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Piłąg

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Piłąg
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Piłąg (Polen)
Piłąg (Polen)
Piłąg
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ostróda
Gmina: Morąg
Geographische Lage: 53° 53′ N, 19° 59′ OKoordinaten: 53° 52′ 51″ N, 19° 59′ 11″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 14-300[1]
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NOS
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Bramka/DW 527 → Piłąg
Zawroty → Piłąg
Eisenbahn: Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo
Bahnstation: Żabi Róg
Nächster int. Flughafen: Danzig
Pfeilings in der Mitte einer Karte von 1893

Piłąg (deutsch Pfeilings) ist eine Siedlung (osada leśna) in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage

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Piłąg liegt am Nordufer des Jezioro Piłąg (deutsch Pfeilingsee) im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sechs Kilometer südöstlich der Stadt Morąg bzw. 18 Kilometer nördlich der Kreisstadt Ostróda.

Die Gründung des Guts- und Förstereiorts Fulnius erfolgte im Jahre 1408.[2] Zahlreiche Namensschreibweisen wurden in den Folgejahren üblich: Fuling, Pfuling, Pfulins, Feulinck, Feylink, Feuling, Pfeiling und – nach 1785 – Pfeilings. Die Försterei Pfeilings gehörte zum Forst Schlobitten.

Pfeilings bestand also schon zur Ordenszeit. Es gehörte zum Kammeramt Mohrungen in der Komturei Elbing.[3] Im Jahre 1410 war Fuling im Zinsbuch genannt, und 1448 erscheint es als ein Gutsdorf. 1785 wurde es als adliges Vorwerk mit vier Feuerstellen im Hauptamt und Kirchspiel Mohrungen aufgeführt, 1820 war es ein eben solches mit drei Feuerstellen bei 30 Einwohnern.[3]

Im Jahre 1874 wurde Pfeilings in den neu errichteten Amtsbezirk Himmelforth im ostpreußischen Kreis Mohrungen eingegliedert.[4]

31 Einwohner waren im Jahre 1885 in Pfeilings gemeldet, im Jahre 1910 waren es nur noch 19.[3]

Das Gut Pfeilings wurde im Jahre 1917 offiziell in das Fideikommiss Schlobitten der Grafen und Fürsten zu Dohna eingegliedert – einer der einflussreichsten Adelsfamilien Ostpreußens.[5]

Am 30. September 1928 schließlich verlor der Gutsbezirk Pfeilings seine Eigenständigkeit und wurde nach Himmelforth eingemeindet.[4]

Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam Pfeilings 1945 in Folge des Zweiten Weltkrieges zu Polen. Der Ort erhielt die polnische Namensform „Piłąg“ und ist heute eine Waldsiedlung (osada leśna) innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Pfaeilings war vor 1945 kirchlich nach Mohrungen hin orientiert: zur evangelischen Kirche St. Peter und Paul in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[6] sowie zu römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph im damaligen Bistum Ermland.[3]

Heute gehört Piłąg ebenfalls zu Morąg: katholischerseits zur Pfarrei St. Joseph, deren Pfarrkirche jetzt die vorher evangelische St.-Peter-und-Paul-Kirche war und nun zum Bistum Elbląg gehört, und zur evangelischen Kirchengemeinde der Stadt, die nun eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangeklisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.

Piłą liegt am Ende einer Nebenstraße, die bei Bramka von der Woiwodschaftsstraße 527 (frühere deutsche Reichsstraße 133) abzweigt. Außerdem endet eine von Zawroty herführende Nebenstraße in Piłąg.

Die nächste Bahnstation ist Żabi Róg. Sie liegt an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg).

Einzelnachweise

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  1. ↑ Polska w Liczbach: Osada leśna Piłąg w liczbach (polnisch)
  2. ↑ Dietrich Lange: Pfeilings, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. 1 2 3 4 Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Pfeilings
  4. 1 2 Rolf Jehke: Amtsbezirk Himmelforth
  5. ↑ Urkunde zur Erweiterung der Sammlung Dohna-Schlobitten 1917 bei Wikisource
  6. ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466