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Sajóbábony

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Sajóbábony
Sajóbábony (Ungarn)
Sajóbábony (Ungarn)
Sajóbábony
Basisdaten
Staat: Ungarn Ungarn
Region: Nordungarn
Komitat: Borsod-Abaúj-Zemplén
Kleingebiet bis 31.12.2012: Miskolc
Kreis: Miskolc
Koordinaten: 48° 10′ N, 20° 44′ OKoordinaten: 48° 10′ 27″ N, 20° 44′ 14″ O
Höhe: 144 m
Fläche: 13,45 km²
Einwohner: 2.509 (1. Jan. 2025)
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 46
Postleitzahl: 3792
KSH-kód: 03504
Struktur und Verwaltung (Stand: 2021)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: István Szilva[1] (Fidesz-KDNP)
Postanschrift: Bocskai I. u. 2.
3792 Sajóbábony
Website:
(Quelle: II. Detailed data of localities In: Detailed Gazetteer of Hungary. Hungarian Central Statistical Office)

Sajóbábony ist eine ungarische Stadt im Kreis Miskolc im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén.

Geografische Lage

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Sajóbábony liegt in Nordungarn, neun Kilometer nordwestlich des Zentrums der Kreisstadt und des Komitatssitzes Miskolc an dem Fluss Bábony. Nachbargemeinden sind Sajóecseg, Sajókeresztúr und Sajószentpéter.

Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt Sajóbábony-Méhész-tető, eine Fundstelle von mittelpaläolithischen Blattspitzen aus dem Szeletien oder Babonien[2]. Die Fundstelle liegt auf dem Gipfel des Méhész-tető auf 207 m NN oberhalb des Bábony-Flüßchchens. Sie wurde 1965 entdeckt und wird seitdem ausgegraben. Die Ablagerungen sind bis zu 2 m dick. Sie enthalten zwei Bodenbildungshorizonte, aus dem Eem (MIS 5e) und dem Pleniglazial (MIS 3) der Würm-Eiszeit. Unter den Werkzeugen überwiegen Blattspitzen, ferner kommen Schaber, Kratzer und Bohrer vor[3]. Diese Fundstelle gab der mittelpaläolithischen Bábonien-Kultur ihren Namen.

Der Ort wurde 1325 erstmals urkundlich als Babun erwähnt. Es gehörte zur Domäne der Burg Diósgyőr und damit der ungarischen Krone. Später war es Eigentum der Magnaten der Nyáry, Drugeth, Jászy und Rákóczi Familien, bis es wieder an die Krone fiel. Unter Osmanenischer Herrschaft war es Teil des Sandschaks von Hatvan.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts lebten die Einwohner hauptsächlich von der Landwirtschaft. Im Jahr 1907 gab es in der Kleingemeinde 180 Häuser und 782 Einwohner auf einer Fläche von 2333 Katastraljochen. Sie gehörte zum Bezirk Miskolc im Komitat Borsod.[4] In den 1940er Jahren wurde im Ort das Unternehmen 1040, ein Vorgänger der Nordungarischen Chemiewerke gegründet, welches ursprünglich ein Militärbetrieb war. Im Juni 1979 kam es in einer Anlage zur Produktion von TNT zu einer schweren Explosion, bei der die gesamte Anlage zerstört wurde und 13 Menschen ums Leben kamen.[5] 2009 erhielt Sajóbábony den Status einer Stadt.

Städtepartnerschaften

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Sehenswürdigkeiten

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  • Reformierte Kirche, 1760–1762 erbaut, 1784 erweitert, 1807 wurde der Turm hinzugefügt
  • Römisch-katholische Kirche Szentháromság
  • Weltkriegsgedenkstein
  • Raumplastik (Vegyipari térplasztika) vor dem Rathaus, erschaffen von Petra Edit Jónás

Durch Sajóbábony verläuft die Nebenstraße Nr. 25138. Es bestehen Busverbindungen nach Miskolc und Sajószentpéter. Der nächstgelegene Personenbahnhof befindet sich zweieinhalb Kilometer entfernt in Sajóecseg an der Bahnstrecke Miskolc-Tiszai–Fiľakovo. Der Mitte des 20. Jahrhunderts auch von Personenzügen bediente Bahnhof Sajóbábony im Südosten des Wohngebiets dient heute nur noch dem Güterverkehr.[6]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Helyi önkormányzati választások 2019 - Sajóbábony (Borsod-Abaúj-Zemplén megye). Nemzeti Választási Iroda, 13. Oktober 2019, abgerufen am 2. Januar 2022 (ungarisch).
  2. ↑ Claude Monnet, Zsolt Mester, Agnés Lamotte, Morphospace of bifacial leafpoints from the eponymous Palaeolithic sites of Sajóbábony and Szeleta Cave (Hungary). Journal of Archaeological Science: Reports 72, 2026, 105723
  3. ↑ Zsolt Mester, Agnés Lamotte: New insights into the Middle Palaeolithic Bábonyian industry at the eponymous site, Sajóbábony-Méhész-tető (Hungary). In: Torsten Uthmeier, A. Maier (Hrsg.):#, Stone Age: Studying technologies of non-analogous environments and glacial ecosystems. Festschrift Jürgen Richter. (=Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie 396.) Bonn, Habelt, 2024. S. 197–214. urn:nbn:de:hbz:38-750994.
  4. ↑ Sajóbábony. In: A Magyar Korona Országainak helységnévtára 1907. Budapest 1907, S. 902.
  5. ↑ Pál Germuska: Kutatás-fejlesztés és nyugati licencek a magyar hadiiparban az 1970-es, 1980-as években. In: Hadtörténelmi Közlemények. Budapest März 2007, Band 1, S. 233–246, ISSN 0017-6540.
  6. ↑ Sajóbábony. In: vasutallomasok.hu. Abgerufen am 27. Februar 2024 (ungarisch).