Sarrewerden
| Sarrewerden | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Bas-Rhin (67) | |
| Arrondissement | Saverne | |
| Kanton | Ingwiller | |
| Gemeindeverband | Alsace Bossue | |
| Koordinaten | 48° 55′ N, 7° 5′ O | |
| Höhe | 217–336 m | |
| Fläche | 16,73 km² | |
| Einwohner | 816 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 49 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 67260 | |
| INSEE-Code | 67435 | |
Ehemalige Stiftskirche St. Blasius | ||
Sarrewerden (deutsch Saarwerden) ist eine französische Gemeinde mit 816 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Der Ort gehört zum Arrondissement Saverne und zum Kanton Ingwiller. Am 1. März 1972 wurde Sarrewerden mit den Ortschaften Bischtroff-sur-Sarre und Zollingen zusammengeschlossen.
Ortsname
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name Saarwerden leitet sich von der Saar ab, welche am Ort vorbeifließt, sowie dem Begriff Werder, womit eine Flussinsel bezeichnet wird. Dies bezieht sich auf die Insel in der Saar im Nordwesten von Saarwerden, auf der sich eine erstmals 1125 erwähnte Burg der Grafen von Saarwerden befand, welche 1671 im Zuge der Reunionskriege zerstört wurde.[1] Auf der Insel befindet sich zudem die Alte Mühle (französisch Ancien Moulin), welche heute als Bürgersaal dient.
- Alte Mühle (heute Bürgersaal) auf der Saarinsel
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wappenbeschreibung: In Schwarz ein goldgeschnäbelter goldgeständerter rotgezungter silberner Doppeladler.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 917 | 934 | 947 | 967 | 987 | 1013 | 935 | 880 |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ehemalige Stiftskirche St. Blasius (Saint-Blaise) aus dem 15. Jahrhundert ist heute die römisch-katholische Kirche St. Bartholomäus. Sie steht als Monument historique unter Denkmalschutz.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Haltepunkt Sarrewerden lag an der Bahnstrecke Berthelming–Sarreguemines.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Friedrich III. von Saarwerden (um 1348–1414), 1370–1414 Erzbischof von Köln, geboren in Saarwerden. Nach dem Tod seines Bruders Heinrich II. 1397 führte er übergangsweise die Grafschaft Saarwerden.
- Karl Ludwig von Keßling (1763–1843), königlich-bayerischer Diplomat und Landtagsabgeordneter
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Band 2. Flohic Editions, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 1093–1097.
- Martin Zeiller: Saarwerden. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Palatinatus Rheni et Vicinarum Regionum (= Topographia Germaniae. Band 5). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 76–78 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Daniel Peter: Sarrewerden – Un château sur une île de la Sarre, définitivement disparu en 1671. In: dna.fr. Dernières Nouvelles d’Alsace, 3. Dezember 2023, abgerufen am 12. Juni 2026 (französisch).
