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Pan-American Exposition

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Pan-American Exposition 1901
Logo der Pan-American Exposition von Raphael Beck

Logo der Pan-American Exposition von Raphael Beck

Motto „Commercial well being and good understanding among the American Republics“
Allgemein
Ausstellungsfläche 140 ha
Neuheiten Röntgengerät
Besucherzahl 8 Millionen
BIE-Anerkennung nein
Ausstellungsort
Ort Buffalo
Gelände Delaware Park Welt-Icon Koordinaten: 42° 55′ 10″ N, 78° 52′ 47″ W
Kalender
Eröffnung 1. Mai 1901
Schließung 2. November 1901
Zeitliche Einordnung
Vorgänger Paris 1900
Nachfolger St. Louis 1904
Aktie der Pan-American Exposition Company vom 24. Mai 1900

Die Pan-American Exposition war eine Weltausstellung, die vom 1. Mai bis zum 2. November 1901 in Buffalo im US-Bundesstaat New York stattfand. Sie wurde von der 1897 gegründeten Pan-American Exposition Company organisiert. Auf dem rund 140 Hektar großen Ausstellungsgelände wurden wirtschaftliche, kulturelle und technische Entwicklungen der Staaten Nord-, Mittel- und Südamerikas präsentiert. Während der sechsmonatigen Laufzeit besuchten mehr als acht Millionen Menschen die Ausstellung.[1]

Besondere Aufmerksamkeit galt der Nutzung der Elektrizität: Die Gebäude wurden nachts großflächig elektrisch beleuchtet, wobei Strom aus den nahe gelegenen Niagarafällen genutzt wurde.[1] Internationale Bekanntheit erlangte die Ausstellung auch durch das Attentat auf William McKinley am 6. September 1901, an dessen Folgen der US-Präsident acht Tage später starb.

Planung und Veranstaltungsort

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Anfänglich hatte man Cayuga Island als Veranstaltungsort ausgewählt, da diese Insel nahe an den Niagarafällen lag, die schon damals ein beliebtes Ziel für Touristen waren. Als jedoch 1898 der Spanisch-Amerikanische Krieg ausbrach, wurden die Pläne zur Abhaltung der Weltausstellung zunächst einmal eingefroren.

Nach dem Ende des Krieges lieferten sich Buffalo und Niagara Falls einen erhitzten Zweikampf um den Veranstaltungsort, den Buffalo schließlich aus zwei Gründen für sich entscheiden konnte: erstens hatte die Stadt eine größere Bevölkerung – mit rund 350.000 Einwohnern war die Stadt am Eriesee damals die achtgrößte Stadt in den Vereinigten Staaten – und zweitens war Buffalo besser an das Eisenbahnnetz angebunden, sodass mehr als vierzig Millionen Nordamerikaner die Stadt mit einer einfachen Tagesreise erreichen konnten.

Im Juli 1898 gab der Kongress der Vereinigten Staaten 500.000 US-Dollar für die Abhaltung der Ausstellung in Buffalo frei.

Ein weiterer Faktor, der für Buffalo als Standort sprach, war die Einführung des dreiphasigen Wechselstroms durch Westinghouse, der den Transport von elektrischer Energie über größere Entfernungen ermöglichte. Die Macher der Ausstellung konnten somit elektrischen Strom verwenden, der im rund vierzig Kilometer entfernten Edward Dean Adams Power Plant an den Niagarafällen erzeugt wurde.

Plan des Ausstellungsgeländes
Der Electric Tower, eines der Wahrzeichen der Ausstellung

Die Ausstellung wurde am 1. Mai 1901 eröffnet. Das rund 140 Hektar große Gelände erstreckte sich zwischen dem Delaware Park, der Strecke der New York Central Railroad sowie Delaware und Elmwood Avenue. Mehr als acht Millionen Besucher kamen während der sechsmonatigen Laufzeit auf das Ausstellungsgelände.[1]

Ziel der Ausstellung war es, die Leistungen der Staaten der westlichen Hemisphäre zu präsentieren und die Beziehungen zwischen den Ländern Nord-, Mittel- und Südamerikas zu fördern. Gezeigt wurden industrielle, technische und kulturelle Entwicklungen. Zu den auffälligsten Merkmalen gehörte die umfangreiche elektrische Beleuchtung der Gebäude, durch die das Gelände insbesondere nachts inszeniert wurde.[1]

Wie bei früheren Weltausstellungen gabe es einen größeren Bereich, den Midway, wo neben anderen volkstümlichen Attraktionen indigene Menschen zur Schau gestellt wurden. Hier waren es Inuit, Hawaiianer, Filipinos und Afrikaner.

Offizieller Fotograf der Pan-American Exposition war Charles Dudley Arnold (1844–1927).[2]

Panoramaansicht der Pan-American Exposition. Aus: The Latest and Best Views of the Pan-American Exposition, Buffalo, New York, Robert Allen Reid, 1901
Die sechs zur Pan-American Exposition herausgegebenen Gedenkmarken zu 1, 2, 4, 5, 8 und 10 Cent

Anlässlich der Ausstellung gab das United States Post Office Department am 1. Mai 1901 eine Serie von sechs zweifarbigen Gedenkmarken zu 1, 2, 4, 5, 8 und 10 Cent heraus. Die Marken zeigten verschiedene moderne Verkehrsmittel und Verkehrsbauwerke.[3]

Bei den Werten zu 1, 2 und 4 Cent sind Ausgaben mit um 180 Grad gedrehter Mittelvignette bekannt. Diese als Pan-American Invert bezeichneten Marken zählen zu den bekannten US-amerikanischen kopfstehenden Drucken.[4]

Attentat auf William McKinley

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Das Horticulture Building und der Temple of Music, in dem das Attentat auf McKinley verübt wurde

Die Ausstellung gelangte zu trauriger Berühmtheit, da der Anarchist Leon Czolgosz auf den damaligen US-Präsidenten William McKinley bei dessen Besuch der Weltausstellung am 6. September 1901 im Temple of Music ein Attentat verübte.

McKinley, der von zwei Kugeln getroffen wurde, hatte am Tag zuvor eine Rede anlässlich der Ausstellung gehalten, in welcher er feststellte:

“Expositions are the timekeepers of progress. They record the world's advancements. They stimulate the energy, enterprise, and intellect of the people, and quicken human genius. They go into the home. They broaden and brighten the daily life of the people. They open mighty storehouses of information to the student….”

„Ausstellungen sind die Zeitnehmer des Fortschrittes. Sie zeichnen die Errungenschaften der Welt auf. Sie stimulieren die Energie, die Unternehmungen und den Intellekt der Menschheit und beschleunigen den menschlichen Verstand. Sie gelangen in das Haus. Sie erweitern und erhellen das tägliche Leben der Menschen. Sie öffnen mächtige Schatzkammern zur Information der Studenten….“

Die neu entwickelte Röntgenapparatur wurde zwar auf der Ausstellung gezeigt, aber die behandelnden Ärzte zögerten, sie bei der Behandlung McKinleys einzusetzen, um die Kugel zu suchen, weil sie nicht wussten, welche Nebenwirkungen das Gerät für den Präsidenten haben würde.

Es mag ironisch anmuten, dass es im Notfallkrankenhaus auf dem Ausstellungsgelände keine Glühlampe gab, obwohl die Fassaden vieler Gebäude der Weltausstellung mit tausenden von Glühbirnen bedeckt waren. So benutzten die Ärzte eine Pfanne, um das Sonnenlicht auf den Operationstisch zu reflektieren, als sie McKinleys Wunden behandelten. McKinley starb acht Tage später an den Folgen seiner Verletzungen.

Als die Ausstellung am 2. November 1901 endete, wurden die meisten eigens errichteten Ausstellungsgebäude abgerissen und das Gelände anschließend anderweitig genutzt. Das New York State Building war als einziges Gebäude von Beginn an als dauerhafter Bau geplant. Es wurde nach Ende der Ausstellung von der Buffalo Historical Society übernommen und beherbergt heute das Buffalo History Museum.[1]

Ein Steinblock markiert heute die Stelle des Attentats auf McKinley auf einer Grasfläche am Fordham Drive in Buffalo.

Commons: Pan-American Exposition – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 Return to the Rainbow City: Buffalo’s Pan-American Exposition. The Buffalo History Museum, abgerufen am 15. August 2026 (englisch).
  2. John M. Bewley: C. D. Arnold, Photographer of the Pan-American Exposition. 2001, https://digital.lib.buffalo.edu/items/show/91878; siehe auch Thomas G. Yanul: Charles Dudley Arnold, Photographer, 1844–1927, Official Photographer Chicago Columbian & Pan-American Expositions. 2001, http://www.thomasyanul.com/arnold.html
  3. Pan-American Exposition Issues. Smithsonian National Postal Museum, abgerufen am 15. August 2026 (englisch).
  4. 1900s. Smithsonian National Postal Museum, abgerufen am 15. August 2026 (englisch).