Zum Inhalt springen

Fritz Walter (Fußballspieler, 1960)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Fritz Walter
Personalia
Geburtstag 21. Juli 1960
Geburtsort Heidelberg, Deutschland
Größe 173 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
1965–1976 SG Hohensachsen
1976–1978 FV Weinheim
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1978–1981 FV Weinheim 87 0(55)
1981–1987 SV Waldhof Mannheim 196 0(87)
1987–1994 VfB Stuttgart 216 (102)
1994–1997 Arminia Bielefeld 50 0(25)
1997–1999 SSV Ulm 1846 9 00(6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1987–1988 Deutschland Olympia 8 00(3)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Fritz Walter (* 21. Juli 1960 in Heidelberg[1]) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Spieler, Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1954, zu vermeiden (die beiden sind nicht verwandt), wurde Walter während seiner aktiven Karriere in den Medien oft als Fritz Walter der Jüngere bezeichnet.

Sportliche Laufbahn

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinskarriere

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Walter begann seine Laufbahn 1965 bei der SG Hohensachsen aus dem Weinheimer Ortsteil Hohensachsen, in dem damals auch der Alt-Bundestrainer Sepp Herberger wohnte.[2] 1976 wechselte er zum FV 09 Weinheim, für den er bis zu seinem Wechsel zu SV Waldhof Mannheim im Jahr 1981 spielte. Mit Mannheim stieg er 1983 in die Fußball-Bundesliga auf, auch dank seiner 21 Treffer.[2]

Er spielte von 1983 bis 1997 in der Fußball-Bundesliga für den SV Waldhof Mannheim, den VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld. In 348 Spielen erzielte er 157 Tore, 102 davon für den VfB Stuttgart.[3] 55 seiner 87 Tore für Mannheim konnte er in der 1. Bundesliga erzielen, dies ist bis heute Vereinsrekord in der 1. Bundesliga für die Kurpfälzer. Mit dem VfB wurde er 1992 Deutscher Meister und stand 1989 im Endspiel des UEFA-Pokals. 1999 beendete er seine Karriere beim SSV Ulm 1846.

Auswahleinsätze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim olympischen Fußballturnier 1988 in Südkorea gewann Fitz Walter mit der deutschen Auswahl die Bronzemedaille. In der Qualifikation hatte er in vier Spielen mitgewirkt und einen Treffer erzielt. Für den ursprünglichen 20er-Kader von Coach Hannes Löhr wurde der Stuttgarter Angreifer nicht nominiert,[4] aber er schaffte dann als Nachrücker den Sprung in das DFB-Aufgebot.[5] Bei seinem einzigen Endrundenspiel gelang ihm bei der 1:2-Niederlage gegen Schweden das bundesdeutsche Tor. Trotz seiner oft herausragenden Torquoten in der 1. Bundesliga blieb ihm ein A-Länderspiel in seiner Karriere verwehrt.

Einsätze nach Sprung in den Profifußball 1981

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
LigaSaisonVereinSpieleTore
21981/82SV Waldhof Mannheim3211
21982/83SV Waldhof Mannheim3521
11983/84SV Waldhof Mannheim3416
11984/85SV Waldhof Mannheim317
11985/86SV Waldhof Mannheim319
11986/87SV Waldhof Mannheim3323
11987/88VfB Stuttgart3316
11988/89VfB Stuttgart3313
11989/90VfB Stuttgart3113
11990/91VfB Stuttgart2612
11991/92VfB Stuttgart3822
11992/93VfB Stuttgart2813
11993/94VfB Stuttgart2713
31994/95Arminia Bielefeld144
21995/96Arminia Bielefeld3321
11996/97Arminia Bielefeld30
31997/98SSV Ulm 184666
21998/99SSV Ulm 184630

Nationalmannschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Individuelle Auszeichnungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In drei deutschen Fußballwettbewerben krönte sich Fritz Walter zum erfolgreichsten Torjäger: 1992 wurde er Torschützenkönig sowohl im DFB-Pokal als auch in der 1. Bundesliga. 1996 gelang ihm dies dann in der 2. Bundesliga.

Das Vereinsmaskottchen des VfB Stuttgart, Fritzle, wurde nach ihm benannt. Heute ist Fritz Walter Repräsentant des Sportversicherungsunternehmens 3er sports und wohnt in Wolfschlugen.[2]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Kurz-Bio auf www.3er-sports.de (Memento vom 15. Mai 2014 im Internet Archive), abgerufen am 22. Oktober 2011
  2. 1 2 3 Antrittsschnell und mit unglaublichem Torriecher. 21. Juli 2020, abgerufen am 19. Dezember 2023.
  3. Matthias Arnhold: Fritz Walter - Matches and Goals in Bundesliga. RSSSF.org, 25. Februar 2011, abgerufen am 28. Juli 2026 (englisch).
  4. Drei waren schon vor vier Jahren dabei. In: kicker Sportmagazin. 5. September 1988, Seite 39.
  5. Mit Fritz Walter nach Seoul. In: kicker Sportmagazin. 15. September 1988, Seite 2.