂŒhrung zum Themenschwerpunkt âSichtbarkeit der Geschichteâ von H-Soz-u-Kult und H-ArtHist, in: H-Soz-u-Kult, 19.1.2004, online unter http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/id=389&type=diskussionen (29.5.2012).
- â Vgl. u.a. Bogdan Musial, Bilder einer Ausstellung. Kritische Anmerkungen zur Wanderausstellung âVernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944â, in: Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte 47 (1999), H. 4, S. 563-591; Hamburger Institut fĂŒr Sozialforschung (Hrsg.), Ausstellungskatalog âVerbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944â, Hamburg 2002.
- â Gerhard Paul, Bilder des Krieges â Krieg der Bilder. Die Visualisierung des modernen Krieges, Paderborn u.a. 2004.
- â Ute Daniel (Hrsg.), Augenzeugen, Kriegsberichterstattung vom 18. zum 21. Jahrhundert, Göttingen 2006.
- â Anne Schmidt, Belehrung â Propaganda âVertrauensarbeit. Zum Wandel amtlicher Kommunikationspolitik in Deutschland 1914-1918, Essen 2006.
- â Vgl. als Ăberblick Heinz Bonfadelli, Medienwirkungsforschung, 2 Bde., Stuttgart 2004.
- â Vgl. fĂŒr den Zeitzeugenzugang: Michael Meyen, Denver Clan und Neues Deutschland. Mediennutzung in der DDR, Berlin 2003; als Beispiel fĂŒr polizeiliche Spitzelberichte zur Mediennutzung: Frank Bösch, Zeitungsberichte im AlltagsgesprĂ€ch: Mediennutzung, Medienwirkung und Kommunikation im Kaiserreich, in: Publizistik. Vierteljahreshefte fĂŒr Kommunikationsforschung 49 (2004), S. 319-336.
- â Vgl. etwa zur Weimarer Politik: Bernhard Fulda, Press and Politics in the Weimar Republic, Oxford u.a. 2009.
- â Vgl. bes. Peter Fritzsche, Reading Berlin 1900, London u.a. 1996; Philipp MĂŒller, Auf der Suche nach dem TĂ€ter. Die öffentliche Dramatisierung von Verbrechen im Berlin des Kaiserreichs, Frankfurt a.M. u.a. 2005.
- â Karl Christian FĂŒhrer, Medienmetropole Hamburg. Mediale Ăffentlichkeiten 1930-1960, MĂŒnchen u.a. 2008.
- â Corey Ross, Media and the Making of Modern Germany, Mass Communications, Society, and Politics from the Empire to the Third Reich, Oxford u.a. 2008; Karl Christian FĂŒhrer, Auf dem Weg zur âMassenkulturâ?, Kino und Rundfunk in der Weimarer Republik, in: Historische Zeitschrift 262 (1996), S. 739-781.
- â Vgl. Siegfried, Time is on my Side.
- â Vgl. zur Computerisierung das entsprechende Themenheft der Zeithistorischen Forschungen 9 (2012), H. 2; als erste archivgestĂŒtzte Studie zum dualen Rundfunk: Frank Bösch, Zwischen Technikzwang und politischen Zielen: Wege zur EinfĂŒhrung des privaten Rundfunks in den 1970/80er Jahren, in: Archiv fĂŒr Sozialgeschichte 52 (2012), i.E.
Empfohlene Literatur zum Thema
Frank Bösch, Mediengeschichte. Vom asiatischen Buchdruck zum Fernsehen, 1. Auflage. Campus Verlag, Frankfurt a. M. 2011, ISBN 978-3-593-39379-7.
Lorenz Engell, Joseph Vogl (Hrsg.), Mediale Historiographien, UniversitÀtsverlag, Weimar 2001, ISBN 3-86068-142-7.
Christina von Hodenberg, Konsens und Krise: Eine Geschichte der westdeutschen Medienöffentlichkeit 1945-1973, Wallstein, Göttingen 2006, ISBN 978-3-8353-0029-3 (online).
Jochen Hörisch, Eine Geschichte der Medien. Von der Oblate zum Internet, 1. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 978-3-518-45629-3.
Helmut Schanze, Gerd SteinmĂŒller (Hrsg.), Handbuch der Mediengeschichte, Kröner, Stuttgart 2001, ISBN 3520360012.
Jochen Schulte-Sasse, Medien/medial, in: Karlheinz Barck u.a (Hrsg.), Ăsthetische Grundbegriffe. 4, Metzler, Stuttgart 2002, ISBN 3-476-01658-7.
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