Nawty
| Nawty | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Godkowo | |
| Geographische Lage: | 54° 4′ N, 19° 52′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-407[1] | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Skowrony → Nawty | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Nawty (deutsch Nauten) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski.
Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nawty liegt auf der nördlichen Seite der Wąska (Weeske) im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 14 Kilometer östlich der Stadt Pasłęk bzw. 30 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsgeschichte:
Das einstige Dorf Nauthen – erst nach 1785 Nauten genannt – bestand aus einem Gut, das von einem großen Park mit Teich umgeben war.[2] Im Jahre 1820 zählte es 98 Einwohner.[3] Nauten war von 1874 bis 1881 Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im Kreis Preußisch Holland innerhalb des ostpreußischen Regierungsbezirks Königsberg.[4]
Die Einwohnerzahl des Gutsbezirks Nauten kletterte bis 1885 auf 135, und belief sich im Jahre 1910 107.[3] Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Nauten in eine Landgemeinde umgewandelt, als sich Nauten mit den Nachbarorten Kanditten, Einhöfen, Grossainen und Klein Thierbach zusammenschloss.[4] In dieser neu formierten Gemeinde lebten 1933 200 und 1939 209 Menschen.[3]
Im Jahre 1945 erhielt Nauten die polnische Namensform „Nawty“ als das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen fiel. Heute ist das Dorf eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Amtsbezirk Nauten
Der Amtsbezirk Nauten wurde am 28. Mai 1875 errichtet, aber am 18. August 1881 wieder aufgelöst. Es waren vier Orte eingegliedert:[4]
| Deutscher Name | Polnischer Name |
|---|---|
| Groß Thierbach (Dorf) | Grądki |
| Groß Thierbach (Gut) | Grądki (osada) |
| Klein Thierbach | Grądówko |
| Nauten | Nawty |
Die eingegliederten Orte wurden 1881 in den Amtsbezirk Quittainen umgegliedert.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis 1945 war Nauten in die evangelische Kirche in Schmauch im Kirchenkreis Preußisch Holland innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,[5] außerdem in die römisch-katholische Pfarrkirche St. Josef in der Stadt Preußisch Holland.[3]
Heute gehört Nawty evangelischerseits zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen sowie katholischerseits zur Kirche in Osiek im Dekanat Pasłęk I im Bistum Elbląg.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nawty ist über eine direkte Straßenverbindung von Skowrony aus zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Polska w Liczbach: Osada Nawty w liczbach (polnisch)
- ↑ Dietrich Lange: Nauten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- 1 2 3 4 Nauten. GenWiki, abgerufen am 18. August 2026.
- 1 2 3 Rolf Jehke: Amtsbezirk Nauten/Quittainen
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472
