Sender Engelskirchen
Sendeturm Engelskirchen | ||
|---|---|---|
Bild gesucht | ||
| Basisdaten | ||
| Ort: | Hohe Warte bei Engelskirchen | |
| Land: | Nordrhein-Westfalen | |
| Staat: | Deutschland | |
| Höhenlage: | 360 m ü. NHN | |
| Koordinaten: 50° 58′ 45,8″ N, 7° 27′ 47″ O | ||
| Verwendung: | Fernmeldeturm, Rundfunksender | |
| Zugänglichkeit: | Sendeturm öffentlich nicht zugänglich | |
| Turmdaten | ||
| Bauzeit: | 1992 | |
| Baustoff: | Stahl | |
| Betriebszeit: | seit 1992 | |
| Gesamthöhe: | 70 m | |
| Daten zur Sendeanlage | ||
| Wellenbereich: | UKW-Sender | |
| Rundfunk: | UKW-Rundfunk | |
| Sendetypen: | DVB-T, DAB, Mobilfunk | |
| Positionskarte | ||
Der Sendeturm Engelskirchen ist ein 70 Meter hoher Stahlfachwerkturm mit markanter Stahlrohrspitze auf der Hohen Warte bei Engelskirchen-Ründeroth. Der Sendeturm wurde 1992 errichtet und dient als Mobilfunksendeturm, Sendeturm für UKW-Hörfunk und als Fernseh-Umsetzer.
Frequenzen und Programme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Analoges Radio (UKW)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Frequenz (in MHz) |
Programm | RDS PS | RDS PI | Regionalisierung | ERP (in kW) |
Antennendiagramm rund (ND)/gerichtet (D) |
Polarisation horizontal (H)/vertikal (V) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 91,8 | WDR 2 | WDR_2_W_ WDR_2___ |
DC92 (regional), D392 |
Wuppertal | 10 | D (350–70°, 130–140°, 220–240°, 300–330°) | H |
Vor der Verlagerung zur Hohen Warte, war die UKW-Frequenz 91,8 MHz an den Standorten Köln-Hansahochhaus mit 1 kW Sendeleistung für WDR 3[1] sowie Siegen-Giersberg mit 0,5 kW für Radio Siegen[2] in Betrieb. Im Zuge eines Frequenztauschs verzichtete der WDR auf die interferenzbelastete UKW-Frequenz 102,7 MHz am Sender Nordhelle sowie auf die Frequenz 88,2 MHz am Standort Siegen-Giersberg. Im Gegenzug wurden dem WDR die leistungsstarken UKW-Frequenzen 107,2 MHz am Sender Ederkopf mit 15 kW Sendeleistung und 107,0 MHz am Sender Olsberg mit 10 kW Sendeleistung zugeordnet. Als Ersatzfrequenz für die Stadt Köln erhielt der WDR die bis dato am Bundespost-Standort Köln-Sternengasse für Radio Köln mit genutzte Frequenz 98,6 MHz, welche für WDR 3 zum WDR-Standort Köln-Hansahochaus verlagert wurde. Die frei gewordene UKW-Frequenz 102,7 MHz am Sender Nordhelle wurde dem Deutschlandfunk zugeordnet. Die UKW-Frequenz 88,2 MHz am Standort Siegen dem Lokalfunk.[3] Infolge der Rückgabe der Frequenz 102,7 MHz, wechselte WDR 1 am Sender Nordhelle wieder auf die bereits von 1987 bis Oktober 1991 für die Regionalvariante WDR 1 Wuppertal genutzte Frequenz 104,7 MHz.
Die UKW-Frequenz 91,8 MHz war bereits im Genfer Wellenplan von 1984 für den Standort Köln mit einer Sendeleistung von 5 kW koordiniert worden. Durch die Verlagerung zur Hohen Warte konnte die Frequenz mit deutlich höherer Sendeleistung betrieben werden. Die 91,8 dient als Ballempfangszuführung für die am Standort Solingen (ehemals Leichlingen-Witzhelden) genutzte UKW-Frequenz 95,7 MHz.[4]
Digitales Radio (DAB/DAB+)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]DAB beziehungsweise der Nachfolgestandard DAB+ wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt. Am 29. August 2012 erfolgte der Wechsel von DAB-Kanal 12D auf DAB-Kanal 11D. Über diesen wird derzeit der Multiplex Radio für NRW mit den Programmen des WDR mit einer Leistung von 0,25 kW ERP übertragen.
Digitales Fernsehen (DVB-T)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die DVB-T-Ausstrahlungen vom Sendeturm Engelskirchen laufen im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten.
| Kanal | Frequenz (MHz) |
Multiplex | Programme im Multiplex | ERP (kW) |
Antennendiagramm rund (ND)/ gerichtet (D) |
Polarisation horizontal (H)/ vertikal (V) |
Modulations- verfahren |
FEC | Guard- intervall |
Bitrate (MBit/s) |
SFN |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E50 | 706 | ARD Digital (WDR) | 3 | ND | V | 16-QAM (8-k-Modus) |
2/3 | 1/4 | 13,27 | Colonius (Köln-Ehrenfeld), Bonn (Venusberg), Aachen (Stolberg-Donnerberg), Aachen (Karlshöhe-Mulleklenkes), Gummersbach (Kerberg), Hohe Warte/Engelskirchen (Ründeroth) | |
| E49 | 698 | ARD regional (WDR Köln/Bonn) |
|
3 | ND | V | 64-QAM | 1/2 | 1/4 | 14,93 | Colonius (Köln-Ehrenfeld), Bonn (Venusberg), Gummersbach (Kerberg), Hohe Warte/Engelskirchen (Ründeroth) |
| E26 | 514 | ZDFmobil | 3 | ND | V | 16-QAM (8-k-Modus) |
2/3 | 1/4 | 13,27 | Colonius (Köln-Ehrenfeld), Bonn (Venusberg), Aachen (Stolberg-Donnerberg), Aachen (Karlshöhe-Mulleklenkes), Gummersbach (Kerberg), Hohe Warte/Engelskirchen (Ründeroth) |
- 1)Sendezeit werktäglich von Montag bis Samstag 19:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Analoges Fernsehen (PAL)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vor der Umstellung auf DVB-T diente der Sender weiterhin für analoges Fernsehen.
| Kanal | Frequenz (MHz) |
Programm | ERP (kW) |
Sendediagramm rund (ND)/ gerichtet (D) |
Polarisation horizontal (H)/ vertikal (V) |
|---|---|---|---|---|---|
| 7 | 189,25 | Das Erste (WDR) | 0,001 | ND | H |
| 27 | 519,25 | ZDF | 0,06 | ND | H |
| 41 | 631,25 | WDR Fernsehen (Köln) | 0,07 | ND | H |
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fotos des Turms ( vom 16. August 2010 im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Landtag Nordrhein-Westfalen: 5. Gesetz zur Änderung des Rundfunkgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen, Anlage 8.1. In: www.landtag.nrw.de. Landtag Nordrhein-Westfalen, 27. April 1992, abgerufen am 16. August 2026.
- ↑ Landtag Nordrhein-Westfalen: Gutachten TELEBILD - Untersuchungen über freie UKW-Hörfunk-Frequenzen in Nordrhein-Westfalen und Überlegungen zur Umkoordinierung zur besseren Lokalrundfunk-Versorgung. In: www.landtag.nrw.de. Landtag Nordrhein-Westfalen, 3. Mai 1991, abgerufen am 16. August 2026.
- ↑ Landtag Nordrhein-Westfalen: Frequenztechnisches Konzept zur Versorgung des Deutschlandradios in Nordrhein-Westfalen. In: www.landtag.nrw.de. Landtag Nordrhein-Westfalen, 26. April 1994, abgerufen am 16. August 2026.
- ↑ Martina Ewringmann: Wartungsarbeiten. 7. August 2026, abgerufen am 16. August 2026 (niederländisch).
